Gräser schneiden - aber wann?

grasherbst3_flDie meisten Gräser haben im September und darüber hinaus ihren großen Auftritt im Garten. Mit ihren fedrigen Blütenähren ziehen sie viele Blicke auf sich.

Gräser, die sich im weichen Spätsommerlicht im Wind wiegen, haben einen einzigartigen Charme. Viele bilden eine leuchtende Herbstfärbung aus und bereichern zusätzlich zu den immer farbigen Gräsern die Beete.

Gräser müssen nicht geschnitten werden, aber zum einen wachsen die Pflanzen so üppiger und zum anderen müssen Halme, die nicht mehr gesund und schön aussehen, weg. Bei vielen Gräsern entfällt

das Schneiden, weil im Frühjahr die alten Halme einfach aus der Erde gezogen werden können. Nur die jungen, neuen und kräftigen Triebe bleiben erhalten, alles andere zieht man vorsichtig heraus. Beim Schneiden ist die Frage, wann ist der beste Zeitpunkt?

Herbst oder Frühling?

Gräser schneidet man im Frühjahr. So können die vertrockneten Halme der Gräser dem eigentlichen Horst noch Schutz vor Kälte und auch vor Nässe im Winter geben. Außerdem sehen viel Stängel und vertrocknete Samenstände, wenn Reif oder Schnee auf ihnen liegt, sehr interessant aus und sind ein toller Schmuck für den Garten. Die vertrockneten Gräser bieten auch gute Rückzugsmöglichkeiten für Vögel und Insekten. Ein frühzeitiger Rückschnitt im Herbst begünstigt Fäulnis. Wenn man erst im Frühjahr schneidet, wirken die Halme im Winter wie Regenrinnen, welche die Niederschläge ableiten, so dass das Herz der Pflanze vor Nässe geschützt wird. Ganz wichtig ist das beim Pampasgras. Hier werden die Blätter zum Schutz zu einem Schopf
zusammengebunden.

Wer nicht möchte, dass sich seine Gräser im Garten selbst aussäen, muss im Herbst die Blütenstände direkt nach dem Verblühen abschneiden.

Wie viel schneidet man?

Wie viel man von den Halmen wegschneidet, richtet sich immer nach der Größe der Pflanze. Man schneidet immer nur so tief, dass man keinen grünen Kern im Inneren der neuen Grastriebe sieht. Wenn man in das bereits neu gebildete Grün schneidet, sind danach die neuen Blattspitzen weg.teichschilf_fl
  • Generell entfernt man so viel abgestorbenes Pflanzenmaterial wie möglich.
  • Dabei dürfen jedoch keine Neutriebe im Kern beschädigt werden.
  • Am besten trägt man zum Schneiden gute Gartenhandschuhe.
Beim Ausschneiden von Pampasgras und vieler anderer Grassorten ist Vorsicht geboten, da die scharfkantigen Blätter Schnittverletzungen verursachen können. Schützen Sie Ihre Hände aus diesem Grund mit Handschuhen.

Ausdauernde, büschelige Gräser entwickeln sich besonders üppig, wenn sie gegen Mitte des Winters bis auf ungefähr 5 cm über dem Boden zurück geschnitten werden. Alle neuen Triebe sprießen am Grund der Pflanze hervor. Durch das Entfernen vorjähriger Blätter und Halme verbessert man daher nicht nur das Aussehen der Graspflanze, sondern trägt auch dafür Sorge, dass das junge Grün ungehindert heranwachsen kann. Häufiges Jäten ist unerlässlich, damit sich keine Wildgräser einsiedeln.

Spezielle Gräserarten
  • Federborstengras: Stiele für Wintersträuße können in voller Blüte geschnitten und anschließend getrocknet werden.
  • Chinaschilf: Die dekorativen Blätter können im Spätsommer geschnitten und getrocknet werden. Bleiben sie den Winter über an der Pflanze, so werden im Spätfrühjahr vor dem Neuaustrieb alle abgestorbenen Halme bis zur Basis abgeschnitten.
  • Schwingel: Die verblühten Ähren, bevor die Samen ausfallen, entfernen.
  • Pampasgras: Beim Entfernen von totem Laub im Frühjahr wegen

    der rasiermesserscharfen Blattkanten Handschuhe tragen.
  • Bambus: Da die Sprosse nach der Blüte absterben, kann man sie anschließend ausschneiden.