Ziersalbei - Pflege, Schnitt und Vermehrung

Ziersalbei ist mit dem bekannten Gewürzsalbei verwandtZiersalbei ist vor allem wegen seiner schönen Blütenstände und der langen Blütezeit als dekorative Pflanze im Staudenbeet beliebt. Er lässt sich sehr gut mit anderen Stauden kombinieren, aber auch mit Rosen und Gräsern, sodass wunderschöne Effekte entstehen. Es gibt ein- und mehrjährige Sorten an Ziersalbei, ebenso unterschiedliche Farben, die von Weiß und Rosa über verschiedene Blautöne bis zum tiefsten Violett reichen.

Allgemeines zum Ziersalbei

Der Ziersalbei zählt wie der Gewürzsalbei zur Familie der Lippenblütler. Die botanische Bezeichnung ist

bei allen "Salvia" mit den entsprechenden Sortennamen dazu. Beim Ziersalbei findet man einfache robuste Sorten die überwiegend mehrjährig sind, während die exotischen Schönheiten meist nur ein Jahr blühen. Die Pflanzen wachsen reich verzweigt, etwas buschig und können bis zu 100 cm hoch werden. Während die höheren Ziersalbeiarten ideal in Staudenbeete passen, eignen sich die niedrigen für Steingärten oder auch als Randbepflanzung an Blumenbeeten. Aus dem leicht silbrigen Laub wachsen mehrere lange Blütenrispen, die überwiegend in den unterschiedlichsten Blautönen vorzufinden sind.

Je nach Sorte gibt es jedoch auch andere Blütenfarben, wie zum Beispiel Weiß, dunklem und hellem Rot, Rosa bis zum leuchtenden tiefen Violett. Ziersalbei lässt sich bestens mit anderen Blütenpflanzen kombinieren wie etwa Phlox, Sonnenhut, weißen Margeriten, Rosen und auch mit Gräsern. Alle Salbeiarten blühen zweimal. Dazu müssen nach der ersten Blüte die welken Blütenstände abgeschnitten werden, um einen weiteren Blütenschub anzuregen. Die erste Blütenpracht gibt es ab Mai bis Juni/Juli, die zweite im September.

Ziersalbei überwintern

Der Ziersalbei kann ohne Probleme bei uns im Freien überwintern. Dazu sollte er im Spätherbst weit zurück geschnitten werden. Einige Sorten sind nicht ganz so unempfindlich gegen Kälte. Das sind meistens die Arten, die buntlaubig sind. Trotzdem können sie draußen bleiben. Sie werden mit trockenem Laub oder Schilfmatten geschützt. Ziersalbei in Kübeln oder Pflanzkästen kann man einfach abdecken für den Winter oder man stellt ihn an einen frostfreien Platz im Haus. Oftmals genügt es schon, einen geschützten Platz auszuwählen. Er kann also auch unter dem Carport den Winter gut überstehen.

Standort und Bodenansprüche des Ziersalbeis

Als Kind des Südens liebt der Ziersalbei einen Platz an der prallen Sonne, geschützt von Winden. Dabei sollte der Boden gut durchlässig und reichlich mit Nährstoffen versorgt sein. Die meisten Arten tolerieren einen trockenen Boden, während der Blütezeit sollte aber auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden. Seit einiger Zeit findet man Ziersalbei vermehrt auch in Kiesbeeten und Steppenbepflanzungen. Sehr gut eignet sich Ziersalbei auch für Pflanzkübel, die bei nicht ganz winterharten Sorten später einen Platz im Haus finden.

Vorkommen und Arten des Ziersalbeis

Die ursprüngliche Heimat des Salbeis sind die warmen südlichen Länder. Heute ist er jedoch mit seinen vielen Arten fast auf der ganzen Erde vertreten. Viele davon gelten als Würz- und Heilpflanzen. Aber inzwischen gibt es auch unzählige Sorten des Ziersalbeis in wunderschönen Farben.
  • Salvia nemorosa "Blauhügel", reinblau, Höhe 40 cm
  • Salvia nemorosa "Amethyst", rosa Lippenblüten, purpurviolette Stängel, Höhe 40 cm
  • Salvia nemorosa "Caradonna", dunkelviolett, Höhe 60 cm
  • Salvia nemorosa "Schneekönig", weiß, Höhe 60
    cm
  • Salvia nemorosa "Porzellan", weiß mit himmelblauer Blütenmitte, buschig, Höhe 40 cm
  • Salvia microphylla "Hot Lips", weiß mit rot

    gefärbter Lippe, Höhe bis zu 100 cm
  • Salvia greggli "Royal Bumble", tiefrot, Höhe bis zu 60 cm
Fast alle Ziersalbeiarten ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an, ganz besonders die Sorte "Blauhügel".

Pflanzung und Vermehrung

Das zeitige Frühjahr ist die ideale Pflanzzeit für den Ziersalbei. Dabei kann er im Staudenbeet Lücken füllen oder gezielt mit anderen Stauden kombiniert werden. Auch eine Gruppenpflanzung ist sehr wirkungsvoll. Der Pflanzabstand richtet sich danach, ob der Salbei buschig wächst oder mehr in die Höhe. Hier sollte man die Anweisung auf dem Etikett beachten. Zur Pflanzung gräbt man für jede Staude ein entsprechend großes Loch, in dem die Erde mit Kompost vermischt wird. Dann den Ziersalbei einsetzen, mit der Erde auffüllen und gut andrücken. Damit die Pflanze ausreichend Nährstoffe bekommt, erhält sie noch eine Düngergabe, die leicht in den Boden eingearbeitet wird. Zum Schluss wird alles kräftig angegossen.

Die Vermehrung kann durch Aussaat oder durch Stecklinge erfolgen. Vor allem bei schönen einjährigen Sorten lohnt sich die Stecklingsvermehrung. Die Aussaat erfolgt im Februar/März in Blumentöpfe, die man im warmen Zimmer oder im Gewächshaus aufstellt. Sobald 1-2 Blattpaare erscheinen, werden die Pflänzchen einzeln in Töpfe pikiert. Je nach Witterung und Größe können sie dann im April/Mai ausgepflanzt werden. Zur Stecklingsvermehrung schneidet man im Sommer einen oder mehrere nicht verholzte Triebe ab, Länge etwa 15 cm. Die unteren Blätter werden entfernt, der Trieb in einen Blumentopf mit Anzuchterde gesteckt und dann an einen warmen geschützten Ort gestellt. Gießen nicht vergessen! Bis zum Herbst haben sich Wurzeln gebildet und der Ziersalbei kann ausgepflanzt werden. Ist es keine winterharte Sorte, belässt man die Pflanze den Winter über im Haus.

Überwintern, Schneiden und Düngen

Mehrjährige, nicht winterharte Ziersalbeisorten müssen in kalten Regionen mit Laub, Schilfmatten oder Sonstigem gegen Frost geschützt werden oder im Haus überwintern. Aber auch bei den winterharten Arten empfiehlt sich ein leichter Schutz mit Reisigästen. Der Hauptschnitt bei den mehrjährigen Ziersalbeiarten erfolgt im zeitigen Frühjahr. Bei diesem Erhaltungsschnitt wird die Staude kräftig zurück und in Form geschnitten, nur dann wächst sie wieder schön kompakt. Von einem Rückschnitt im Herbst ist abzuraten, da Frostschäden entstehen können. Ein leichter Rückschnitt im Sommer, sowohl bei ein- als auch bei mehrjährigen Stauden, dämmt die Wuchskraft ein, falls die Pflanze zu groß wird. Ein Rückschnitt bis ins alte Holz sollte vermieden werden, davon erholt sich der Ziersalbei nur schlecht.

Als Düngung erhält der überwinterte Ziersalbei im März/April eine Gabe mit Staudendünger oder gutem Naturdünger. Nach der ersten Blüte und der Entfernung der abgeblühten Triebe erfolgt eine weitere Düngergabe.

Wissenswertes zum Salbei in Kürze
  • Ziersalbei ist eine beliebte und repräsentative Pflanze für das Staudenbeet.
  • Es gibt ein- und mehrjährige Arten.
  • Ziersalbei ist in verschiedenen schönen Farben erhältlich.
  • Er bevorzugt einen sonnigen, windgeschützten Platz.
  • Bei einem Rückschnitt der abgeblühten Blütenrispen erfolgt im Spätsommer eine zweite Blüte.
  • Krankheiten und Schädlinge sind bei Ziersalbei nicht bekannt.
Wie der Name bereits ausdrückt, wird der Ziersalbei vornehmlich als dekorative Pflanze genutzt. Sehr häufig wird er mit anderen Pflanzen im Beet kombiniert. Mit Rosen beispielsweise kann man durch das Hinzusetzen von Ziersalbei wunderschöne Farbspiele erzeugen.

Ziersalbei hat violette oder blaue Blüten, die hervorragend mit dezenten Rosenblüten in Weiß oder Rosa zusammenpassen. Je nach Salbeisorte können gleichfalls andere Blütenfarben auftreten. Selbst feuerrote Blüten kommen vor. Der Ziersalbei ist somit gleichsam als Begleitpflanze prädestiniert. Liebhaber von Steingärten wissen schon längst um die Schönheit des Ziersalbeis. Im Steingarten wird er in großen Mengen angepflanzt. Der Ziersalbei blüht von Mai/Juni bis September/Oktober durchgängig und bildet einen dichten Teppich aus Blüten. Damit er allerdings seine volle Blütenpracht entfalten kann, muss der optimale Standort gewählt werden.

Die Gattung der Salvia hat ihren Ursprung in warmen Ländern und ist fast auf jedem Kontinent zu finden. Die Pflanzenfamilie selbst umfasst mehr als 900 Arten. Die meisten Vertreter haben sich einen guten Namen als Würz- und Heilpflanze gemacht. Der Ziersalbei aber dient lediglich dem Schmeicheln unserer Augen.