Winterharte Bananen
Bananen sind eine der exotischsten Pflanzen und wer voll und ganz auf ein exotisches Ambiente setzt, kann sich diese als Topfpflanzen in den Garten holen. Allerdings verbreitet sie nicht nur als Kübelpflanze ein sehr südländisches Gefühl, sondern ist ...auch ausgepflanzt mehr als ein Augenschmaus.
Es funktioniert wirklich, man kann in unseren Breiten im Garten Bananen ziehen und auch im Wohnzimmer sind Bananenpflanzen nichts Ungewöhnliches mehr. Robuste Sorten können sogar Minusgrade vertragen, weshalb man Bananen auch ruhig draußen lassen kann. Dies ist darin begründet, das Bananenpflanzen Stauden sind, die sich im Winter oberirdisch komplett zurückziehen. Sie bilden erst im nächsten Frühjahr wieder neue Blätter.
Allerdings können nicht alle Sorten, die der Handel bietet, dauerhaft in den Garten ausgepflanzt werden. Alle Banane der Art Ensete oder die Obst-Banane müssen im Haus oder im Wintergarten überwintern.
Die japanische Faserbanane Musa Basjoo hingegen kann auch draußen überwintern. Sie muss in ihrer Heimat auch mit frostigen Temperaturen auskommen und so machen ihr auch Minustemperaturen von mehr als 15 Grad minus nichts aus.
Im Sommer blüht diese Bananenart sehr schon und bildet sogar Früchte - aber: sie sind sehr klein und ...
ungenießbar. Nicht gerade die Vorstellung, die man von seinen Bananen im Garten hat.
Eine weitere sehr schöne Art für draußen ist die Yunnan-Zwergbanane, die etwa zwei Meter hoch wird und sehr außergewöhnliche Blätter hat. Ursprünglich kommt diese Pflanze aus den Bergwäldern in Tibet und hat ebenfalls nichts gegen tiefe Temperaturen.
Eines muss man jedoch bei allen Bananenarten bedenken: sie fühlen sich an der frischen Luft wohl, brauchen aber einen sonnigen und windgeschützten Standort.
Zudem ist ein regelmäßiges Gießen erforderlich und viel Dünger. Im Winter sollten sie vor allzu großer Kälte geschützt werden. In der Regel sterben nach dem ersten Frost die Blätter ab. Dann sollte man diese gute 50 Zentimeter über dem Boden abschneiden und den Pflanzenstummel mit Holzasche bestreuen. So können die Schnittstellen schneller trocknen.
Empfehlenswert ist es, für den Winter auch mit Draht eine Art Korb um die Pflanze zu bauen, der dann mit Laub oder mit Stroh gefüllt wird. Damit sich keine Nässe stauen kann, sollte man alles gut mit einer Folie abdecken. Befreit wird die Staude von ihrem Wintermantel erst wieder Ende Mai.
Innerhalb von kurzer Zeit fängt sie dann kräftig an zu wachsen. So kann beispielsweise die Blu-winterharte Banane innerhalb von einer Vegetationssaison bis zu vier Meter hoch werden. Nach drei bis fünf Jahren fängt diese Art sogar an rund fünf Zentimeter lange, gelbe Bananenfrüchte zu bilden.
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