Clematis 'Josephine' - Pflege, Schnitt, Pflanzen

Clematis 'Josephine'

Clematis 'Josephine' ist eine der selteneren gefüllten Sorten. Ihre Blütenblätter sind anfangs malvenrosa und gehen später in einen Lilaton über. Dabei entwickeln sie dunkelrosafarbene Mittelstreifen. Die inneren Blätter sind kleiner als die äußeren und bleiben zart rosa. Mit der Zeit verliert die Blüte die äußeren Blätter und nur die Innenblätter bleiben erhalten. Sie bilden eine pomponartig gefüllte Blüte. Diese erreichen eine Größe von bis zu 10 cm. Clematis Josephine hat zwei Blühphasen, einmal von Mai bis Juni und dann noch einmal von August bis September. Um die zweite Blüte anzuregen, sind nach der ersten

die Fruchtstände mit dem darunter liegenden Blattpaar  zu entfernen. Ansonsten investiert die Pflanze zu viel Kraft in die Ausbildung dieser und hat dann keine mehr, um erneut zu blühen.

Die Clematis 'Josephine' mag einen warmen, hellen Platz. Allerdings sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Das Pflanzsubstrat muss humos, nährstoffhaltig, durchlässig, frisch und feucht sein. Der Fuß der Clematis ist zu beschatten. Man kann Bodendecker oder Stauden verwenden, muss aber beim Pflanzen sehr vorsichtig sein, damit die empfindlichen Wurzeln der Clematis nicht beschädigt werden. Außerdem sind die
Wurzeln aller Pflanzen ständig im Wettstreit und das ist nicht immer günstig. Die bessere Alternative ist oft eine etwa 10 cm dicke Mulchschicht. Sie schützt die empfindlichen Wurzeln sommers wie winters zuverlässig. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, den Ballen etwa eine handbreit unter die Erdoberfläche zu setzen.

Gegossen werden muss die Pflanze regelmäßig und reichlich. Man wartet mit den Wassergaben aber immer so lange, bis die Erdoberfläche gut abgetrocknet ist. Zu viel Wasser, vor allem stehende Nässe, schadet der Clematis. Nasse Füße führen oft zu Pilzerkrankungen, vor allem im Winter.

Clematis 'Josephine' kann bis zu 2,5 Meter hoch wachsen. Sie benötigt dazu aber eine Rankhilfe. Clematisranken können sich nur an dünnen Zweigen, Ästchen oder Schnüren festhalten. Bei Stäben oder Pfählen müssen die Triebe angebunden werden. Die Clematis wird nicht besonders groß und ist gut für die Haltung in Pflanzkübeln geeignet.

Bei Clematis 'Josephine' ist jährlich ein Rückschnitt vorzunehmen. Die beste Zeit dafür ist im November/Dezember. Alle Triebe werden um die Hälfte zurück geschnitten. Alle vier bis fünf Jahre muss ein starker Schnitt vorgenommen werden, der das Verkahlen der Pflanze von unten verhindert.

Vermehrt wird diese Sorte am besten durch Absenker oder Stecklinge.