Oleander-Krankheiten - Oleanderkrebs

Wie alle anderen Pflanzen auch, kann der Oleander von einer Vielzahl von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Eine der häufigsten Oleander-Krankheiten ist der Oleanderkrebs. Diese Krankheit tritt ausschließlich an dieser Pflanze auf und führt zu Wucherungen an den Zweigen unGesunder Oleander ist für jeden Garten eine Bereicherungd zu schwarzen Verfärbungen an den Blättern.

Oleander-Krankheit: Krebs

Der Oleanderkrebs wird durch das Bakterium Pseudomonas ausgelöst. Viele Pflanzen tragen beim Kauf bereits dieses Bakterium in sich, das jedoch nur bei schwachen Pflanzen, die selten gedüngt werden,

zum Ausbruch kommt. Dieses Bakterium wird beim Gießen auf der Pflanze verteilt. Aus diesem Grund sollte man, auch zur Vermeidung anderer Oleander-Krankheiten, die Blätter des Oleanders beim Gießen nicht mit Wasser befeuchten. Vor allem, da das Bakterium durch dieses Gießwasser auch auf andere Stellen des Oleanders verbreitet werden kann.
  • Einen Befall mit Oleanderkrebs erkennt man vornehmlich an bräunlichen Wucherungen an den Zweigen.
  • Auch die Blätter zeigen erste Anzeichen von Oleanderkrebs, wenn sich hellgrüne und wässrige Stellen bilden. Diese Stellen werden im Verlauf der Krankheit schwarz.
  • Man kann vorbeugende Maßnahmen gegen eine Vielzahl von Oleander-Krankheiten, so auch gegen den Oleanderkrebs, treffen.
  • Die Pflanze darf nicht zu anfällig werden, dies kann man erreichen, indem man durch ausreichende Düngung dafür sorgt, dass die Pflanze ständig gut mit Nährstoffen versorgt wird.
Wenn der Oleander vom Oleanderkrebs befallen ist, gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen, die man zur Bekämpfung ergreifen kann. Ein Pflanzenschutzmittel gegen diese Krankheit gibt es nicht! Eine Behandlung kann daher nur durch einen radikalen Schnitt der betroffenen Stellen erfolgen. Da das Bakterium durch Träger weitergegeben wird, ist es wichtig, dass die Schere anschließend sehr gut desinfiziert wird, um einen erneuten Ausbruch zu vermeiden. Wenn viele Stellen des Oleanders betroffen sind, kann man leider nur den Oleander vernichten. Vor allem in den Fällen, wo mehrere
Pflanzen nebeneinander stehen, um dann zu verhindern, dass sich der Oleanderkrebs auf nebenstehende Oleander festsetzt.

Oleander - sicher im Winterquartier

Der Oleander verträgt leichten Frost, ist jedoch nicht winterhart. Im Herbst sollte die beliebte Kübelpflanze, zur sicheren Überwinterung, gut eingepackt oder in ein angemessenes Winterquartier gebracht werden. Im Winterquartier sollten Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad herrschen. Der Grauschimmel ist eine Pilzerkrankung, die dem Oleander schaden kann. Bei einem Befall zeigen sich Stiele, Blüten oder Blätter mit einem Belag, der sich braungrau darstellt. Vor dem Weg ins Winterquartier sollten vertrocknete Blüten von der Pflanze entfernt werden, da diese einen besonderen Angriffspunkt liefern. Aber auch während des Sommers beugt das Entfernen von vertrockneten Blüten vor. Kühle und feuchte Witterungsverhältnisse können den Befall mit Grauschimmel verursachen. Das Spritzen von bestimmten Fungiziden kann dem Pilzbefall entgegenwirken.

Mit großzügigem Schnitt retten

Durch eine Infektion oder bei anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit kann der Oleander von der Pilzerkrankung Ascochyta befallen werden. Die befallenen Stellen müssen großzügig abgeschnitten werden, um eine Verbreitung der Krankheit und einen resultierenden Totalausfall zu vermeiden. Beim Beschneiden des Oleanders sollte auf das Tragen von Schutzhandschuhen nicht verzichtet werden, da der Saft der Pflanze bei Hautkontakt mögliche Reizungen verursachen kann. Scharfes Schneidwerkzeug sollte für den Schnitt gewählt werden, zudem ist dies nach dem Schnitt zu säubern. Die Ascochyta breitet sich leicht aus,

sodass auch abgeschnittene Triebe ein Risiko bergen. Befallener Abschnitt sollte entsprechend entsorgt werden.

Wie stellt sich das Krankheitsbild dar?
  • Triebe knicken um, wirken vertrocknet,
  • Blätter welken ...
  • und in den Blattachseln sind rotbraune Flecken zu erkennen.
Wetterwechsel oder Nährstoffmängel können Oleander anfällig für Krankheiten machenNarben an der Pflanze, die durch abgefallene Blüten und Blätter entstehen können, bilden einen Angriffspunkt für diese Pilzerkrankung. Auch besonders weiche Teile der Pflanze zeigen sich anfällig.

Schäden durch Sonnenbrand

Nicht nur die menschliche Haut kann, durch zu viel Sonne, Schaden nehmen. Vor Witterungsverhältnissen, wie Wind und Regen geschützt, findet der Oleander an warmen und sonnigen Plätzen den geeigneten Standort. Jedoch sollte der Standort nicht zu sonnig gewählt werden. Tritt ein Sonnenbrand auf, verfärben sich die Blätter. Diese zeigen sich dann mit roten, braunen oder gar silbrig/grauen Verfärbungen. Ein Wechsel des Standorts kann dem Problem Abhilfe schaffen. Die betroffenen Triebe und Blätter sterben ab und benötigen einige Zeit, bis sie wieder nachgewachsen sind.

Nach dem Aufenthalt in dem zumeist düsteren Winterquartier kann der Oleander zwischen April und Mai wieder ins Freie. Die ersten Tage nach dem Ausräumen präsentieren schattige Plätze den passenden Standort für die Pflanze, bevor diese wieder an einem sonnigen und warmen Standort, zu stehen kommen.