Orangenbaum - Pflege, Schneiden und Überwintern

Immer mehr Menschen möchten ein wenig südländisches Flair in ihren Garten holen. Da eignet sich der Orangenbaum besonders dazu, allerdings sind die Früchte nur Zierde und können leider nicht gegessen werden. Dies deshalb, weil die Früchte in unseren Breitengraden nicht voll ausreifen können.
Orangenbaumblüten sind fast schneeweiß und sehr feingliedrig
Natürlich muss hierzulande bei der Haltung einiges beachtet werden, damit das Orangenbäumchen überhaupt reichlich Blüten und Früchte tragen kann. Wir haben für Sie die wichtigsten Pflegehinweise zusammengetragen:

Platzbedarf von Orangenbäumen

im
Kübel

Da ein Orangenbaum mehrere Jahre hält, sollte immer dafür gesorgt werden, dass der Blumentopf auch dementsprechend groß ist. Die Blumenerde sollte tiefgründig und durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass immer kalkarmes Wasser genommen wird. Zwar braucht der Orangenbaum keine nassen Füße aber er sollte auch nicht trocken werden. Daher kann gerade im Sommer abends immer gegossen werden. Vor allem der Standort im Garten sollte gut gewählt sein und vor allem windgeschützt. Dies ist in der Regel kein Problem, da der Baum auch im Sommer in seinem Kübel bleibt und eventuell umgestellt werden kann. Gerade da die Früchte die Sonne lieben und so vielleicht doch ausreifen können.

Orangenbäume umtopfen
  • Je größer das Bäumchen wächst, umso wahrscheinlicher wird es, dass es eines Tages nicht mehr viele Blüten bildet. Dann ist es an der Zeit, dass er umgetopft werden muss. Die beste Jahreszeit, um den Baum in einen anderen Topf zu setzen, ist das Frühjahr.
  • Orangenbäumchen können aber auch gelbe Blätter bekommen, wenn im Topf das Wasser nicht abfließen kann. Hier sollte dann schnell Abhilfe geschafft werden, da ansonsten der Baum eingeht.
  • Einzelne gelbe Blätter dagegen sind kein Anzeichen, dass es hier bei der Pflege etwas falsch gemacht wurde. Dies ist normal, denn der Orangenbaum stößt in diesem Fall nur alte Blätter ab.
  • Bei einigen älteren Bäumen kann es helfen, wenn hier ein wenig verjüngt wird. Das bedeutet, einzelne auch schon kahle Äste, dann einfach entfernen.
Meistens werden Orangenbäume hierzulande im Kübel gezogenRegelmäßiges Düngen

Zwar benötigt der Orangenbaum nicht viel an Pflege und Wasser, aber Düngen muss regelmäßig sein. Dazu kann ein einfacher Dünger im Handel gekauft werden. Diesen dann nach Anweisung ungefähr alle vier Wochen dem Orangenbäumchen zuführen. Mehr Pflege braucht Citrus sinensis nicht und so hält dieser dann auch viele Jahre lang. Leider lassen sich aus den Kernen keine neuen Orangenbäume ziehen, denn solch ein Baum trägt keine Früchte. Daher kann auf diesen Versuch verzichtet werden, denn dieser trägt dann nur spitze Dornen und Blätter. Auch der Wuchs
verwildert und somit ist der schöne Reiz mit den Blüten und Früchten nicht mehr gegeben.

Rückschnitt der Orangenbäume im Frühjahr

Auch wenn der Orangenbaum in unseren Breitengraden gehalten wird, muss dieser auch zurückgeschnitten werden. Dies sollte nach Möglichkeit immer im Frühjahr gemacht werden. Hierzu werden Triebe, die zu lang sind, einfach um 1/3 zurückgeschnitten. Falls der Orangenbaum über Sommer viel ausgetrieben haben, dann kann dies ausnahmsweise auch vorgenommen werden, wenn der Baum in sein Winterquartier gestellt werden soll. Mehr braucht das Orangenbäumchen auch nicht beim Schneiden,

um wieder in voller Blüte im Frühjahr zu erstrahlen. Genau dies macht auch den besonderen Reiz aus, da dieser blüht und gleichzeitig auch Früchte tragen kann.

Orangenbäume überwintern

Da es sich hier um einen Baum handelt, der eher in südlichen Gegenden vorkommt, verträgt dieser die Kälte nur bis 0 °C. Am besten steht der Orangenbaum in einem Wintergarten oder auch in der Garage oder Treppenhaus. Allerdings darf es dort nicht wärmer als 5-10 °C werden und es sollte Licht einfallen können. Hat jemand solch einen hellen Ort nicht zur Verfügung, verliert der Citrus sinensis zwar die Blätter, aber im Frühjahr treibt dieser dann wieder neu aus. Somit ist der Baum auch in dieser Hinsicht einfach über den Winter zu bekommen. So sollte der Baum auch erst wieder im Mai, nach den Eisheiligen ins Freie gestellt werden, da es früher im Jahr immer wieder zu Frosteinbrüchen kommen kann.

Einfach in der Pflege - mit großem Erfolg

Wer sich an diese einfache Pflege hält, und den Orangenbaum im Herbst ein wenig ausdünnt, also zurückschneidet, wird viel Freude damit haben. Daher kann auch ein unerfahrener Blumenhalter mit diesem Orangenbaum einen großen Erfolg haben. Vor allem der Duft der Blüten lockt dann nicht nur die Bienen, sondern auch die Menschen magisch an. Allerdings ist er bei der Standortwahl ein wenig wählerisch, dies aber nur, weil er aus einer anderen Klimazone kommt. Daher benötigt dieser auch nur wenig Wasser, aber trocken werden darf die Erde das ganze Jahr über nicht. Deshalb sollte auch im Winter hin und wieder nach dem Orangenbaum geschaut werden und eventuell dann auch gießen. So einfach kann es sein sich an diesem Baum zu erfreuen, ohne dafür viel Wissen und Zeit aufbringen zu müssen.

Verwertbare Früchte wird der Orangenbaum in unseren Breiten nicht abWissenswertes zu Orangenbäumen in Kürze

Mit diesen wenigen Pflegetipps kann jeder einen Orangenbaum halten. Allerdings sollte vorher schon geschaut werden, ob es auch Platz zum Überwintern gibt. Denn dies ist oftmals ein größeres Problem, wie einen windgeschützten und sonnigen Standort für den Sommer zu finden. So sollte der Citrus sinensis im Frühjahr erst langsam wieder an die Sonne gewöhnen. Daher die erste Zeit am besten mehr in den Schatten stellen, damit die Blätter etwas abgehärtet werden. Erst nach einer Gewöhnungszeit kann dieser dann an einen wirklich richtig heißen Ort gestellt werden. Wenn der Sommer dann so richtig heiß wird, reifen vielleicht auch die Früchte. Ansonsten schmecken diese bitter und sollten dann nicht gegessen werden. Denn ein Orangenbäumchen ist keine Zierpflanze im eigentlichen Sinn, auch wenn er wirklich sehr gut aussieht.
 

Pflegeanleitung

  • Im Sommer benötigt der Orangenbaum einen warmen, sonnigen und windgeschützten Standort.
  • Er blüht das ganze Jahr über und bildet im Sommer längliche Früchte, die kleinen Orangen aus.
  • Gegossen wird der Olivenbaum, wie auch der Zitronenbaum, nur mit kalkarmem Wasser.
  • Wasser direkt aus der Wasserleitung ist zu kalkreich, was zur Folge hätte, dass die Blätter gelb werden und abfallen.
  • Der Orangenbaum darf nicht trocken gehalten werden; etwas Feuchtigkeit im Boden ist wichtig.
  • Beim abendlichen Gießen also den Orangenbaum ruhig mit gießen, im Gegensatz zum Olivenbaum, der wenig Feuchtigkeit benötigt.
  • Der Orangenbaum muss nicht verschnitten werden.