Schirmbambus - Pflege und Rückschnitt

SchirmbambusDer Schirmbambus umfasst etwa 90 verschiedene Arten und zählt zur wohl größten Bambusgattung überhaupt. In früheren Jahren war der Schirmbambus noch überwiegend in Ostasien beheimatet, bis er in den deutschen Gärten Einzug fand.

Charakteristisch für diese Bambus-Art ist der immergrüne und meist aufrechte Wuchs, wobei der obere Bereich leicht herunter hängen kann. Sehr beliebt unter den Hobbygärtnern ist deshalb die Bepflanzung als Sichtschutz bzw. Hecke, da sich der Pflanzenwuchs sehr blickdicht gestaltet. Betrachtet man den Schirmbambus im Heimatland Ostasien, so können

die Pflanzen dort bis zu 6 Meter groß werden, was hierzulande hingegen kein Gärtner haben möchte. Deshalb hat sich der Handel auf Sorten spezialisiert, die eine gartentaugliche Höhe von 1,5 bis 3 Metern vorweisen können. Mit dem passenden Rückschnitt wird der Bambus schnell auf einer individuellen Höhe gehalten, damit er nicht zu stark ausufern kann.

Merkmale des Schirmbambus' im Detail
    • Wuchs: aufrecht und breitbuschig
    • Größe: 1,5 bis 3 m
    • Blätter: dunkelgrün und länglich, immergrün
    • Standort: sonnig - halbschattig, windgeschützt
    • Boden: humos und durchlässig

  • winterhart bis -24°C
  • liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit
  • Pflanzzeit: Februar bis November
  • schnell wachsend
  • Verwendung: Hecke, Kübelpflanze, Sichtschutz, Einzelstand
Vorteile beim Schirmbambus

Der Schirmbambus kann in unseren Gärten sehr vielfältig eingesetzt werden. Entweder als dicht bepflanzte Hecke zum Sichtschutz oder aber in größeren Kübeln, die sich sehr schön auf einer Terrasse platzieren lassen. Der Ideenvielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt, da das wunderschöne Grün der Blätter überall zur Augenweide wird. Zudem ist der winterharte Aspekt speziell bei der Heckenbildung von Vorteil, da man sich in frostigen Wintertagen keine Sorgen um seinen Bambus machen muss. Sofern die Minusgrade nicht unter -24°C rutschen ist alles in Ordnung, ansonsten müssen spezielle Vorkehrungen getroffen werden, um die Schönheit der Pflanze zu erhalten. Ansonsten punktet der Bambus zudem durch seinen raschen Wuchs und der eher geringen Bildung von Ausläufern (Verzweigungen), so dass diese als Hecke oder in Kübeln sehr gut zur Geltung kommen.

Damit man jedoch über Jahre hinweg am Schirmbambus seine Freude haben kann, sollte man unbedingt darauf achten, dass dieser nicht der permanenten Sonne ausgesetzt ist, sondern einen halbschattigen Platz im Garten zugeteilt bekommt. Darüber hinaus darf auch der Wasserhaushalt der Pflanze nicht zu kurz kommen, was speziell in den Wintermonaten bedeutet, dass der Schirmbambus regelmäßig gegossen werden muss. Hält man sich nicht daran, so kann der einst so herrliche Bambus schnell an Farbe verlieren, was letztendlich dazu führt, dass der Schirmbambus eingeht.

Standort für den Schirmbambus

Jede Art des Schirmbambus liebt ein halbschattiges bis sonniges Plätzchen, an dem er wunderschön gedeihen kann. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und durchlässig sein, damit die Wurzeln auch ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen können. Deshalb bevorzugt der Bambus kleine Vor-, Kies- oder Japangärten wobei auch Waldgärten oder Präriepflanzungen genutzt werden. Der schönste Standort für jegliche Bambussorten ist aber die direkte Nähe zum Gartenteich oder zu Bachläufen, da der Luftfeuchte Standort ein optimaler Nährboden für den Bambus darstellt.

Schirmbambus richtig anpflanzen

Wenn man sich für einen Schirmbambus im Garten
entschieden hat, braucht man diesen nur noch richtig einpflanzen und über die Jahre hinweg zu pflegen. Beim Ausheben der Pflanzgrube ist zu beachten, dass diese doppelt so groß wie der eigentliche

Wurzelballen sein sollte. Das Innere der Grube wird anschließend etwas aufgelockert, damit überschüssiges Wasser schnell abfließen kann. Nun setzt man den Bambus so tief in das Loch hinein, wie er im Kulturtopf vorgezüchtet wurde und füllt die Pflanzgrube wieder mit Gartenerde auf.

Anschließend wird ein Gießwall um den Schirmbambus errichtet, dem ein starkes Wässern der Pflanze folgt. Dadurch erhält der Bambus die Feuchtigkeit, die er zum Wachstum dringend benötigt und auch vermeintliche Hohlräume werden im Erdwerk wieder verschlossen. Mit einem witterungsorientierten Gießen vollendet man nun sein Werk und lässt den Bambus wunderschön gedeihen.

Düngen

Der Schirmbambus ist bekannt dafür, dass dieser sehr viele Nährstoffe benötigt, um perfekt wachsen zu können. Deshalb ist es ratsam diesen im Frühjahr (März) und Sommer (Juni / Juli) mit abgelagertem Rinderdung und Hornspäne zu versorgen. Verfügt man über keine Möglichkeit an Rinderdung zu gelangen, so kann man als Alternative auch zu einem stickstoffbetonten Volldünger greifen. Als natürlichen Mulch kann man zusätzlich noch die abgestorbenen Blätter am Fuß der Pflanze liegen lassen, so dass die Feuchtigkeit länger im Boden bleiben und der Schirmbambus mit Nährstoffe versorgt werden kann.

Rückschnitt

Grundsätzlich braucht man einen Schirmbambus zur Verjüngung nicht zurück schneiden. Lediglich die vom Besitzer gewünschte Höhe ist entscheidend dafür, ob ein Rückschnitt zur Verkürzung notwendig ist oder nicht. Hat man hingegen viele Einzelpflanzen im Garten zu stehen, so kann man die vorderen Halme im unteren Bereich Aufasten, was eine optische Tiefe verschafft.

Je nachdem, wie hart der Winter war, können auch einzelne Frostschäden sichtbar werden. Braune Blätter oder vertrocknete Triebe werden im Frühjahr beseitigt, indem man bodennah die betroffenen Triebe abschneidet. Ob der Bambus an der besagten Stelle jedoch wieder austreibt bleibt ein reines Glücksspiel, das man nicht beeinflussen kann. Als vorbeugende Maßnahme können lediglich Schilfmatten um den Bambus herum gebunden werden, die einen zusätzlichen Schutz versprechen sollen.

Wissenswertes zum Schirmbambus in Kürze

Der Schirmbambus ist eine immergrüne Pflanze mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Dennoch darf man nicht unterschätzen, dass der Bambus bei zu wenig Feuchtigkeit vertrocknen kann und selbst im Winter regelmäßig gegossen werden muss. Bei einer direkten Einpflanzung im Garten kann er problemlos überwintern, nur das Aussetzen in Kübeln sollte zuvor gründlichst überdacht werden. Denn als Kübelpflanze gehalten darf der Schirmbambus nur bei einer Raumtemperatur von +1 bis +10°C überwintern, ohne dass er Schäden davon tragen wird.
    • Das Besondere am Schirmbambus ist, dass er sich nicht so unkontrolliert ausbreitet, wie viele seiner Artgenossen. Es handelt sich um eine horstbildende Art. Er benötigt also keine Wurzel- bzw. Rhizomsperre. Außerdem ist er immergrün, was ein weiterer Vorteil ist.
    • Ansonsten ist der aufrecht wachsende Bambus recht pflegeleicht. Er ist gut frosthart, auch in kalten Regionen. Der Schirmbambus wächst sehr buschig und macht sich gut in Einzelstellung, auch gern in einem Kübel.

    • Wenn man Platz genug hat, kann man ihn auch als Heckenpflanze und Sichtschutz einsetzen. Die Pflanzen werden zwei bis drei Meter hoch und sind sehr dicht.
    • Der Standort kann sonnig, aber auch halbschattig gewählt werden. Zum Teil verträgt er auch tiefen Schatten, solange es dort hell genug ist.

    • Volle Mittagssonne mag er dagegen nicht so sehr. Große Hitze und Trockenheit sind auch nicht sein Ding. Besser ist ein halbschattiger Standort.
    • Da der Schirmbambus empfindlich gegen eisige Winde ist, sollte man ihn nicht dorthin pflanzen, wo er denen ausgesetzt ist.

  • An den Boden stellt er wenige Ansprüche. Alle guten Gartenböden sind geeignet, wenn sie frisch bis feucht sind. Bambus benötigt ausreichend Wasser, sonst vertrocknet er.
  • Als Dünger verwendet man Langzeitdünger, dann reicht es, ihn einmal im Jahr zu düngen.
In den letzten Jahren hat die Bambussorte gleich zweimal hintereinander geblüht und zwar weltweit. Das ist bei Bambus ein Phänomen, welches eigentlich nur alle 80 bis 100 Jahre auftritt.  Nach der Blüte gehen die Pflanzen ein. Es gibt inzwischen wieder genügend Pflanzen, aber viele sind züchterisch verändert. Laborpflanzen haben nicht immer die gleichen Eigenschaften wie natürlich vermehrte. Beim Kauf sollte man sich deshalb beraten lassen.