Zitrusbaum - Pflege, Schnitt, Überwintern, Problembehandlung

Der Zitrusbaum ist definitiv keine Einsteigerpflanze. Ist sie im Sommer noch relativ leicht zu halten, wird es spätestens bei der entsprechenden Überwinterung schwierig. Am besten kultiviert man Zitrusgewächse in einem Pflanzkübel.

Der Zitrusbaum liebt einen vollsonnigen Standort. Er ist sowohl als Zimmerpflanze geeignet, kann aber auch auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten stehen. Dabei ist ein wind- und regengeschützter Platz wichtig. Der Zitrusbaum ist nicht frostresistent und muss daher drinnen überwintert werden.

Als Pflanzsubstrat eignet sich normale Blumen- oder Pflanzenerde.

Die im Handel ebenfalls erhältliche Zitruspflanzenerde kann ebenfalls verwendet werden. Um Staunässe zu vermeiden, sollte beim Eintopfen gleich eine gute Drainageschicht eingebaut werden. Kies oder Tonscherben sind dazu gut geeignet. Die meisten Zitrusarten mögen keine Tontöpfe, da die entstehende Verdunstungskälte den Wurzeln schadet.
Beim Gießen sollte kalkfreies Wasser verwendet werden. Regenwasser eignet sich sehr gut. Die Erde muss immer leicht feucht sein. Man wartet mit dem Gießen, bis die obere Erdschicht gut abgetrocknet ist. Im Winter wird weniger gegossen. Der Wurzelballen darf aber nie ganz austrocknen. Gedüngt wird im Frühjahr alle zwei Wochen, von Juni bis September wöchentlich mit Volldünger. Ein hoher Magnesiumanteil ist vorteilhaft. Im Herbst düngt man weniger und über den Winter stellt man die Düngergabe ganz ein.

Überwintert wird der Zitrusbaum so hell wie
möglich, aber nicht zu warm. Temperaturen zwischen 12 und 15 ºC sind ideal. Kurzfristig dürfen die Temperaturen auch höher sein. Ein Wintergarten ist nur dann zur Überwinterung geeignet, wenn er nicht an die Wohnräume angegliedert ist und die entsprechenden Temperaturen herrschen. Wer keinen geeigneten Platz zum Überwintern hat, kann mit der Gärtnerei seines Vertrauens verhandeln, ob diese die Pflanze über den Winter übernimmt. Bei großen Exemplaren wird dabei natürlich der Transport schwierig. Oftmals verliert der Zirtusbaum dabei zahlreiche Blätter.

Vor dem Einzug ins Winterquartier kann man die Zitruspflanze beschneiden. Man tut dass am besten schon bei jungen Pflanzen, denn sie neigen zum Verkahlen im unteren Stammbereich. Schneiden fördert einen buschigen Wuchs. Ein starker Schnitt bewirkt kräftiges Wachstum, Einkürzen fördert die Blütenbildung. Schwache Zweige müssen generell entfernt werden. Nach dem Schnitt untersucht man die Pflanze noch gründlich nach Schädlingen, damit man sich die Plagegeister nicht schon ins Winterquartier einschleppt. Sie können über den Winter viel Schaden anrichten.

Die Vermehrung der Zitruspflanzen erfolgt am besten über eine Aufzucht aus Samen (Kernen). Es ist aber auch möglich, sie über Ableger und Kopfstecklinge zu vermehren.

Zitruspflanzen werden gern von Schädlingen heimgesucht. Deshalb werden auch viele dieser Pflanzen nicht alt. Besonders während der Überwinterung treten die Schädlinge auf. Werden sie zu spät entdeckt, ist die Pflanze meist nicht mehr zu retten. Deshalb muss eine Zitruspflanze regelmäßig auf Schädlinge untersucht werden.

Auftreten können:
Spinnmilben, Schild- und Wollläuse - sie können mit herkömmlichen Mitteln bekämpft werden.
Weiße Fliege, Thripse - nach der Bekämpfung die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Auch zum Besprühen nur kalkfreies Wasser verwenden.

Außerdem kann es zu gelben Blättern kommen. Das passiert, wenn zu wenig Nährstoffe zugesetzt werden. Bei Staunässe kommt es zur Wurzelfäule. Wenn man dies rechtzeitig entdeckt, kann man die fauligen Wurzelteile entfernen und die

Pflanze in neue Erde setzen. Natürlich sollte man dann auch sparsamer gießen.

Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann sich Grauschimmel bilden. Fallen Blätter ab, ist die Erde entweder zu nass oder zu trocken. Man muss auf gleichmäßige Feuchte achten. Bei zu niedrigen Temperaturen werden die Blätter braun und fallen ab. Dagegen hilft eine Temperaturerhöhung.