Federborstengras - Pflege, Schneiden & Überwintern

lampenputzergras-breit-hg-flFederborstengras (lateinisch: Pennisetum alopecuroides) ist ein mehrjähriges, winterhartes Ziergras, welches kompakte, dichte Horste bildet. Häufig wird es auch als Lampenputzergras bezeichnet. Es stammt aus der Familie der Süßgräser, zu der ungefähr 80 Arten gehören. Von diesen 80 Arten werden einige als Nahrungspflanzen verwendet und die anderen, wie auch das Federborstengras, als Ziergräser. Besonders auffällig sind die Blüten, die sich wie walzenförmige Ähren im Spätsommer zeigen. Mit anderen Herbstblühern kombiniert entsteht so ein wahrer Blickfang im Garten.

Auch auf dem Balkon oder der

Terrasse setzt das Federborstengras attraktive Akzente. Die Pflanze ist sehr pflegeleicht, da sie nur kleine Ansprüche stellt und sich der Pflegeaufwand sehr in Grenzen hält. Ursprünglich stammt das Federborstengras aus der Region von Australien bis Japan und Korea. Da dieses Ziergras in Horsten wächst und keine Ausläufer bildet, vermehrt es sich im Garten nicht unkontrolliert.

Kurzer Überblick
  • Aussehen: ausladend wachsendes Ziergras
  • Standort: sonnig
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Boden: nährstoffreich und durchlässig
  • Gießen: gleichmäßig feucht halten
  • Düngen: 14-tägig
  • Vermehrung: durch Teilung
  • Überwintern: mäßig winterhart
  • Rückschnitt: im Frühjahr
Aussehen

Federborstengras ist ein ausladend wachsendes Ziergras und bildet dichte Horste. Die Laubblätter sind lang, schmal und zugespitzt. Ihre Farbe reicht von mittel- bis dunkelgrün. Im Herbst verfärben sich die Blätter in leuchtendes gelb bis ocker. Federborstengras erreicht eine Höhe von 40 bis 80 cm. Die Halme wachsen dabei aufrecht bis übergebogen. An den Enden der Halme sitzen die Blütenstände. Diese Scheinähren sind walzenförmig und gelbgrün bis rotbraun gefärbt. Während der eigentlichen Blütezeit sind sie silbrigweiß und flaumig behaart. Ihre borstige Form erinnert an Lampenputzer (eine besondere Bürste), die der Pflanze ihren Namen
gaben.

Standort

Federborstengras fühlt sich an einem sonnigen und warmen Standort besonders wohl und ist vielseitig verwendbar. Ist der Standort zu kalt, kann es sein, dass das Ziergras nicht blüht. In einer Staudenrabatte neben attraktiven Herbstblühern wie Fetthenne, Herbsteisenhut, Herbstanemonen und Astern kommt es besonders gut zur Geltung. Aber auch als Rosenbegleiter kann es gut verwendet werden. In einem Pflanzgefäß auf Balkon oder Terrasse oder in Kombination mit anderen Ziergräsern wirkt es sehr ansprechend. Dank seiner auffälligen Herbstfärbung verleiht es dem Garten in der grauen Jahreszeit eine besondere Note. Selbst im Winter es eine Zierde. Die Blütenstände sowie das hellbraune Laub sind bis ins Frühjahr sehr dekorativ. Federborstengras ist gut schnittverträglich und ist in frischen sowie getrockneten Sträußen ein beliebter Füller.

Blütezeit

Federborstengras blüht von Juli bis September. Bei älteren Pflanzen kann die Blühwilligkeit nachlassen. Bildet sich in der Mitte des Horstes eine kahle Stelle, kann das Ziergras im Frühjahr geteilt werden. Setzt man die Teilstücke an der gleichen Stelle wieder in die Erde ein, verwächst es sich recht schnell und blüht dann auch wieder.

Boden

Dieses Ziergras ist ziemlich anspruchslos und wächst auf jedem normalen Gartenboden. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Auf verdichteten Böden fühlt sich die Pflanze nicht wohl.

lampenputzergras-busch-hoch-hg-flGießen

Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, sodass der Wurzelballen nie ganz austrocknet. Steht die Pflanze zu trocken, werden nur wenige oder gar keine Blütenstände ausgebildet. Staunässe verträgt das Federborstengras nicht.

Düngen

Federborstengras wird

von Mai bis August alle 14 Tage gedüngt.

Vermehrung

Die Vermehrung von Federborstengras erfolgt am einfachsten durch Teilung. Dazu wird die Pflanze im Frühjahr ausgegraben und vorsichtig geteilt. Die einzelnen Teile werden dann wieder in Erde gesetzt und regenerieren sich recht schnell. Es ist auch möglich, Federborstengras durch Samen zu vermehren, die im Fachhandel erhältlich sind.

Überwintern

Federborstengras ist nur bedingt frosthart. In rauen Lagen ist es sehr empfehlenswert, einen Winterschutz aus Tannen- oder Fichtenreisig aufzulegen. Im Kübel sollte die Pflanze frostfrei, aber sehr kühl überwintert werden.

Rückschnitt

Bevor die Pflanze im Frühjahr neu austreibt, wird sie zurückgeschnitten. Dies sollte vorzugsweise im Februar oder im März erfolgen. Man schneidet das Gras handhoch über dem Boden ab. Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht empfehlenswert, da es sonst zu Fäulnis kommen kann. Der Austrieb erfolgt dann, je nach Gegend, bis Anfang Mai.