Schlangen-Fetthenne, Sedum morganianum - Pflege

Sukkulenten, wie Dickblattgewächse auch genannt werden, haben diese Namensgebung aufgrund ihrer prall mit Wasser gefüllten Blätter. Die Fähigkeit, das Wasser zu speichern, ist für diese Pflanzen lebenswichtig. Sie stammen ursprünglich aus trockenen Gebieten oder Regionen, in denen Niederschläge sehr schwanken. Die Schlangen-Fetthenne ist eine der wenigen Gewächse dieser Gattung, die sich auch im Zimmer wohl fühlt. Ursprünglich kommt sie aus Mexiko und wird auch als Affenschaukel, Walzensedum oder Affenschwanz bezeichnet. Tipp: Die Blüten des Gewächses sind sehr dekorativ. Die Sedum morganianum macht sich aufgrund ihrer bis zu ein Meter langen Triebe sehr gut als Ampelpflanze.


/>Allgemeine Pflege und Informationen

Die Familie der Dickblattgewächse umfasst etwa 400 bis 750 Arten verschiedener Pflanzen. Wenige davon eignen sich als heimische Zimmerpflanze. Die Sedum morganianum besitzt lange Triebe und etwa zwei cm lange und ein cm dicke Blätter. Diese haben eine hellgraue Färbung und eine weißliche Bereifung. Die Blätter fallen leicht ab, deshalb benötigt die Pflanze eine vorsichtige Handhabung. Die Stauden erreichen eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern, die Wuchsbreite liegt zwischen 10 und 30 cm. Das immergrüne Sedum morganianum ist mit ganzrandigen und langzettlichen Blättern ausgestattet, diese haben eine behaarte, weiche Oberfläche. Die Blütezeit ist von April bis Juli, hier trägt die Schlange-Fetthenne rote bis dunkelrote radförmige Blüten.

Standort

Die Sedum morganianum, so der lateinische Name, ist eine beliebte Pflanze fürs Zimmerfenster. Sie mag dabei einen voll sonnigen Platz. Im Gegensatz zu anderen Zimmerpflanzen, die bei trockener Zimmerluft verkümmern, fühlt sich die Schlange-Fetthenne gerade bei solchem Klima richtig wohl. Im Sommer kann die Ampel auch einen Sonnenplatz an der Terrasse oder auf dem Balkon bekommen. Im lichtarmen Winter allerdings möchte die Pflanze einen kühleren Platz, 5 bis 10 °C sind dann gut. Tipp: Vorsicht ist geboten bei scharfkantigen Ampeltöpfen, es besteht die Gefahr, dass die Triebe abknicken.

Substrat und Boden

Der optimale Boden sollte lehmig sein und vorzugsweise mit kleinen Kieselsteinen durchsetzt, so kann sich kein Wasser stauen. Als Substrat eignet sich auch Kakteenerde sehr gut. Die Stauden mögen einen frischen bis feuchten Boden, im Sommer sollte für gute Belüftung gesorgt werden.

Verwendung

Neben der Verwendung in Blumenampeln, eignet sich das Sedum morganianum auch als Kübel- und Zimmerpflanze. Zur Kultur eignet sich ein temperiertes Gewächshaus, ganzjährige Freilandkultur ist möglich, allerdings nur bei mehr als -5 °C.

Gießen

Die Schlangen-Fetthenne ist Trockenheit gewohnt, zu viel Gießen und Wässern bedeutet unweigerlich das Ende der Pflanze. Es sollte keine Staunässe entstehen und der Boden zwischen den Wassergaben immer gut abtrocknen. Idealerweise sollte der Boden ab und an richtig austrocknen. Zwischen März und Oktober, der Zeit des Wachstums sollte die Fetthenne nur einmal die Woche mit etwas Wasser gegossen werden. Von November bis März sollte nur so viel Feuchtigkeit verabreicht werden, dass die Blätter nicht schrumpeln. Wer in Urlaub fährt, braucht sich um diese Sukkulente keine Gedanken zu machen. sie kann gut einige Wochen alleine klar kommen. Die Triebe schimmern silbern-grün und wachsen ohne Zutun. Zur Blütezeit bringt die Schlange-Fetthenne zusätzlich rosa oder purpurfarbene Blüten.

Düngen

In der Wachstumsphase verträgt die Schlangen-Fetthenne beim einwöchigen Gießen auch etwas Kakteendünger. In der Ruhephase von November bis März, sollte gar nicht gedüngt werden.

Schädlinge/Krankheiten

Die Sedum morganianum ist kaum anfällig für Schädlinge und Krankheiten, selbst gefräßige Nacktschnecken machen einen Bogen um

die Sedum morganianum. Bei zu viel Gießen und sich stauendem Wasser bildet sich Wurzelfäulnis. Zeigen sich Honigtau und wachsartige Fäden auf den Sprossen und Blättern, deutet dies auf Schmierläuse hin. Abhilfe
können Marienkäferlarven oder Insektizide bringen. Verfärbt sich die Fetthenne fahlgrün oder erscheint plötzlich mit welken Stellen, ist dies ein Anzeichen von Pilzbefall. Die befallenen Teile müssen entfernt werden. Zeigen sich schuppige Insekten auf den Blattunterseiten und Sprossen, sind dies Schildläuse. Bekämpft werden diese ebenfalls mit Nützlingen oder Insektiziden.

Schneiden

Ein Rückschneiden der Schlangen-Fetthenne ist nicht unbedingt erforderlich. Sollten die Triebe nach einigen Jahre verkahlen und nicht mehr schön aussehen, können sie durch einen Schnitt verjüngt werden. Dies geschieht idealerweise im Frühjahr bevor sie neu austreiben. Zum Schneiden der Triebe ist ein frisch geschliffenes und möglichst desinfiziertes Messer zu verwenden. Alternativ eignet sich auch eine scharfe Schere, um die Triebe an der Basis zu kappen.

Vermehren

Die Pflanze lässt sich leicht vermehren und ist grundsätzlich wenig pflegeintensiv. Die Aussaat kann im Herbst in einem Frühbeetkasten erfolgen, die Vermehrung durch Stecklinge im Frühsommer. Die Vermehrung ist sowohl durch Triebstecklinge oder aus einzelnen Blättern möglich, welche Wurzeln bilden. Die Schnittstellen sollen zwei Tage antrocknen, bevor die Ableger in ein Anzucht-Substrat kommen, das mäßig-feucht ist.

Überwintern

In Winter benötigt die Schlange-Fetthenne noch weniger Wasser. Sie verträgt Temperaturen von bis zu -7 °C. Am besten überwintert sie in gut durchlüfteten Räumen oder einem Gewächshaus. Ihr ideales Wachstum liegt bei Temperaturen zwischen 18 und 24 °C.

Häufig gestellte Fragen
  • Kann ich die Schlangen-Fetthenne auch im Freien auspflanzen? - Ja, allerdings sollte darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht. Ansonsten den Boden mit Kies, Sand, Perlite oder Lavagrus anreichern. Dasselbe gilt auch für die Bepflanzung von Blumenkästen und Kübeln.
  • Welche Arten der Vermehrung gibt es bei dieser Pflanze? - Für die Vermehrung der Sedum morganianum bieten sich verschiedene Methoden an. Zum einen die Vermehrung durch Stecklinge, durch Aussaat oder Teilung.
  • Wann kann man Stecklinge abschneiden? - Am besten kurz nach dem Austrieb im Frühjahr. Diese werden in einer Länge von vier bis 5 cm abgeschnitten. Die Schnittstellen kurz in heißes Wasser tauchen oder einen Tag antrocknen lassen. Danach in den Anzuchttopf stecken, nach vier bis sechs Wochen können die jungen Pflanzen an ihrem Bestimmungsort eingepflanzt werden.
  • Die Fetthenne fängt an zu verkahlen, was kann das sein? - Vermutlich ist der Boden zu nährstoffreich, die Triebe, welche am Boden liegen, sind besonders betroffen. Es darf kein Dünger an die Fetthenne geraten, der Nährstoffgehalt des Bodens muss durch Einarbeiten von Kies, Sand und Splitt gesenkt werden.
Wissenswertes zur Schlangen-Fetthenne in Kürze

Botanik
  • Die Schlangen-Fetthenne gehört zu der Gattung der Fetthennen, die auch Mauerpfeffer genannt werden.
  • Zu dieser Pflanzengattung gehören etwa 420 Arten, die fast auf der ganzen Welt vorkommen.
  • Oft stammen sie aus sehr heißen Regionen, wo ihnen die Trockenheit nichts ausmacht, denn sie haben die Fähigkeit, in ihren Blättern Wasser zu speichern.
  • Mittlerweile sind in deutschen Gärten viele verschiedene Sorten der Fetthennen zu finden.
  • Einige Arten können aber auch sehr gut als Zimmerpflanze genutzt werden, unter ihnen die Schlangen-Fetthenne.
  • Die Schlangen-Fetthenne wird aufgrund ihres Aussehens umgangssprachlich Affenschaukel genannt wird.
Pflege
  • Die Schlangen-Fetthenne, mit botanischem Namen Sedum morganianum, bevorzugt einen möglichst sonnigen Platz mit direkter Sonne.
  • Dort sollte sie ruhig als Ampelpflanze hängen, weil ihre Blätter bei einer Berührung sehr schnell abfallen.
  • Um sie im Winter bei der Blütenbildung zu unterstützen, sollte die Pflanze in einem kühlen Raum bei 5 bis 10° C überwintern.
  • Vermehren lässt sich die Affenschaukel leicht, indem Blätter oder Triebe in trockenes Pflanzsubstrat gesteckt werden.
  • Abgeschnitte Triebe sollten jedoch vorher einige Tage getrocknet werden.
Gießen
  • Der Wasserbedarf der Affenschaukel ist wegen ihrer Herkunft sehr gering, deshalb sollte sie äußerst sparsam gegossen werden.
  • Sehr wenig Wasser macht der Pflanze weniger aus als zu viel, deshalb kann der Boden ruhig austrocknen bevor das nächste Mal Wasser gegeben wird.
  • Auch eine längere Zeit ganz ohne Wasser übersteht die Pflanze problemlos, weil ihre Blätter als Speicher dienen.
  • Während der Wintermonate sollte die Wassermenge dann nochmals reduziert werden. 
  • Daneben sollte auch kein Wasser im Übertopf der Pflanze stehen bleiben.