Sagopalme, Palmfarn - Pflege-Anleitung

PalmfarnDie Cycas revoluta, fälschlicherweise auch Sagopalme genannt, ist der Dinosaurier unter den Pflanzen. Als eine der ältesten Pflanzen der Welt sind die Cycadeen jedoch keine Palmen, denn diese Evolutionsstufe haben sie nicht erreicht.

Wer sich das pflegeleichte und langsam wachsende aber bildschöne und dekorative Fossil mit seinen dunklen, langen und eleganten Wedeln nach Hause holt, kann es für viele Jahre im Pflanztopf im Haus und selbst ausgepflanzt im Garten bewundern.

Pflege der Cycadeen

Die Cycas revoluta, tatsächlich eine Weiterentwicklung der

Farne und daher auch ihr Name Palmfarn, ist in Südostasien beheimatet. Aufgrund ihrer Robustheit und Pflegeleichtigkeit kann sie aber auch in heimischen Breitengraden eine beträchtliche Größe annehmen. Die festen und trichterförmig nach oben wachsenden Wedel des Palmfarns sind mit spitz zulaufenden dunkelgrün glänzenden Nadeln besetzt. Fein und gleichmäßig gefiedert lieben es die Cycadeen, ihre meist bis zu 100 cm eleganten Wedel - die unter optimalen Bedingungen, bis zu 2 Meter Länge erreichen können - in der leichten Sommerbrise zu wiegen.

Eintopfen und Auspflanzen der Sagopalme
Die Wurzeln der Cycadeen wachsen nach unten. Ein tiefer Topf, der wenige Zentimeter breiter ist als der Stamm, reicht vollkommen aus, damit sich die Sagopalme wohlfühlt. Die Wurzel der Cycadee bohrt sich wie ein Dolch in den Boden und sorgt für einen sicheren Halt des schweren und massiven Stammes. Durch die tief in den Boden wachsende Wurzel kann die Palme in ihrer Heimat Südostasien auch auf kleinstem Raum viele Nährstoffe finden. Selbst bei alles vernichtenden Bränden in den tropischen Wäldern zählen die Cycadeen zu den Überlebenden, aus deren starken und tief sitzenden Wurzeln sich selbst Jahre später wieder neue Triebe bilden. Die anspruchslose Cycadee fordert jedoch einige spezielle Pflegemaßnahmen. Wenn auch nur selten, so sollte die Sagopalme nur mit besonders weichem Wasser gegossen werden. Regenwasser oder gut abgestandenes Wasser ist ideal.

Standortbedingungen für die Cycadee
Der ideale Standort der Cycadee ist hell bei mittlerer UV-Einstrahlung. Ist sie dabei vor zu viel Regen- oder Schneewasser geschützt, steht einer Jahrzehnte langen Freude an der dekorativen Pflanze nichts im Wege. Sie sollte jedoch nur langsam an intensive UV-Strahlung gewöhnt werden, die ihre Blätter verbrennen kann. Im Haus oder im Freien braucht die Sagopalme einen hellen Platz - auch im Winter.

Abschneiden von Wedeln
Braune oder gelbe Wedel können abgeschnitten werden, doch wachsen sie nicht an gleicher Stelle nach. Der Austrieb der Sagopalme erfolgt aus ihrer oberen Mitte, aus der sich lang und spitz gleich eine ganze Runde neuer Blätter entfaltet.

Stickstoffhaltiger Dünger
Ein stickstoffhaltiger Dünger tut der Sagopalme gut. Zierpflanzendünger ist nicht zu empfehlen und im Zweifelsfall ist ein Kakteendünger vorzuziehen. Besonders geeignet ist - sofern kein spezieller Cycadeen-Dünger zur Verfügung steht - auch Rasendünger mit einem hohen Stickstoffanteil ("N"). Das Substrat der Sagopalme sollte stets einen pH-Wert von unter 7 aufweisen. Spezielle Testkits für den pH-Wert des Bodens sind im Fachhandel erhältlich.

Überwintern der Cycadeen

Palmfarn
Die Cycadeen verfügen über eine gute Frostverträglichkeit, mit der sie auch den milden Winter im Freien verbringen können. Mit zunehmender Kälte und nachlassender Lichteinstrahlung stellt die Cycadee bereits ab Oktober ihr Hauptwachstum ein. Auch wenn die Cycadee den Winter im nur

wenig geheizten aber Lichtreichen Innenraum verbringt, wird sie
während der Ruheperiode von Oktober bis März grundsätzlich weder gegossen noch gedüngt. Sollte der Topf vollständig austrocknen, so können einige Schnapsgläser Wasser hinzugegeben werden. Gedüngt wird im Winter jedoch auf keinen Fall. Nur bei großer Wärme durch trockene Heizungsluft können die Wedel unter Umständen mit Wasser besprüht werden.
Für den Aufenthalt in der Winterlandschaft muss die Cycadee vorbereitet werden. Das Abdecken mit Rindenmulch oder einer Winterfolie schützt den Topf vor Frostschäden. Der Pflanztopf wird auf eine frostfreie Unterlage gestellt (Styropor oder Holzklötze), damit sich weder Staunässe noch extreme Kältezonen bilden. Wichtig ist, die Cycadee vor den großen Wassermengen in der Herbst- und Winterzeit zu schützen. Ein überdachter Standort ist vorteilhaft, wobei die Wedel auch vor eisiger Zugluft geschützt werden sollten. Steht die Cycadee im Freien und ist vollkommen durchnässt, empfiehlt es sich, sie in vor weiterer Nässe zu schützen (Standort verändern). 

Das Verpacken der Cycadee in Luftpolsterfolie oder spezielle Pflanzenfolie sollte unbedingt vor dem Durchnässen erfolgen, um Schäden und Fäulnis zu vermeiden. Dazu werden die Wedel mit der Folie hochgebunden, die vor eindringender Feuchtigkeit gut geschützt wird. Auch der Stamm kann so kältesicher verpackt werden. Beim Mulchen der Sagopalme muss mit dem Einsetzen der Wachstumsperiode sofort gedüngt werden, damit im Substrat das durch den Mulch entzogene Nitrat ersetzt wird.
  • heller und windgeschützter Standort
  • bis zu minus 7 Grad im Freien
  • im Wohnraum ideal bei 5 bis 10 Grad Celsius.
Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler

Übergießen und überdüngen zählen zu den häufigsten Krankheiten der Sagopalmen. Auch von Woll- und Schildläusen kann die Cycadee befallen werden.

Schlechte Lichtverhältnisse (zu dunkel, zu schnell der starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt), ein zu niedriger Topf und meist ist es aber ein Übergießen und überdüngen, was der Sagopalme das Leben schwer macht. Doch selbst wenn die Pflanze hoffnungslos erscheint, wenn alle Wedel abgefallen oder gelb sind, besteht kein Grund die robuste, uralte Farnart aufzugeben. Zunächst wird in ungedüngte Erde umgetopft und das gießen und düngen eingestellt. Die Sagopalme erholt sich fast garantiert, wenn auf ausreichende Lichtverhältnisse, minimales Gießen und sparsames Düngen mit einem nitratreichen und phosphorarmen Dünger geachtet wird - was jedoch leicht mehrere Monate dauern kann.
  • sparrige Wedel, mit verkrümmten Blättern bei schlechten Lichtverhältnissen
  • übergießen mit Stammfäule
  • gelbe Wedel bei zu viel Nässe oder falscher Düngung
  • braune Nadeln bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder zu großer Trockenheit (letzteres selten)
Wissenswertes zur Sagopalme (Cycadee) in Kürze

Die Cycadee ist ein hoch dekorativer und pflegeleichter Palmfarn. Lange Gießpausen nimmt der massive und voluminöse nährstoffspeichernde Stamm der Sagopalme nicht übel und gedüngt werden muss nur selten. Die langsam wachsende Sagopalme steht im tiefen Kübel und kann sowohl im Wohnraum als auch im Freien gedeihen.

Der aus Südostasien stammende Palmfarn ist eine eindrucksvolle Pflanze. Um ihren dicken, walzenförmigen Stamm wachsen 50-200cm lange Wedeln, die fein gegliedert sind und eine kräftige, dunkelgrüne Farbe haben. Die Pflanze wächst sehr langsam, dies ist wohl auch der Grund, warum sie relativ teuer verkauft werden.
  • Der ideale Standort ist sehr hell, jedoch ohne direkte Sonne. Im Sommer kann die Cycas revoluta auch auf der Terrasse stehen, nach Möglichkeit etwas absonnig und vom Wind geschützt.
  • Die Pflanze ist keineswegs winterhart, deswegen muss sie noch vor den kalten Herbstnächten wieder ins Haus geholt werden. Im Winter sollte die Pflanze kühl, bei mindestens 12 Grad Celsius stehen, im Sommer sind Temperaturen um die 20-22 Grad Celsius ideal.
  • Natürlich kann die Sagopalme, sofern sie ganzjährig im Zimmer steht, bei Raumtemperatur überwintern.
  • Der Wasserbedarf liegt im mittleren Bereich. Der Wurzelballen sollte niemals ganz austrocknen, eine Staunässe ist jedoch ebenso zu vermeiden. Mäßig, aber regelmäßig gießen.
  • Mit täglichem Besprühen wird eine optimale Luftfeuchtigkeit um 60-70% erreicht. Dies ist insbesondere zu Zeiten notwendig, in denen der Neuaustrieb beginnt.
  • Mit Dünger sollte man vorsichtig umgehen, die Pflanze reagiert empfindlich auf falsche Düngemittel, oder auch auf eine Überdüngung.
  • Ideal ist Kuhmist, mit dem man die Pflanze im Frühjahr und Sommer zwischendurch düngt. Handelsüblicher Blumendünger sollte nur 0,05%-ig verwendet werden und auch nur, wenn es gar nicht anderes geht.
  • Umgetopft wird die Sagopalme vor dem Neuaustrieb im Frühjahr. Verwendet wird sandig-lehmige, aber durchlässige und humose Erde.
  • Die Vermehrung erfolgt durch Samen, wobei hier kaum Erfolgsgarantie gegeben werden kann. Für die Keimung ist eine sehr hohe Bodenwärme erforderlich, um die 25-30 Grad Celsius.
  • Schädlinge sind nicht zu erwarten. Nur bei zu trockener Luft kann ein Befall durch Spinnmilben beobachtet werden.