Kugeldistel - Pflege, Vermehren und Schneiden

Die in stattliche Höhe wachsende Kugeldistel ist eine sehr beliebte und viel blühende Sommerpflanze. Sie besticht durch ihr markantes Aussehen sowie durch ihre Unempfindlichkeit. In einem gemischten Staudenbeet mit durchlässigem Boden fühlt sich die Kugeldistel wohl und setzt stilvolle Akzente. Als mehrjährige winterharte Staude bereitet die Kugeldistel lange Freude.

Wissenswertes zur KugeldistelKugeldisteln ziehen nicht nur Blicke auf sich, sondern auch Insekten an

Die markante Kugeldistel ist in der Steppe Osteuropas beheimatet und gehört zur Familie der Korbblütler. In

Europa ist die Kugeldistel in 12 Arten vertreten. In Deutschland findet man die Pflanze an Wegesrändern, Ufern oder Bächern. Die Blätter der Kugeldistel sind auf der Unterseite grau filzig, die Oberseite der Blätter ist spinnwebartig behaart, graugrün und federartig. Die Stängel der Kugeldistel stehen aufrecht sind teilweise ineinander verzweigt und bilden am Ende einen schönen kugeligen Blütenkopf.

Die Farbe des kugelrunden Blütenkopfes ist metallisch blau oder silberweiß. Der Blütenkopf wird aus mehreren röhrenförmigen Einzelblüten gebildet. Die Einzelblüten blühen innerhalb des Blütenkopfes von oben nach unten auf. Die Pflanze wird im Durchschnitt 90 cm - 150 cm hoch. Die mehrjährige Staude ist winterhart und hält Temperaturen bis minus 10 Grad stand. Die Blütezeit liegt zwischen dem Hochsommer und dem Frühherbst abhängig von der jeweiligen Art. Die Blüten der Kugeldistel sind durchweg rund und in verschiedenen weichen oder intensiven meist Blautönen zu sehen. Die Pflanze wächst buschig aber aufrecht.

Die Kugeldistel ist bei Vögeln, Bienen, Hummeln und Schmetterlingen als Futterpflanze beliebt. Die Blüten sind ein wahrer Magnet für unterschiedlichste Wespen und Bienenarten. Zahlreiche Wildbienenarten bevorzugen die Kugeldistel als Nahrungsquelle und die markhaltingen Stängel als Nisthilfen, für Vögel bieten die verblühte Blüten im Winter noch eine natürliche Nahrungsquelle. Die Blume eignet sich auch als Schnitt- oder Trockenblumen. Die beliebtesten Arten der Kugeldistel sind die Echinops bannaticus und die Echinops hunilis.
  • Echinops bannaticus
Die prachtvolle Staude wird bis zu 120cm hoch. Typisch für die Kugeldistel trägt diese Art stachelige, dunkelgrüne Blätter, welche auf der Unterseite behaart und flaumig sind. Die kugeligen Blütenköpfe tragen die Farbe blau und sitzen auf verzweigten Stilen.
  • Echinops hunilis
Diese hochwachsende Art wird sogar bis zu 150 cm hoch. Die Pflanze bildet dunkelgrüne, beinahe stachellose Blätter. Die Blätter sind am Ende gewellt, auf der Oberseite aderartig genetzt und auf der Unterseite behaart. Die blauen Blüten bildet die Pflanze im Spätsommer bis zum Frühherbst. Eine der bekanntesten Arten der Echinops hunilis ist die Taplow Blue.

Bei Kugeldisteln sollten Sie Selbstaussaat verhindernWelcher Standort ist der richtige?

Die anspruchslose Kugeldistel fühlt sich auch in kleineren Gärten wohl, die Pflanze ziert sowohl das schöne Blumenbeet als auch
hagere Böden aus Stein aus Sand. Sie ist wärmeliebend und bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Der Boden sollte gut durchlässig und kalkhaltig sein. Ein trockener Boden in Rabatten oder Beeten eignet sich besonders gut. Die Kugeldistel ist ein Tiefwurzler daher ist sie für flachgründige oder harte Böden eher ungeeignet. Die hochwachsende Staude setzt man am Besten in den Hintergrund des Staudenbeetes, ein zusätzliches Abstützen der Pflanze ist nicht notwendig. Die Kugeldistel wird vorzugsweise

im Herbst an den endgültigen Standort gepflanzt.

Welche Pflege braucht die Kugeldistel?

Der Pflegeaufwand ist relativ gering. Wegen der stacheligen Blätter der Kugeldistel empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen vor allem beim zurück Schneiden der Pflanze. Wird auf eine Samenreife verzichtet sollten die Stängel der verblühten Blütenstände regelmäßig abgeschnitten werden. Eine Vermehrung der Blüten wird dadurch gefördert. Im Frühjahr sollte die Kugeldistel mit Guano oder einem Volldünger gedüngt werden. Lang anhaltende Trockenheit ist für die Kugeldistel kein Problem, jedoch gedeiht die Pflanze bei gelegentlichem Gießen im Frühjahr oder Herbst wesentlich besser.

Die mehrjährige Kugeldistel ist winterhart, verträgt Temperaturen bis minus 10 Grad, sollte jedoch im Winter zum Schutz vor Kälte vorsichtshalber abgedeckt werden. Achtung: Die Kugeldistel verträgt Nässe, Staunässe und vor allem Winternässe extrem schlecht, darum unbedingt wenig gießen und darauf achten, dass das Wasser von der Pflanze ablaufen kann!

Kugeldisteln vermehren und überwintern

Im Herbst werden die Stängel ganz zurück geschnitten um eine Selbstaussaat zu verhindern und anschließend gegen die kommende Kälte mit Reisig abgedeckt. Vogelliebhaber lassen für den strengen Winter einige verblühte Blüten als natürliches Futter stehen. Im Frühjahr wird die Pflanze bodennah zurück geschnitten.

Im Herbst oder Winter kann man die Kugeldistel durch Aussaat, Stockteilung oder Wurzelschnittlinge vermehren. Zunächst werden die Wurzelballen im Spätherbst oder Winter in einem sandigen Boden in einem Frühbeet gesetzt um zu überwintern, auf eine milde Witterung ist dabei zu achten. Im Frühjahr werden die Stecklinge zunächst in ein Vermehrungsbeet gesetzt, im darauf folgenden Herbst bezieht der einstige Wurzelballen seine endgültige Heimat im Beet. Der Abstand zwischen den Teilstöcken oder Wurzelschnittlingen sollte 60 cm betragen. Nach dem Pflanzen ist ein regelmäßiges gutes wässern der Stecklinge besonders wichtig. Wird die Kugeldistel durch Aussaat vermehrt, wählt man dafür das Frühjahr. Die Keimlinge der Pflanze werden in Reihen pikiert und erst im Herbst an den endgültigen Standort gesetzt.

Die Kugeldistel ist dafür bekannt sich ebenfalls über Selbstaussaat zu vermehren und kann dadurch in einem Beet relativ lästig werden. Es empfiehlt sich dadurch regelmäßig die verblühten Blütenköpfe zu entfernen, bevor die Samenbildung abgeschlossen ist.

Welche Krankheiten sind möglich?

Die Pflanze ist robust und unempfindlich gegen Krankheiten und Schädlingen. Lediglich ist eine Wurzelfäule durch eine falsche Wahl des Standortes der Pflanze möglich, vor allem übertriebene Nässe macht der Pflanze zu schaffen.

Kugeldisteln erreichen eine Höhe von ca. 150 cmSteckbrief zur Kugeldistel
  • Höhe 90 - 150cm
  • Pflanzabstand  60cm
  • Blüte von Hochsommer bis Frühherbst
  • jeder normale, gut durchlässige Boden
  • vollsonniger Standort
  • winterhart
Kugeldisteln sind prachtvolle Hochstauden, deren dichte, kugelrunde, dunkelmauve oder blau gefärbten Blütenköpfe hoch über den tief geschlitzten, stahlblauen Blättern stehen. Die Pflanze verträgt selbst magere, trockene Böden gut. Folgende Arten bilden distelähnliche, stachelige Blätter.
  • Die Gewächse zwischen Herbst und Frühjahrsbeginn in jede normale, gut durchlässige Gartenerde setzen. Ein Abstützen ist nicht nötig. Im Herbst die Stängel ganz zurückschneiden.
  • In der Zeit von Herbstmitte bis Frühjahrsbeginn können die Wurzelballen bei milder Witterung geteilt werden. Wurzelschnittlinge werden zwischen Spätherbst und Winter in ein Frühbeet mit sandigem Boden gesteckt und überwintert.
  • Im Frühjahr die Stecklinge ins Vermehrungsbeet und erst im darauf folgenden Herbst ins Freiland pflanzen.
  • Alternativ kann man Kugeldisteln auch aussäen. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr an sonnige Standorte. Die Keimlinge in Reihen pikieren und im Herbst an den endgültigen Standort pflanzen.