Olivenbäumchen - Pflege, Schneiden und Überwintern

Der Olivenbaum wird meistens mit dem Süden Europas in Verbindung gebracht, was auch richtig ist. Er kommt in den Gebieten um das Mittelmeer ebenso vor wie auch teilweise am Schwarzen Meer. Wichtig ist für den Standort, dass dort keine extremen klimatischen Bedingungen herrschen.
Olivenbäumchen sind immergrün und werfen nur ältere Blätter ab
Dabei ist große Hitze für ihn überhaupt kein Problem, Frost kann er aber gar nicht aushalten. Frost hat sogar schon dafür gesorgt, dass ganze Plantagen vernichtet wurden. Wer einen

einzelnen Olivenbaum auf seiner Terrasse oder gar in seinem Garten pflanzen möchte, sollte unbedingt daran denken. Die Urform des Baumes beeindruckt durch diese Fakten:
  • immergrüner Baum mit Höhen bis zu 20 Metern
  • erreicht hohes Alter von mehreren hundert Jahren
  • ältere Blätter werden zwischendurch abgeworfen
  • Blüte abhängig vom Standort von April bis Juni
  • Ernte ertragreich nach 20 Jahren
Auch der Olivenbaum auf der heimischen Terrasse stammt vom Urbaum ab und weist deshalb ähnliche Eigenschaften auf. In der Natur erfolgt die Vermehrung der Olivenbäume durch Vögel. Sie fressen die Oliven und scheiden die Kerne wieder aus, was zur Vermehrung bereits genügt. Tipp: Es gibt insgesamt mehr als 1.000 Sorten von Olivenbäumen.

Man kann ein Olivenbäumchen aus einem Kern heranziehen, was aber sehr lange dauert. Bereits „fertige“ Olivenbäume gibt es im speziellen Handel zu kaufen. Hier werden sie in verschiedenen Größen/Altersklassen angeboten. Danach richten sich auch die Preise, hierbei sollte aber auf gute Qualität geachtet werden.

Der Olivenbaum auf der Terrasse zuhause

Ähnlich wie bei einer Zitruspflanze wird mit dem Olivenbaum das mediterrane Flair in Verbindung gebracht. Als Kübelpflanze ist er deshalb auf sonnigen Terrassen zu finden, oft in Gesellschaft eines Zitronen-, Orangen- oder Mandarinenbäumchens. Auch andere mediterrane Pflanzen sind schöne Schmuckstücke für die Terrasse, aber der Olivenbaum hat ein ganz besonderes Flair. Er ist schließlich schon in der Bibel erwähnt worden, vielleicht ist er auch deshalb so beliebt.

Als Nutzpflanze wird der Olivenbaum schon seit über 6.000 Jahren kultiviert. Wenn er auf der Terrasse im Kübel steht, wird er nicht unbedingt eine reiche Olivenernte möglich machen, aber einige der Früchte können durchaus ausgebildet werden. Damit dies geschieht, benötigt der Olivenbaum trotz aller Bescheidenheit den richtigen Standort und auch die richtige Pflege. Der Wasserbedarf eines Olivenbaums ist bescheiden, denn er kann den Tau auf den Blättern dazu nutzen, seinen Flüssigkeitshaushalt zu versorgen. Es ist also nicht notwendig, das Erdreich des Topfes ständig feucht zu halten.

Standort für Olivenbäumchen

Der Standort für den Olivenbaum sollte unbedingt sonnig sein. Grundsätzlich hat der Olivenbaum keine großen Ansprüche an seinen Standort, solange er genügend Sonne abbekommt. Da die Sonne aber in unseren Breiten nicht das ganze Jahr über so warme Temperaturen hervorbringt, dass der Olivenbaum an seinem Platz stehenbleiben könnte, ist die Überwinterung notwendig.
  • sonnig
  • geschützte Lage
  • nur mäßig gießen
Olivenbäumchen vertragen keinen FrostFür die Überwinterung wird ein Standplatz ausgewählt, der hell und kühl sein sollte. Temperaturen von ungefähr 10°C könnten zum Beispiel in einem Flur oder in einem Treppenhaus vorhanden sein, wenn auch die Helligkeit stimmt. Durchzug und stets kalte Luftströme, wie sie
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durch das Öffnen der Haustüre entstehen, sind jedoch nicht günstig. Der Olivenbaum muss keinesfalls eingepackt werden, aber ein paar Vorsichtsmaßnahmen sind durchaus sinnvoll.

Vorbereitung für den Umzug ins Winterquartier

Bevor die Temperaturen kühler werden und der Einzug des Olivenbaums ins Winterquartier geplant ist, sollte man die Pflanze auf diesen Umzug vorbereiten. Dazu wird zunächst die Wasserzufuhr langsam reduziert. Dadurch kann sich der Stoffwechsel des Baumes an die nächste Zeit gewöhnen und der neue Standort wird besser verkraftet. Im Winterquartier wird dann weiterhin sehr sparsam gegossen, um der Wurzelfäule vorzubeugen. Bei dieser Gelegenheit kann dann auch gleich überprüft werden, ob der Wurzelballen für den Topf nicht zu umfangreich ist. Die Wurzeln sollten von einer ausreichend dicken Schicht Erde umhüllt sein. Ist das nicht mehr der Fall, muss der Olivenbaum umgetopft werden. Tipp: Es gibt eine winterharte Sorte des Olivenbaums „Olea europea Lessini“.

Dieser ist wohl am besten dazu geeignet, in nordeuropäischen Breiten kultiviert zu werden. Auch wenn man ihn nicht bei Frost und Schnee draußen stehen lassen möchte, ist diese Gattung robuster als andere Sorten. Das hat auch schon so manchen Pflanzenhalter dazu bewogen, seinen Olivenbaum ungeachtet der Sorte draußen stehen zu lassen. Er wurde dann einfach mit Vlies und Noppenfolie gut eingepackt und hat es wohl auch überstanden. Hierbei ist es aber wichtig, einen Spalt in der Folie zu lassen, damit die Feuchtigkeit hinauskann und sich kein Kondenswasser bildet. Ein bisschen Frost soll sogar gut sein, damit der Olivenbaum im nächsten Frühling Blüten austreibt. Tipp: Lesen Sie weitere Informationen zur Überwinterung der Olivenbäume.

Rückschnitt bei Olivenbäumchen

Möchte man seinen Olivenbaum zurückschneiden, sollte dies im Frühjahr geschehen. Wenn die Triebbildung beginnt, kann man die Zweige auch kräftig zurückschneiden, das schadet dem Olivenbaum nicht. Olivenbäume sind charakteristisch knorrig und von kurzem Astwuchs. Außer dem Rückschnitt sollte der Olivenbaum aber auch in der Mitte ausgelichtet werden. So mancher Gärtner meint, wenn er einen Hut durch den Baum werfen könnte, ist es richtig. Nun wird man keinen Hut durch ein Olivenbäumchen werfen wollen, aber der Zweck des Auslichtens kann dadurch verdeutlicht werden. Dadurch kommt mehr Licht in die Krone und das sorgt für bessere Lebensbedingungen. Vielleicht wird ja auch ein Olivenbaum seinen Platz im Garten bekommen, dann kann man es später mit einem solchen Rückschnitt zur reichhaltigen Olivenproduktion anregen.

Wissenswertes zu Olivenbäumchen in Kürze

Olivenbäumchen sind, sowohl frei stehend als auch im Kübel, sehr beliebte Pflanzen für Terrasse und Garten. Da sie oftmals bis zu 15 m hoch werden können, sind sie zunehmend auch als Sichtschutz begehrt, doch in den meisten Fällen sind sie sehr viel kleiner und verleihen jedem Garten und jeder Terrasse ein mediterranes Flair.
  • Olivenbäume bringen nach vielen Jahren auch große FrüchteerträgeDen wenigsten Aufwand macht das Bewässern von Olivenbäumchen (auch Olivenbaum genannt). In trockenen Klimazonen beheimatet, kann diese Pflanze mit wenig Wasser auskommen und muss daher nicht so oft gegossen werden.
  • Auch beim Standort kann man nahezu frei wählen, da das Olivenbäumchen sogar pralle Mittagssonne unbeschadet übersteht. Allerdings dürfen Olivenbäumchen im Winter nicht im Garten verbleiben, da sie eine minimale Temperatur von +10°C benötigen und daher im Haus überwintern müssen. Frost vertragen Olivenbäumchen in keiner Weise und werden entsprechenden Schaden davontragen.
  • Ein Olivenbäumchen benötigt nicht viel Dünger, erst bei Pflanzen, die älter als 3 Monate sind, sollte man mit einem leichten Düngen beginnen. Hier reicht handelsüblicher Flüssigdünger, es gibt keinen Spezialdünger zu kaufen. Allerdings muss dann die Düngung regelmäßig, ca. 1 Mal pro Monat, durchgeführt werden.
  • Eine der häufigsten Schädlinge ist die so genannte Olivenfliege. Hier muss bei der Pflege darauf geachtet werden, ob sich die Eier dieser Fliege in den reifen Oliven finden lassen.
Olivenbäumchen fallen meist durch ihre Form auf. Vor allem, der Kugelschnitt ist sehr beliebt. Für die Olivenbäumchen gibt es sogar verschiedene Formen aus Drahtgeflecht, so dass man verschiedene Tierformen oder geometrische Formen schneiden kann. Die Kugelform ist aber wahrscheinlich die geläufigste. Hierzu benötigt man einen kugelförmigen Grundschnitt, die nachwachsenden Triebe müssen dann immer entsprechend gekürzt werden. Da das Olivenbäumchen einen sehr schnellen, starken Wuchs hat, muss man hier entsprechend Arbeit investieren und die Pflanze recht häufig beschneiden. Da die jungen Triebe sehr weich und dünn sind, braucht man jedoch wenig Kraftaufwand, keine Spezialschere und die Arbeit geht recht leicht von der Hand.

Übrigens: Das Schneiden hat noch einen weiteren Effekt. Dort, wo man das Olivenbäumchen beschnitten hat, entsteht im weiteren Verlauf eine Gabelung mit zwei Trieben. Auf diese Weise ist es möglich, Ungleichheiten im Wuchs auszugleichen und die Form des Olivenbäumchens zu verändern.