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Mohnblume (Papaver) / Klatschmohn
Pflanzen im Garten - Gräser und Ziergräser

Mohnblume (Papaver) & Klatschmohn

Die Mohnblume (auch Klatschmohn genannt) gehört in die Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und verfügt über 600 Arten. Mohnblumen sind nur als Zierde für Gärten gedacht, der Schlafmohn (Papaver somniferum) findet auch in unserer Küche Verwendung. Die Samen vom Schlafmohn werden gerne als Nahrungsmittel verwendet, gemahlen, mit etwas Zucker gemischt für Süßspeisen, aber auch  im Ganzen für Vollkornbrote oder Mohnbrötchen.

Die Blüten haben eine Farbpalette, die von zart lila über rosé, rot, gelb bis hin zu der Farbe Weiß reicht. Die Farben der Blüten werden durch die verschiedenen Kreuzungen bestimmt. Aus demselben Grund findet man zwischen den ...
Mohnblüten auch welche, die gefüllten Blüten haben. Bienen und Hummeln aber auch Schmetterlinge sind häufige Besucher von Mohnblumen.

Image Mohnblumen sind einjährige Wildpflanzen, jedoch gibt es einige mehrjährige Arten. Der bekannteste ist der Türkenmohn (Papaver orientalis) besitzt sehr große, leuchtend rote Blüten. Im Laufe der Jahre entwickelt sich dieser zu großen, krautigen Horsten. Die harten Samenkapseln von Mohnblüten verwendet man gerne bei Trockengestecken, und zur Dekoration. In jedem dieser Samenkapsel befinden sich etwa 2000 Samenkörner.

Aussaat: Ab Ende März, Anfang April kann man Mohn bereits im Freiland aussäen. Die feinen Samen ausstreuen, und ganz leicht mit Erde bedecken. (Saattiefe ca. 0,5-1cm ) Den Boden leicht feucht halten. Mohnblumen entwickeln lange kräftige Pfahlwurzeln, deshalb sollte man an Ort und Stelle säen, damit man ein Umsetzen der Pflanzen vermeiden kann. Einmalig Aussäen reicht aus, Mohnblumen säen sich willig wieder selbst aus.

Bevorzugter Standort und Boden: Mohnblumen stellen keine großen Ansprüche. Am liebsten gedeihen sie trotzdem in durchlässigen, nährstoffreichen (aber nicht zuviel Dünger) Böden in sonniger Lage.

Mohnblumen fühlen sich wohl in der Gesellschaft von Iris, Fetthenne, Schafgarbe, Lupinen und anderen Stauden. Mohnblumen sind auch beliebte Schnittblumen. Der beste Zeitpunkt zum Schnitt ist, sobald sich die ersten Farben zeigen, aber die Blüten noch nicht ganz offen sind. Die Stielenden kurz unter heißem Wasser halten, oder für einen Bruchteil einer Sekunde abflammen. So halten sie sich länger in der Vase.

Die Vermehrung kann durch Aussaat oder Wurzelstecklinge erfolgen. Im Herbst die mehrjährige Papaver orientalis knapp über den Boden abschneiden und mit etwas Schutz (Tannenzweige, Geschreddertes, oder Laub) vor Kahlfrost schützen.

Schädlinge und Krankheiten: Blattläuse, falscher Mehltau, Mohnbrand.
Bekämpfung: Gegen Blattläuse hilft ein einfaches Hausmittel. In einer Sprühflasche handwarmes Wasser geben, 1-2 Esslöffel voll Schmierseife, und einen Spritzer Spiritus. Damit die befallenen Pflanzen gut besprühen (Tropfnass). Behandlung bei Bedarf nach einigen Tagen wiederholen. Falscher Mehltau tritt oft bei krautigen Pflanzen auf, vorbeugend kann man in nächster Nachbarschaft Majoran oder Oregano pflanzen/säen. Befallene Pflanzenteile immer schnellstmöglich entfernen. Von falschem Mehltau befallene Pflanzenteile können ohne Sorge kompostiert werden, der Pilz, der die Krankheit verursacht überlebt nur in lebenden Pflanzen.

Der Mohnbrand wird durch anhaltende Feuchtigkeit verursacht. Befallene Pflanzen am besten ganz vernichten. Stickstoffbetontes Düngen am besten vermeiden und unbedingt auf den vorgesehenen Pflanzabstand achten.
 


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