Heckenrosen - Pflanzen, Pflege und Schneiden

Heckenrosen - Pflanzen, Pflege und Schneiden Hochwüchsige Wildrosen für den Garten: HeckenrosenHeckenrosen sind eine Verschönerung für jeden Garten. In der großen Auswahl der fast unzähligen verschiedenen Sorten findet jeder die passende Rose. Sie wachsen mit relativ geringem Aufwand und bringen Farbe und Duft in den Garten. Neben ihrer Funktion als Sichtschutz bieten sie auch einen ökologischen Nutzen. Mit der richtigen Pflege können Heckenrosen kräftig werden und ein hohes Alter erreichen.

Verbreitung und Nutzen von Heckenrosen

Die Heckenrose ist die am meisten

verbreitete Wildrose im mittleren Europa. Sie wächst im ganzen europäischen Raum, außer ganz im Norden. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre Robustheit und Witterungsbeständigkeit aus. Sie ist schnellwüchsig, kann bis zu drei Meter hoch werden, wächst aufrecht und besitzt lange Zweige, die bogenförmig überhängen. Die Blätter sind starr, haben eine kräftige grüne Farbe, die Blüten sind hellrosa bis pinkfarben, teilweise auch weiß. Diese Rosenart ist wichtig für die Umwelt, sie locken Insekten an und fördern dadurch den Artenreichtum im heimischen Garten. Singvögel finden in der Hecke Platz und Schutz für ihren Nestbau. Die Früchte der wilden Rose nehmen die unterschiedlichsten Hagebuttenformen an, welche einen hohen Vitamin-C-Gehalt haben. Diese können in der heimischen Küche verwendet werden oder den Vögeln Nahrung dienen.

Schön und pflegeleicht zugleich

Heckenrosen sind ästhetisch schön und benötigen relativ wenig Pflegeaufwand. Da eine Vielzahl von Sorten und Varianten zur Verfügung stehen, kann die Wahl der entsprechenden Pflanze entsprechend den klimatischen Verhältnissen gewählt werden. Wenn Sie die geeignete Rose für Ihren Standort ausgesucht haben, benötigt diese relativ wenig Pflege. Neben dem farbenprächtigen Erscheinungsbild eignen sich Heckenrosen auch als natürliche Absperrfunktion oder farbenfrohen Sichtschutz. Sie lassen sich zudem in Form halten, umspannen Torbögen oder ranken an einem Spalier. Hinzu kommt der ökologische Faktor, sie können als Hitzeschutz dienen und tragen ihren Teil zur Reinigung der Luft bei.

Der richtige Standort für Heckenrosen

Wählen Sie den passenden Platz für die Pflanzung. Beachten Sie dabei, dass Sie Heckenrosen mit großem Bedarf an Licht nicht an einem schattigen Platz pflanzen. Aufgrund von Lichtmangel kann diese im Wachstum stagnieren oder komplett eingehen. Die Hundsrose, wie diese Rosenart auch genannt wird, fühlt sich an sonnigen bis halbschattigen Standorten am wohlsten. Sie stellt keinen großen Anspruch an den Boden, empfehlenswert ist ein nährstoffreicher Boden, der regelmäßig
vom Unkraut befreit wird. Wild verbreitet ist sie in Parks, Wäldern, an Straßen- und Wegrändern sowie an Wiesen. Heckenrosen dienen als Hecke, Bodenfestiger an Hängen und Böschungen oder als Begrenzung zum Fernhalten ungebetener Gäste.
 
Pflanzung und Vermehrung
  • Die Pflanzung der Heckenrosen erfolgt im Regelfall im Spätherbst.
  • Angepflanzt werden sie als Hecke oder einzelner Strauch.
  • Für ein gesundes Wachstum sorgt ausreichend Platz zwischen den einzelnen Pflanzen sowie Kompost.
  • Laub oder Rindenmulch schützt vor Winterfrost und sorgt dafür, dass der Boden locker bleibt.
  • Die Vermehrung der Pflanze erfolgt durch die Wurzelausläufer.
Heckenrosen werden über Aussaat, Wurzelausläufer oder Okulation vermehrtHäufig verbreiten sie sich in Selbstaussaat durch ihren Samen. Dabei muss die Bestäubung einer weiblichen Blüte durch eine männliche erfolgen, was in der Regel über Insekten und Bienen erfolgt. Es entsteht

eine Hagebutte, die entweder so im Garten eingepflanzt wird, alternativ werden die Rosensamen entnommen, etwas angepfeilt und in die Erde gegeben. Bedenken Sie, dass die Samen erst eine Kälte- danach eine Wärmeperiode überdauern müssen, bis sie keimen. Werden sie zu spät ausgesät, kann es zwei Jahre bis zum ersten Trieb dauern. Die Vermehrung von Heckenrosen kann auch durch Okulation erfolgen. Dafür küren sie den verblühten Zweig so, dass drei bis fünf Augen stehen bleiben. Entfernen Sie alle Blätter, lassen sie die obersten stehen. Dieser Steckling wird so tief in die Erde eingepflanzt, bis nur noch die Blätter zu sehen sind.

Schneiden von Heckenrosen

Heckenrosen werden nicht zurück geschnitten, sondern ausgelichtet. Sie blüht an ihrem zweijährigen Holz, nicht an den Trieben. Ist der Rückschnitt zu stark, trägt der Strauch nur sehr wenig oder gar keine Blüten mehr. Das Rückschneiden wird am besten im Frühjahr ausgeführt, aber nicht unbedingt jedes Jahr, es reicht alle zwei bis drei Jahre. Anhaltspunkt ist die Faustformel: Rosen können beschnitten werden, wenn draußen die Forsythien blühen. Dann ist kein großartiger oder längerer Frost mehr zu erwarten. Zwischendurch am besten die alten und verholzten Äste entfernen, damit sich die Hecke frei entfalten kann. Schneiden Sie die Rosen nicht gezielt zurück, so würden sich immer längere und dünnere Äste bilden. Altes Holz bringt kaum mehr Blüten hervor und ist anfälliger für Schädlinge.
  • Zweige nicht quetschen, nur schneiden. Die Rosenschere sollte scharf sein!
  • Immer 5 mm über einem nach außen zeigenden Neutrieb oder Auge abschneiden.
  • Den Schnitt immer schräg weg vom Auge führen.
  • Totes Holz zurückschneiden.
  • Kranke und braune Zweige bis zum grün-weißlichen Mark abschneiden.
  • Von Schädlingen oder Pilzen befallener Heckenrosenschnitt unbedingt gleich entsorgen oder verbrennen.
  • Schwache Triebe stark zurückschneiden, starke Triebe wiederum nur schwach.
Wie alle Rosen sollten Herckenrosen mit speziellen Scheren beschnitten werdenHeckenrosen düngen

Das Düngen von Heckenrosen ist nur erforderlich, wenn der Boden nicht ausreichend Nährstoffe mitbringt, ansonsten sind sie eher anspruchslos. Besonders wohl fühlen sie sich auf sandigem oder lehmigem Untergrund mit hohem Anteil an Humus. Neben dem Beschneiden sollten die Blätter nach dem Abfall alle zusammengeharkt werden. Ansonsten können sich Pilzsporen bilden. Stallmist oder Kompost eignet sich als Mulchschicht für die Erhaltung der Feuchtigkeit im Boden.

Fazit der Redaktion

Wer den Heckenrosen die entsprechende Pflege zukommen lässt, hat lange Freude an den blühenden Heckenpflanzen. Ein sonniger Standort, das regelmäßige aber nicht zu häufige Zurückschneiden, leichtes Düngen sowie die Erhaltung der Feuchtigkeit durch eher zurückhaltendes Gießen sind vollkommen ausreichend für das prächtige Gedeihen.