Sorten und Arten von Pelargonien und Geranien

Geranien und Pelargonien bringen viele Blütenfarben hervorGeranien und Pelargonien sind wohl die beliebtesten Pflanzen. Sie zeichnen sich durch ihre unbändige Blütenpracht aus, die in allen erdenklichen Farben erstrahlt. Zudem sind die Pflanzen ziemlich anspruchslos und daher leicht zu pflegen. Sie eignen sich optimal für die Bepflanzung von Beeten und zur Verschönerung von Balkon und Terrasse.

Die Gartencenter sind im Frühjahr überfüllt von Pflanzen, welche die Bezeichnung "Geranien" oder "Pelargonien" tragen. Die Namen werden als Synonyme verwendet, was aus der botanischen Sicht allerdings

nicht der Wahrheit entspricht. Pflanzen, die unter dem Namen "Geranien" verkauft werden, gehören zur Gattung Pelargium. Doch ganz egal, welchen Namen die Arten letztlich tragen - wichtig ist der ästhetische Aspekt. Die Auswahl an Pelargonien ist nahezu unendlich. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Formen von Geranien.

Edelpelargonien

Diese Pelargonien sind durch ihre auffällig großen Blüten charakterisiert. Ihre gezackten Blätter verleihen der Pflanze einen großen ästhetischen Wert. Die Blütenfarbe variiert je nach Art von hellrosa bis hin zu einem dunklen Purpurton. Trotz der Pflegeleichtigkeit benötigen die Pflanzen viel Sonne, einen regengeschützten Ort und einen warmen Platz zum Überwintern. Tipp: Schmücken Sie Ihren Wintergarten mit Edelpelargonien. Dort bekommen die Pflanzen die benötige Sonneneinstrahlung, sind geschützt vor Regen und können im Winter problemlos im Warmen stehen.
  • Pelargonium grandiflorum: Sorte Aristo "Beauty"
Diese Sorte besticht nicht nur durch ihre großen Blüten, welche die Gattung auszeichnen. Diese Edelpelargonie bildet Blüten in einem tiefen Dunkelrot mit hellem Rand aus. Ihre Blütezeit beginnt ab Mitte März. Sie können den Sommer im Freien verbringen, sollten aber an einem trockenen Standort stehen. Die Pflanze reagiert empfindlich gegenüber Staunässe.
  • Pelargium grandiflorum: Sorte Aristo "White with Eye"
Für einen echten Hingucker sorgt diese Sorte mit ihren weißen Blüten, die mit einem dunkel violetten Auge verziert sind. Sie hat die gleichen Standortansprüche, wie ihre Nahverwandte Sorte Aristo "Beauty".
  • Pelargium grandiflorum: Sorte Candy Flowers "Strawberry Cream"
Auch in kleinen Balkonkästen fühlen sich Geranien wohlDiese Pflanze entwickelt purpurfarbene Blüten, die zum Rand hin immer heller werden. Ihre Blütezeit richtet sich nach dem Beginn der Kultivierung. In der Regel bildet die Art etwa 10 Wochen nach der Wurzelbildung die ersten Blüten aus. Die Blütezeit kann aber durch den Einsatz von Zusatzlicht und durch die Erhöhung der Temperaturen verstärkt werden.

Duftpelargonien

Diese Pelargonien sind sowohl für den Innen-, als auch für den Außenbereich geeignet. Problemlos können sie in der Sonne oder im Halbschatten gedeihen. Diese Robustheit machen die Pflanzen so beliebt. Allerdings sollten auch sie an einem warmen Ort überwintern. Sie versprühen einen intensiven Duft, der die verschiedensten Nuancen haben kann.
  • Pelargonium graveolens: Zitronenpelargonie
Diese Art stammt ursprünglich aus Südafrika und bildet purpur- bis rosafarbene Blüten aus. Ihre handförmig gelappten Blätter verströmen einen dezenten zitronenartigen Duft. Diese Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und kann einfach über Stecklinge vermehrt werden. Sie neigt dazu, bodenbedeckende Triebe auszubilden. Tipp: Um eine buschige Wuchsform zu fördern, sollten Sie die Pflanze regelmäßig zurückschneiden.
  • Pelargonium fragans: Muskatpelargonie
Für einen muskatartigen Duft mit einer Note von Zimt sorgt diese Art. Ihre Blätter sind weniger stark eingeschnitten, als die der Zitronengeranie. Sie bildet weiße Blüten mit einer roten Aderung aus. Auch sie kann an sonnige bis halbschattige Standorte gestellt werden.
  • Pelargonium

    odoratissimum: Apfelpelargonie
Diese Art zeichnet sich durch ihren angenehmen Duft aus einer Mischung aus Äpfeln und Minze aus. Die Blüten sind weiß oder rosa und sitzen am Ende kleiner Ranken. Der Kleinstrauch bildet Wuchshöhen von bis zu 30 cm aus.

Hängepelargonien

Charakteristisch für diese Sorten sind die glänzenden Blätter sowie die zarten Blütenstängel. Vor allem in den Alpenregionen werden die Arten bevorzugt zur Dekoration der Balkonkästen verwendet. Jedoch eignen sich nicht alle Sorten für diesen Kaskadenwuchs.
  • Pelargonium peltatum: Sorte "Feuer-
    Cascade"
Diese Hängepelargonie bildet feuerrote Blüten aus, die nicht gefüllt sind. Besonders beliebt ist diese Sorte aufgrund ihrer selbstreinigenden Eigenschaften. Nach dem Verblühen müssen die Blüten nicht herausgezupft werden. Die Pflanze sorgt selbstständig dafür, dass die Pflanzenteile abgeworfen werden.
  • Rosa und Rot sind die beliebtesten GeranienfarbenPelargonium peltatum: Sorte "Blanche Roche"
Ein weiterer Hybrid aus der Sorte der Hängepelargonien bildet diese Art mit weißen bis pastellfarbenen Blüten, die halbgefüllt sind. Auch sie reinigt sich selbst. Entscheidend für die Wahl der Sorte ist aber auch der Putz an der Hauswand. Vor einem weißen Hintergrund hebt sich diese Art kaum ab.
  • Pelargonium peltatum: Sorten "Ville de Rot" und "de Rosa"
Diese beiden Sorten sind typische Vertreter der bayerischen Balkonbepflanzung. Vor allem für Balkone, die in Südlage ausgerichtet sind, eignen sich diese Pflanzen mit ihrer leuchtenden Blütenpracht. Ihre Triebe können eine Länge von über einem Meter erreichen. Tipp: Um die Blütenbildung zu fördern, sollten Sie die Pelargonie regelmäßig mit Kalidünger versorgen.

Bodenbedeckende Geranien und Pelargonien

Unter diese Sorten fallen solche geranien- und Pelargonienarten, die auch im Freien überwintern können. Wichtig ist aber, dass die Pflanzen im lichten Schatten oder vollständig im Schatten eingepflanzt werden. Sie eignen sich optimal zur Unterpflanzung von Bäumen, oder zur optischen Gestaltung von Hängen. Trockenheit können diese Arten gut vertragen.
  • Geranium macrorrhizum: Balkan-Storchschnabel
Dieses Gewächs bildet dichte Bestände aus und kann auch den Druck von Baumwurzeln gut ertragen. Mit einer Höhe von 40 cm und einem Blattdurchmesser von bis zu 10 cm gehört die Art zu den größeren Strochschnabelgewächsen. Die Art ist eine beliebte Pflanze für Garten- und Parkanlagen. Sie sollte allerdings im Totalschatten angepflanzt werden.
  • Pelargonium Peltatum: Sorten "Caliente"
Diese Pelargonien sorgen mit ihren verschiedenfarbigen Blüten für ein sattes Blütenmeer. Ihre Farben variieren von orange, über rot bis hin zu violett. Auf einem Quadratmeter reichen bereits sechs bis acht Pflanzen aus, damit sich ein dichter bodendeckender Bestand ausbildet. Die Pflanze zeichnet sich durch ein rasches Wachstum aus.
  • Geranium dalmaticum: Dalmatinischer Storchschnabel
Für alle Gärtner, denen ein zierlicher Wuchs wichtig ist, bietet diese Art eine alternative Lösung. Die Pflanze bildet maximale Wuchshöhen von 20 cm aus und entwickelt dichte bodendeckende Polster. Zwischen Juni und Juli zeigen sich die zarten Blüten in rosafarbenem Ton. Auch die Blätter sind sehr zierlich und verwandeln das Beet vor allem im Herbst ist ein traunhaftes Farbmeer. Im Gegensatz zum Balkan-Storchschnabel kann diese Art auch in der Sonne angepflanzt werden.

Häufig gestellte Fragen
  • Was sind Geranien? - Geranien bezeichnen im botanischen Sinne die Pflanzen der Gattung Geranium. Diese Pflanzen unterscheiden sich von den Pelargonien durch ihren symmetrischen Blütenbau.
  • Was ist beim Kauf zu beachten? - Wichtig ist, dass die Pflanze weiße Wurzeln haben. Braun verfärbte Wurzeln oder solche, die leicht abreißen, weisen auf eine Fäulnis hin. Grund hierfür ist eine Staunässe. Pelargonien müssen unbedingt trocken stehen und dürfen nur mäßig gegossen werden.
  • Warum müssen die Blüten der Pelargonien ausgezupft werden? - Das Reinigen der Pflanzen verbessert die Nachblüheigenschaften. Die Pflanzen bilden so vermehrt neue Knospen und Triebe aus, sodass die Blütenpracht lange erhalten bleibt. Manche Pflanzen müssen nicht ausgezupft werden, denn sie werfen selbstständig verblühte Pflanzenteile ab.
Für die Überwinterung müssen die meisten Geranien ins Haus gebracht werdenEchte Geranien sind winterharte Gartenstauden

Echte Geranien (Geranium) sind als Gartenstauden generell winterhart. Es gibt sie in unterschiedlichsten Züchtungen. Zu denen welche der Blütenpracht der Balkon-Geranie gleichen gehören beispielsweise diese Sorten: Die Geranie 'Weiße Snow Double', die Geranie 'Rote Burcs Double' und die Geranie 'Blaue Birch Double'. Sie bringen den Sommer über immer wieder gefüllten Blüten hervor. Allein schon deshalb erinnern sie stark an die üblicher Weise nicht winterharten Balkon-Geranien (Pelargonium).

Nicht ganz so üppig, was die Blüten betrifft, dafür aber vom Laub her interessant ist beispielsweise die Geranium maculatum 'Espresso', auch bezeichnet als "Dunkler Storchschnabel". Die dezent rosafarbenen Blüten dieser Sorte heben sich gut von dem dunklen, bronze- bis schokoladenbraunen Laub der Staude ab.

Winterharte Balkon-Geranien-Sorten

Eigentlich sind Pelargonien nicht winterhart, denn sie stammen aus Südafrika. Doch es gibt auch einige wenige Sorten, die aus der Türkei und dem Vorderen Orient kommen, wie etwa Pelargonium endlicherianum und von daher winterhart sind. Die winterharten Balkon-Geranien-Sorten (Pelargonium endlicherianum) unterscheiden sich von der Blüte her deutlich von den anderen Arten und Sorten. Denn die meisten der Balkongeranien sind bekannt und auch beliebt wegen ihrer runden, gefüllten Blüten.

Eher herzförmig und etwas unscheinbar, sehen die Blüten der Pelargonium endlicherianum aus. Blühfreudiger dagegen erscheint die dreifarbige Geranie (Pelargonium tricolor / Pelargonium violareum). Auch sie soll winterhart sein. Sie unterscheidet sich von der P. endlicherianum durch ihre mehrfarbigen und mehrblättrigen Blüten. Eine Blüte setzt sich aus roten und weißen Blütenblättern zusammen, die von einem schwarzen Auge zusammen gehalten werden, wie es zum Beispiel bei den Pelargonien 'Splendid' oder 'Funny Face' der Fall ist.

Tipps für mehr Blühkraft

  • Nicht zu viel und nicht zu wenig gießen, Staunässe auf jeden Fall vermeiden.
  • Regelmäßig düngen.
  • Verblühtes und verdorrte Blätter kontinuierlich auszupfen.