Mehrjährige Stauden - winterharte Gartenstauden

StockrosenMehrjährige oder winterharte Stauden eignen sich für nahezu jeden Garten. Sie sind robust, relativ pflegeleicht und begeistern durch eine unglaubliche Vielfalt. Doch so ganz sollte der Hobbygärtner diese Pflanzen nicht sich selbst überlassen, denn auch sie stellen Ansprüche und haben Bedürfnisse.

So werden mehrjährige Stauden richtig gepflanzt

Das Angebot an winterharten Stauden ist fast schon grenzenlos, so dass pauschale Tipps für die Bodenbeschaffenheit nicht möglich sind. Es ist darum wichtig, sich bereits beim Kauf über die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanze zu informieren. Lavendel

und Kräuterstauden wie Thymian oder Rosmarin wünschen sich beispielsweise einen sandigen und gut durchlässigen Boden mit einem hohen Kalkanteil, während eine Bananenstaude nach einem lehmigen und nährstoffreichen Boden verlangt. Ein Merkmal gilt aber für nahezu alle Stauden: Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, denn dies kann zu Wurzelerkrankungen führen.

Ganz wichtig: Beim Pflanzen von mehreren Stauden sollten Sie auf einen ausreichenden Abstand achten, denn die Pflanzen breiten sich innerhalb der nächsten Jahre teilweise sehr stark aus. Auch wenn das Staudenbeet anfangs noch etwas kahl und leer aussieht: Bereits in der nächsten Saison werden Sie mit einem sehr reizvollen Blätter- und Blütenmeer belohnt!

Übrigens: Die beste Pflanzzeit liegt in den Monaten März bis Mai und September bis Oktober.

Die Pflege von winterharten Stauden

Stauden, die bereits sehr zeitig im Frühling oder Sommer blühen, können Sie nach der ersten Blüte großzügig zurückschneiden. Dies führt dazu, dass die Pflanze im Spätsommer erneut Blüten austreibt, so dass Sie sich zweimal pro Jahr über ihre Pracht freuen können. Die meisten mehrjährigen Stauden benötigen im Winter keinen besonderen Schutz. Dennoch gibt es auch einige empfindlichere Arten, die sehr niedrige Temperaturen schlecht verkraften.

Dazu gehören:
  • Stockrosen
  • Fackellilien
  • Pampasgras
  • Bleiwurz
  • Einige Anemonenarten wie die Japananemone
Empfindliche Stauden können Sie mit Laub oder Tannenreisig locker abdecken, wobei Reisig besonders für flache und bodennahe Stauden sehr gut geeignet ist. Plastikfolien dürfen auch keinen Fall
zum Abdecken verwendet werden: Die Pflanze würde darunter faulen oder ersticken. Hoch gewachsene Stauden wie das beliebte Pampasgras werden an den oberen Blattschöpfen locker zusammengebunden.
Unkraut, das sich zwischen den Stauden ansiedelt, sollte unabhängig von der Jahreszeit natürlich konsequent und regelmäßig entfernt werden.


Schädlinge und Krankheiten

LupinenDa mehrjährige Stauden meist sehr robust sind, werden sie eher selten krank oder von Schädlingen befallen. Einige Arten gehören allerdings zum bevorzugten Futter von gefräßigen Schnecken, in diesem Fall empfiehlt sich das Aufstellen von speziellen Schneckenfallen. Je nach Sorte werden Stauden zudem gelegentlich von Blattläusen befallen. Wer sie nicht gleich mit der chemischen Keule bekämpfen möchte, sorgt dafür, dass die natürlichen Feinde der Blattläuse (Flor- und Schwebfliegen, Marienkäfer) ideale Bedingungen in Ihrem Garten vorfinden. Das Anbringen von speziellen Florfliegenkästen oder den sogenannten Insektenhotels kann diesbezüglich hilfreich sein.
Ist es im Sommer längere Zeit trocken und warm, können einige Stauden zudem von Mehltau befallen werden. Erste Warnzeichen sind weiße Flecke auf den Blättern, die rasch zunehmen.

Für Mehltau besonders anfällig sind folgende mehrjährige Stauden:
  • Lupinen
  • Rittersporn
  • Phlox
  • Astern
Das Abpflücken oder Zurückschneiden befallener Pflanzenteile reicht in einigen Fällen als Gegenmaßnahme bereits aus, brachte dies keinen Erfolg, muss ein Pflanzenschutzmittel gespritzt

werden.


Stauden ganz einfach vermehren
Viele winterharte Stauden können Sie durch Teilen des Wurzelstocks ganz einfach vermehren. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück mindestens eine Triebknospe besitzt, da die Pflanze ansonsten nicht austreiben kann. Mit einem Spaten funktioniert das Teilen besonders gut. Als Faustregel gilt: Sommer- und Herbstblüher teilen Sie im zeitigen Frühjahr, Frühjahrsblüher werden dagegen erst im Herbst geteilt. Stauden mit einer tiefgehenden Pfahlwurzel lassen sich leider nicht teilen.
Eine weitere Möglichkeit der Vermehrung von Stauden ist das Abschneiden von Stecklingen. Diese Ableger bilden in einem Wasserglas rasch neue Wurzeln, so dass sie dann eingepflanzt werden können.

Kleine Zusammenstellung nach Monaten:
  • April: Gemswurz, tränendes Auge
  • Mai: Rittersporn, Rosen, Zwergherzblume
  • Juni: Phlox, Gartenmohn, Felberich
  • Juli: Sonnenbraut, verschiedene Sonnenhutarten
  • August: Eisenhut, Dahlien, Perlkörbchen
  • September/Oktober: Herbstaster, Goldrute
  • November/Dezember: Christrose
Das ist nur ein Beispiel für bunt blühende Stauden. Beliebt sind auch Pflanzen wie Funkien, Hortensien oder sämtliche Polsterstauden. Stauden sind auch darum sehr gefragt, weil es sehr einfach ist, sie zu vermehren. Meist reicht einfaches Teilen der Wurzeln. Einmal gepflanzt hat man diese Pflanzen sehr lange Zeit und kann sich an der Vielfalt erfreuen!