Anleitung zum Schneiden beliebter Gräser und Ziergräser

Die Vielfalt der Ziergräser spiegelt sich nicht in den Pflegeanforderungen widerWer seinen Garten mit Ziergräsern ausstattet, erhält ein freundliches Flair. Die Fülle der Ziergräser rund um einen Teich schützt darin lebende Fische und macht den Teich zu einem romantischen Ort. Auch in anderen Bereichen des Gartens ist ein Ziergras gerne gesehen.

Es kann als Schutz vor Schädlingen und als Bodenschutz eingesetzt werden. Einige eignen sich auch als Windschutz, da die Höhe bis zu drei Metern betragen kann.

Für welches Ziergras Sie sich letztendlich entscheiden, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Gräser haben alles eines gemeinsam - sie sind durch und durch pflegeleicht und benötigen nicht viel Aufmerksamkeit.

Wann kann das Gras geschnitten werden?

Sobald Sie das Gras ausgesät haben, kann das Gras wachsen. Manche Gräser dürfen den Sommer über wild wachsen und andere wiederum müssen hin und wieder geschnitten werden. Gräser, die den Frost und kalte Temperaturen nicht vertragen, müssen bereits im Herbst also vor dem Überwintern geschnitten werden. Gräser, die im Freien überwintern, benötigen den richtigen Schnitt erst wieder im Frühjahr.

Für die Gräser, die im Freien bleiben, ist das Frühjahr die Entkleidung. Mit dem Schneidern wird dem Gras quasi sein Wintermantel abgenommen, der in den kalten Monaten einen Schutz gewährleistet hat. Außerdem ist die Wurzel das Herzstück einer Pflanze, die geschützt werden muss. Gräser wachsen meist wild und buschig, sodass die Wurzel ausreichend vor Schnee und Eis geschützt ist. Ein weiterer Grund die Gräser im Frühjahr zu schneiden ist das Aussehen. Ein Gras, welches grün und saftig den Garten ziert, ist viel schöner anzusehen, als ein Gras mit braunen Stängeln. Zudem schwächen die braunen Ähren das Gras, sodass die Pflanze nicht mehr so schön strahlt. Für die Menschen ist der Frühling etwas Besonderes, da die ersten Sonnenstrahlen den Sommer und somit wärmere Temperaturen einläuten.

Gräser, die im Frühjahr geschnitten werden:
  • Chinaschilf
  • Reitgras
  • Rutenhirse
  • Pampasgras
  • Silber-Ährengras
  • Pfeifengras
  • Lampenputzergras
  • Fuchsrote Segge
  • Blauschwingel
  • Bärenfellgras
  • Bronze Schleier
  • Japan Berggras
  • Pilzkopf Segge
  • Neuseeland Segge
  • Diamantengras
  • Neuseeland Windgras
  • isländische Breitblatt Segge
Selbst zierliche Gewächse wie das Lampenputzergras haben keine speziellen PflegebedürfnisseWie werden die Gräser geschnitten?

Wenn Sie nach einer Faustregel suchen, wie kurz das Gras geschnitten wird, stellt sich bei jeder Sorte Gras eine andere heraus. Im Allgemeinen kann also nicht gesagt werden, bis zu wie viel cm das Gras geschnitten wird. Wenn sich die braunen Stängel mit der Hand herausziehen lassen, erübrigt sich die Frage bereits von selbst. Wenn das leblose, also tote Gras entfernt wurde, sieht das Gras sowieso schon freundlicher aus. Alle anderen
Gräser werden bis zu dem Punkt geschnitten, wo sich kein grüner Kern mehr entdecken lässt. Schneiden Sie bis in die grünen Spitzen vor, kann es sein das Sie die neuen Triebe abschneiden und die Pflanze unnötig belasten. Wenn Sie die grünen Spitzen abschneiden, kann es sein, dass die Spitze des Grashalms für immer mit einer braunen Farbe überzogen ist. Dem Gras macht es nichts aus, doch das Aussehen der Pflanze leidet sehr unter dem braunen Farbklecks.

Eine beliebte Methode die Gräser zu schneiden ist mit dem Zusammenbinden. Geübte Hobbygärtner

verwenden ein Band oder eine Schnur und bilden kleine Büschel. Diese werden mit einem scharfen Messer etwa 20 cm über dem Boden abgeschnitten. Denken Sie jedoch daran, dass die Schnittkante eine bräunliche Farbe annimmt und auch im Sommer zu sehen sein wird. Für frei wachsende Pflanzen ist es eine gängige Methode das Gras optimal zu schneiden. Der Vorteil von einer Bündelung liegt in der Einfachheit des Schneidens und in der Entsorgung. Nachdem Sie alle Gräser soweit geschnitten haben, brauchen Sie nur noch die Büschel einsammeln und geben diese auf den Kompost. Natürlich sollten Sie bei dieser Methode stets Handschuhe tragen, um sich nicht zu verletzen. Verwenden Sie außerdem ein geeignetes Messer, welches Sie im Gartenfachmarkt erhalten. Scheren sind zum Schneiden weniger geeignet, da eine Schere den Grashalm abzwickt und eventuell mehr schädigen kann.

Gräser im Topf schneiden

Wenn Sie die Ziergräser im Topf gepflanzt haben, gehen Sie ebenfalls nach dem Prinzip vor. Die abgestorbenen und toten Gräser werden entfernt, während die Grünen Bereiche stehen bleiben. Wird Ihnen die Pflanze zu üppig, können Sie diese ebenfalls im Frühjahr umtopfen und bei der Gelegenheit gleich ausdünnen. Verwenden Sie die kleinen Triebe und setzen diese wieder in den Topf ein. Falls Sie im Garten noch viel Platz haben, können Sie die Gräser dort wieder einsetzen. Falls Sie an akutem Platzmangel leiden, geben Sie die übrigen Pflanzen einfach auf den Kompost. Somit haben Sie der Pflanze wieder ausreichend Platz für eine neue Wurzelbildung geschaffen und können sich auch an der Topfpflanze wieder erfreuen. Die übrigen Pflanzen können Sie auch weiterschenken falls ein Freund oder Gartennachbar ein solches Gras haben möchte. Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis nach, ob es jemanden gibt, der Gräser im Garten anpflanzen möchte oder den Wintergarten damit auffrischen will.

Wenn Gräser nicht geschnitten werden

Wenn Sie auf das Schneiden der Gräser verzichten, werden Sie bald im Garten einen unheimlichen Wildwuchs haben. Die Gräser wachsen bis zu einer Höhe von drei Metern an und machen das Durchqueren unmöglich. Für einen gepflegten Garten oder Teich ist das Schneiden des Grases eine wichtige Arbeit um den Überblick im Garten zu bewahren. Zudem würde der Wuchs überhandnehmen und die Gräser vermischen sich mit Unkraut. Schon bald könnte man nicht mehr erkennen, was gewolltes Gras und was Unkraut ist.

Wissenswertes zum Gräserschnitt in Kürze
  • Als regelmäßige Pflegemaßnahme müssen Gräser ausgeputzt werden, sobald sie verblüht sind.
  • Dazu werden alle verwelkten Pflanzenteile mit einer Schere entfernt.
  • Der ideale Zeitpunkt hängt vom Klima und von der Frostverträglichkeit der Pflanzen ab.
  • Bei nicht winterharten Arten ist es vorteilhaft, die abgestorbenen Blätter zum Schutz des Wurzelstocks bis zum Frühling stehen zu lassen.
  • Winterharte Gräser werden im Spätherbst ausgeschnitten.
  • Wenn Sie eine Selbstaussaat vermeiden wollen, schneiden Sie die Blütenstände direkt nach dem Verblühen ab.
Vorsicht: Einige Gräser sind scharfkantig - so wie das PampasgrasBeim Ausschneiden von Pampasgras und vieler anderer Grassorten ist Vorsicht geboten, da die scharfkantigen Blätter Schnittverletzungen verursachen können. Schützen Sie Ihre Hände aus diesem Grund mit Handschuhen.

Ausdauernde, büschelige Gräser entwickeln sich besonders üppig, wenn sie gegen Mitte des Winters bis auf ungefähr 5 cm über dem Boden zurück geschnitten werden. Alle neuen Triebe sprießen am Grund der Pflanze hervor. Durch das Entfernen vorjähriger Blätter und Halme verbessert man daher nicht nur das Aussehen der Graspflanze, sondern trägt auch dafür Sorge, dass das junge Grün ungehindert heranwachsen kann. Häufiges Jäten ist unerlässlich, damit sich keine Wildgräser einsiedeln.

Tipps zur bekannten Gräserarten
  • Federborstengras: Stiele für Wintersträuße können in voller Blüte geschnitten und anschließend getrocknet werden.
  • Chinaschilf: Die dekorativen Blätter können im Spätsommer geschnitten und getrocknet werden. Bleiben sie den Winter über an der Pflanze, so werden im Spätfrühjahr vor dem Neuaustrieb alle abgestorbenen Halme bis zur Basis abgeschnitten.
  • Schwingel: Die verblühten Ähren, bevor die Samen ausfallen, entfernen.
  • Pampasgras: Beim Entfernen von totem Laub im Frühjahr wegen der rasiermesserscharfen Blattkanten Handschuhe tragen.
  • Bambus: Da die Sprosse nach der Blüte absterben, kann man sie anschließend ausschneiden.