Bodendeckerrosen - Schneiden & Pflege-Anleitung

Blühkräftig und hart im Nehmen: Bodendeckerrosen erfreuen viele GärtnerDie Bodendeckerrose ist ein wahres Blühwunder, von Frühsommer an zeigt sich die Blütenfülle bis zum frühen Herbst. Dabei ist die Bodendeckerrose besonders pflegeleicht und stellt keine großen Ansprüche. Sofern man einige wenige Punkte bei Pflanzung, Schnitt und Pflege beachtet, bezaubert diese Rose über viele Jahre mit Ihren anmutigen Blüten.

Die Bodendeckerrose wird auch als Kleinstrauchrose oder Flächenrose bezeichnet und wird unter diesen Namen  in vielen Farben im Handel angeboten. Sie ist ein wahrer Dauerblüher bis in

den Spätsommer, der erstaunlich anspruchslos ist und keine besondere Pflege braucht.  Durch ihren kräftigen Austrieb und die begrenzte Wuchshöhe schließt diese Rosenart Pflanzlücken im Beet und unterdrückt das Wachstum unerwünschter  Pflanzen und Unkräuter im Beet. Bei Beachtung einiger weniger Punkte schenkt die Bodendeckerrose dem Gärtner jahrelang Freude.

Standort und Boden

Wie die meisten Rosenarten benötigt die Bodendeckerrose einen möglichst sonnigen Standort, an dem es nicht zu heiß werden sollte. Die Pflanzen sind zwar sehr robust, aber stehende, drückende Hitze oder ein zu nasser Standort  bekommen den Pflanzen nicht gut. Der Boden sollte reich an Humus und durchlässig sein, gegebenenfalls ist der Boden an der Pflanzstelle auszutauschen oder durch die Zumischung von Kompost oder Rosenerde zu verbessern.

Auswahl und Pflanzung

Die Flächenrosen gibt es als wurzelnackte Ware oder Topfpflanze (im Pflanzcontainer) zu kaufen. Die beste Zeit für die Pflanzung ist im Herbst, dann treibt  die Pflanze bereits im Frühjahr kräftig aus. Beim Kauf  der Rose immer eine kräftige Pflanze ohne Faulstellen aussuchen und darauf achten, dass die Wurzeln unbeschädigt sind. Ebenso sollte immer die Veredelungsstelle kontrolliert werden, diese muss gut verwachsen und ohne Risse sein. Den Wurzelballen vor dem Einpflanzen für einige Stunden bis über die Veredelungsstelle in Wasser stellen. Das Pflanzloch mit dem Spaten breit und tief genug ausheben, als Maß gilt etwa das 6-fache des Wurzelballens in der Breite und das  Doppelte an Tiefe. Den Aushub mit etwa einem Drittel Kompost gut mischen und als Startdünger eine Handvoll Hornspäne beigeben.

Die Pflanze mittig und senkrecht im Pflanzloch ausrichten und vorsichtig mit Erde anfüllen, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Veredelungsstelle ca. 5 cm mit Erde bedeckt ist und vor Frost geschützt ist. Die Erde vorsichtig um die Pflanze festtreten und dabei einen Gießrand ausbilden. Im Herbst vor dem ersten Frost  werden die Pflanzen etwas angehäufelt, im März wird diese Erde wieder verteilt. Die Pflanze gut angießen und während des Anwachsens (ca. 4 Wochen) immer gut feucht halten.

Neben dem Rückschnitt gehören Wässerung und Bodenpflege bei Bodendeckerrosen zum A und OPflege der Bodendeckerrosen
  • Im Jahr der Pflanzung sollte die Bodendeckerrosen öfter gegossen werden.
  • Später ist darauf zu achten, dass der Boden leicht feucht gehalten wird.
  • Große Trockenheit sollte vermieden werden, man muss aber nicht ständig wässern und gießen.
  • Die Blätter der Pflanze sollen dabei trocken bleiben und nicht nass werden, um möglichen Erkrankungen und Pilzbefall
    vorzubeugen.
  • Der Boden um die Rose sollte gelegentlich aufgeharkt und gelockert werden, damit das Wasser nicht so schnell verdunstet.
  • Eine ca. 5 cm starke Mulchschicht erleichtert die

    Pflege und hilft ebenfalls, der Wasserverdunstung vorzubeugen. Am besten eignet sich Rasenschnitt oder Rohkompost.
  • Rindenmulch ist nur bedingt zu empfehlen, weil durch die Rinde Stickstoff gebunden wird und der durch einen Dünger (z.B. Hornspäne) ausgeglichen werden muss.
Einmal pro Woche sollten welke oder kranke Pflanzenteile ebenso wie verwelkte Blüten ausgeputzt werden. Das hält die Rose gesund und fördert die Ausbildung neuer Blüten. Wildtriebe, die meist unterhalb der Veredelungstelle austreiben, sind unbedingt möglichst nah am Stamm zu entfernen. Im Herbst wird die Pflanze ca. 20 cm mit Erde angehäufelt, um sie vor dem Frost zu schützen.

Düngung

Das Blühwunder Bodendeckerrose braucht viel Stickstoff, um über die ganze Saison neue Knospen auszubilden. Jeweils im März sollte eine Handvoll Hornspäne als Startdünger um die Pflanze in die Erde eingearbeitet werden. Anfang Mai und Anfang Juli ist die Gabe von organischem Dünger oder speziellem Rosendünger sinnvoll. Im Handel werden auch spezielle Rosendünger und Langzeitdünger angeboten, die  entsprechend der Anleitung ausgebracht werden. Tipp: Ich genehmige meinen Rosen im Juni einen kleinen Guss mit selbst angesetzter Brennesseljauche und die Pflanzen danken es mit starker Blütenbildung. Ab Mitte August sollte nicht mehr gedüngt werden, die Rose hat langsam abgeblüht und  soll sich auf den Winter vorbereiten. Da das Wetter in dieser Zeit oft trocken ist, sollte die Pflanze nicht zum weiteren Austrieb angeregt werden.

Schnitt

Beim Schneiden gibt es nicht viele Regeln zu beachten. Es ist immer sinnvoll, altes und vertrocknetes Holz aus dem Stock zu schneiden, ebenso wie erkennbar kranke Pflanzenteile, Wildtriebe oder verwachsene  Zweige. Wenn man die Blüte fördern möchte oder den Wuchs der Pflanze kompakt halten möchte, sollte man die verwelkten Blüten abschneiden und die Rose jährlich zurückschneiden. Ansonsten reicht es, alle 4 - 5 Jahre die Rosen radikal zurückzuschneiden, um einen weiteren dichten und kräftigen Austrieb zu  erreichen. Dabei natürlich immer nur bis auf max. 2 Augen (Austriebspunkte) zurückschneiden. Wer wenig Zeit hat und es sich zutraut, darf diesen Rückschnitt auch getrost mit der Heckenschere ausführen. Die Pflanze treibt im Frühjahr wieder kräftig aus.

Häufig gestellte Fragen
  • Eignen sich die Bodendeckerrosen auch als Einzelpflanzen? - Eher nicht, es sollten mindestens 3 Pflanzen zusammengepflanzt werden, damit eine Wirkung erzielt wird. Für Einzelpflanzungen sollte man auf eine kleine Strauchrosen- oder Stammrosensorte zurückgreifen.
  • Sind die Flächenrosen wirklich so robust und pflegeleicht? - Ja, kaum eine andere Pflanze erreicht mit so wenig Aufwand und Pflege einen solchen Eindruck und eine solche Blütenfülle.
Bodendeckerrosen verkraften einen kräftigen Rückschnitt sehr gutWissenswertes zu Bodendeckerrosen in Kürze

Während man alle Rosenarten über das ganze Jahr hindurch pflegen und schneiden bzw. die verblühten Blüten entfernen kann, ist dieses bei den Bodendeckerrosen schwieriger. Denn Rosen haben Dornen und man kann schlecht in diesem Gewirr der Bodendecker herumklettern und einzelne verblühte Knospen entfernen. Bodendeckerrosen sind aber heute meistens so gezüchtet, dass man sie einmal im Jahr radikal kürzen kann. Sie blühen auch häufig nur einmal. Man sollte sie also im Herbst bis auf ca. 20 cm kürzen. Es ist unglaublich, wie sich die Pflanze davon erholt. Sie bedankt sich für den Schnitt mit erneutem kräftigem Wuchs und vielen Blüten. Einige Sorten kann man nach der ersten Blüte noch einmal schneiden. Man sollte diesen Schnitt aber nicht so kurz halten wie jenen im Herbst. Danach treiben die Bodendeckerrosen erneut zur Blüte aus und man hat auf diese Weise das ganze Jahr über Freunde an den kräftigen blühenden Pflanzen.

Auch bei den Bodendeckerrosen ist es wichtig, die abgeschnittenen Teile der Pflanzen zu entfernen und zu entsorgen. Damit verhindert man Rosenkrankheiten, die durch Keime in den abgeschnittenen Trieben verursacht werden können. Abgesehen von diesem Schnitt benötigen die Pflanzen nur noch eine Düngergabe. Ansonsten sind gerade die Bodendeckerrosen unempfindlich und pflegeleicht. Wer Angst vor Rosen hat, weil sie angeblich so schwierig zu pflegen seien, braucht sich bei diesen robusten Blumen keine Sorgen zu machen.