Wildrosen richtig schneiden - Pflege

Wildrosen richtig schneiden Wildrosen schneidenRosen gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen und erfreuen ihre Besitzer jedes Jahr mit einer wundervollen Blütenpracht. Damit sich ihre Schönheit entfalten kann, benötigen Rosen entsprechende Pflege. Dazu gehört das richtige Verscheiden, das sich nach der jeweiligen Sorte und ihren Ansprüchen richtet.

Wildrosen sind eine naturbelassene Urform der Rose und besonders pflegeleicht. Ob dekorativer Strauch oder frei wachsende Hecke, der richtige Schnitt von Wildrosen ist ganz einfach, wenn die wesentlichen Grundlagen beachtet werden.

Wildrosen – robuste Sträucher mit prächtigen

Blüten


Wildrosen sind große Sträucher, die sehr unterschiedliche Blüten- und Wuchsformen haben. Sie sind einmalblühend und sehr gut an ihren ungefüllten, fünfblättrigen Blüten zu erkennen. Der herrliche Duft und die Farbenvielfalt der Wildrosenarten macht sie zu einer gefragten Gartenpflanze. Etwa 150 Unterarten der Wildrose gibt es weltweit. Alle veredelten Kulturrosen gehen auf Wildrosen zurück. Deshalb hat die Wildrose für die Rosenzucht eine große Bedeutung.

Die robusten Wildrosensträucher sind äußerst witterungsresistent. Einmal gepflanzt benötigen sie kaum Pflege. An ihren Standort und die Lichtverhältnisse stellen die Sträucher nur geringe Ansprüche. An sonnigen Plätzen gedeihen heimische Wildrosen aber besonders gut. Ob sie in magerem oder nährstoffreichem Boden wachsen, ist für Wildrosen relativ unerheblich – sie passen sich einfach ihrer Umgebung an.

Rosen KnospenDie genügsamen Sträucher benötigen außerdem nur wenig Wasser. Deshalb ist es auch für Hobbygärtner mit wenig Erfahrung mit der Pflege von Rosen leicht, Wildrosen in ihrem Garten zu haben.

Beliebte Wildrosen-Arten:
  • Hundsrose (Rosa canina)
  • Kartoffel-Rose (Rosa rugosa)
  • Essig-Rose (Rosa gallica)
  • Feld-Rose (Rosa arvensis)
  • Chinesische Gold-Rose (Rosa hugonis)
  • Rotblatt-Rose (Rosa glauca)
  • Apfel-Rose (Rosa villosa)
Die meisten Wildrosen tragen von Mai bis Juli ihre farbenfrohen Blüten. Von Weiß und Gelb über Zartrosa bis Purpur strahlen die Blüten und verbreiten einen intensiven Duft. Nach der Blüte bilden Wildrosen im Herbst fleischige Hagebutten aus, die essbar sind. Die Früchte können für Tee, Marmelade oder Gelee verwendet werden. Am Strauch sind Hagebutten nicht nur sehr dekorativ, sondern dienen auch vielen Vögeln im Herbst und Winter
als gute Futterquelle.

Richtig pflegen und schneiden

Im Gegensatz zu anderen Rosenarten benötigen Wildrosen keinen jährlichen Rückschnitt. Sie kommen sogar mehrere Jahre ganz ohne Schnitt aus. Deshalb ist ihr Pflegeaufwand sehr gering.

Wildrosen bringen nur am alten, vorjährigen Holz Blüten hervor. Um eine üppige Blütenpracht entwickeln zu können, brauchen sie also ältere Triebe. Das muss bei der Pflege der Pflanze beachtet werden. Unnötiges herumschneiden ist deshalb eher schädlich. Für den richtigen Schnitt wird lediglich altes und totes Holz vom Strauch entfernt. Vertrocknete Äste und erfrorene Spitzen können ohne Bedenken herausgeschnitten werden.

Alle fünf bis sieben Jahre kann der Strauch etwas stärker zurechtgestutzt werden. Dabei werden die ältesten oder zu groß geratenen Triebe radikal heruntergeschnitten, um mehr Platz für neue Triebe zu schaffen. Ein frischer Austrieb verjüngt den Stock und hält ihn gesund. Nach dem Rückschnitt findet der Strauch wieder in seine natürliche Wuchsform zurück.

Wann wird verschnitten? Wildrosen werden wie andere einmalblühende Rosensorten erst nach der Blüte im Sommer ausgelichtet. Nur totes Holz kann bereits im Frühjahr entfernt werden, der neue Austrieb bleibt dabei unangetastet.

Tipps zur Schnittführung


/>Rosentriebe werden leicht geneigt etwa fünf Millimeter über dem Auge geschnitten. Die schräge Schnittfläche soll von Auge weg führen, damit Regenwasser nicht über den neuen Austrieb abläuft. So bildet sich am Schnitt keine Fäulnis und die Triebknospe bleibt trocken.

Zum Verschneiden sollte unbedingt eine scharfe Rosenschere verwendet werden, um möglichst glatte Schnittflächen zu erhalten und die Triebe nicht zu quetschen. Für den Rückschnitt von stärkerem, altem Holz eignet sich besser eine Gartensäge.

Pflege-Tipps

Wildrosen sind absolut pflegeleicht. Sie stellen kaum Ansprüche an ihren Standort. Gern werden sie als Flächendecker eingesetzt. Insekten lieben sie.

Die einzige Bedingung an den Standort, den die Wildrosen stellen, ist dass er sehr sonnig sein sollte. Je mehr Sonne, um so besser blühen sie. Sie kommen mit so gut wie jedem Boden klar und benötigen auch nicht viel Wasser. Wildrosen sind äußerst genügsam. Düngen muss man ebenfalls nicht. In der Natur bekommen sie ja auch keinen Dünger. Wenn man den Wildrosen etwas Gutes tun möchte, kann man etwas Kompost ausbringen.

RosenstrauchBei der Pflanzung rechnet man 3 Rosen auf einen Quadratmeter. Wenn man sie nebeneinander setzt, ist der Abstand natürlich anders.

Einheimische Wildrosen blühen am alten Holz, also an mehrjährigen Trieben. Wenn man schneiden möchte, sollte möglichst nur altes und totes Holz entfernt werden. Das ist nicht immer ganz einfach, denn Wildrosen sind sehr stachelige Gesellen. Etwa alle 5 Jahre wird der Strauch etwas mehr ausgelichtet. Man entfernt die ältesten Triebe an der Basis und schafft so Platz für neue. Muss man die Rose stärker beschneiden, tut man das am besten nach der Blüte. Hagebutten gibt es dann aber keine.

Einer gut geschnittenen Wildrose darf man den Schnitt nicht ansehen. Er sollte schonend und unauffällig erfolgen und nicht zu sehen sein. Unterlässt man den Schnitt aber, kommt es zu einem vorzeitigen Vergreisen des Stocks. Durch den natürlichen, dichten Wuchs kann es außerdem zu einem vermehrten Pilzbefall kommen.

Wildrosen kommen mit Stadtklima gut zurecht und vertragen in den meisten Fällen sogar Streusalz. Sie eignen sich also gut zum Pflanzen direkt an der Straße.