Gummibaum - Pflege und Krankheiten

Ab und zu sollten Gummibaumblätter von Staub befreit werdenDer Gummibaum (Ficus elastica) gehört zu den besonders pflegeleichten Zimmerpflanzen, die sich an fast jeden gewählten Standort gut anpassen. Diese Pflanzen stehen daher oft auch in Büroräumen, wo sie meist nur wenig Zuwendung bekommen, trotzdem aber gut gedeihen.

Standort für Gummibäume

Gummibäume sollten im Allgemeinen einen hellen Standort bekommen. Die Sorten mit reingrünen Blättern eignen sich auch für etwas dunklere Bereiche, Sorten mit panaschierten Blättern benötigen dagegen ausreichend Licht, damit ihre

Blattfärbung erhalten bleibt. Allesamt vertragen sie jedoch die Mittagssonne nicht so gut und sollten daher möglichst an einem Ost- oder Westfenster platziert werden. Ein Gummibaum kann ganzjährig bei Zimmertemperatur, ruhig aber auch etwas kühler stehen. Zugluft verträgt er jedoch nur schlecht, daher eignet er sich nicht so gut für Räume wie das Treppenhaus oder den Eingangsbereich. Heizungswärme macht ihm dagegen nur wenig aus.

Gummibaum - Pflege

Ein Gummibaum wird nur mäßig gegossen und benötigt erst wieder Wasser, wenn die Erde im Topf an der Oberfläche trocken geworden ist. Er verträgt keine Staunässe, deshalb sollte nach dem Gießen immer kontrolliert werden, ob Wasser im Übertopf stehen geblieben ist. Alternativ kann er aber auch über die Tauchmethode mit Wasser versorgt werden:
  • In diesem Fall wird der gesamte Topf in ein Gefäß mit Wasser getaucht ...
  • ... und erst dann wieder entnommen, wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  • Danach sollte der Topf abtrocknen, bevor er zurück in den Übertopf gesetzt wird.
Damit der Gummibaum gut atmen kann und schön aussieht, sollten seine Blätter hin und wieder mit einem feuchten Tuch von Staub befreit werden. Gedüngt wird er nur sparsam und nur vom Frühling bis zum Herbst. Hierfür eignet sich ein herkömmlicher Dünger für Grünpflanzen. Umgetopft wird die Pflanze, wenn der Topfballen komplett durchwurzelt ist oder wenn sie aufgrund ihrer Größe umzufallen droht. Die beste Zeit hierfür ist der Frühling und als Substrat ist herkömmliche Blumenerde völlig ausreichend. Sollte der Gummibaum im Laufe der Zeit zu groß geworden sein, kann er ein wenig eingekürzt werden.

Kräftig grünes Gummibaumblatt in NahaufnahmeProbleme und Krankheiten

Wenn ein Gummibaum viele Blätter abwirft oder gelbe Blätter bekommt, kann dies daran liegen, dass er zu viel Wasser bekommt. In diesem Fall sollte er daher etwas sparsamer und in größeren Intervallen gegossen werden. Weitere Ursachen für den Blattverlust könnten Lichtmangel oder Zugluft sein, daher könnte der Wechsel des Standorts helfen.

Von den schädigenden
Insekten treten beim Gummibaum hauptsächlich Spinnmilben und Schildläuse auf. Dieser Befall ist meistens auf einen sehr warmen Standort und trockene Luft zurückzuführen, vorbeugend können während der Heizperiode die Blätter daher ab und zu eingesprüht werden. Ist die Pflanze schon befallen, hilft das Abduschen der Blätter und eine kurzfristige Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch eine durchsichtige Tüte, die über die gesamte Pflanze gestülpt wird.

Den Gummibaum richtig vermehren

Mittlerweile gehört der Gummibaum zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Dieser wächst jedoch sehr schnell und wird zu groß für die eigenen vier Wände. Aus diesem Grund ziehen viele Menschen sich schnell neue Pflanzen heran. Das Vermehren mit Ablegern ist bei dem Gummibaum recht simpel

und führt in den meisten Fällen zum Erfolg. Bevor es losgehen kann, muss man sich erstmal eine besonders schöne Spitze am Gummibaum aussuchen, von der man anschließend einen Stängeltrieb abschneidet.
  • Der Stängeltrieb sollte eine Länge von ca. 6 cm haben und mindestens ein Blatt sowie eine Knospe aufweisen.
  • Anschließend stellt man diesen in ein Glas Wasser, damit der Milchsaft vernünftig abfließen kann.
  • Nach einiger Zeit kann der Ableger nun in einen Topf mit Torf-Erde gepflanzt werden.
  • Dieser muss mit einer Plastiktüte überzogen werden, welcher jedoch zwingend lichtdurchlässig ist.
  • Des Weiteren darf die Tüte den Ableger nicht berühren.
Ideal geeignet sich ebenfalls kleiner Gewächshäuser für Zimmer, denn so entstehen Treibhaustemperaturen, bei denen der Ableger der Gummipflanze optimal wachsen kann.
  • Der Ableger sollte nun mindestens drei Monate an einem hellen Ort stehen.
  • Erst danach darf die Plastiktüte entfernt werden, jedoch nicht auf einmal.
Damit die Pflanze sich langsam an die neue Luft und die Umgebung gewöhnen kann, ist es ratsam, Tag für Tag ein Loch größer zu machen, bis anschließend die komplette Tüte entfernt wird. Nutzt man das Gewächshaus für Zimmer, so muss der Deckel nach und nach weiter geöffnet werden. Nun muss die Jungpflanze regelmäßig von oben gegossen werden.
  • Nach weiteren drei Monaten kann der Ableger nun in einen größeren Topf gepflanzt werden und weiterhin gepflegt werden.
  • Damit sich schneller Wurzeln bilden, empfiehlt es sich, spezielle Wurzelbildungshormone mit in die Erde zu geben, so kann man den Ableger bereits nach zwei Monaten ausreichend gießen.
  • Auch ein wenig Dünger tut dem Gummibaum schon in jungen Jahren ab und an gut und lässt diesen prächtig gedeihen.
Gummibäume gedeihen im tropischen Klima in Gärten und wildGummibäume schneiden

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Gummibaum um eine Pflanze handelt, welche bis zu fünf Metern hoch werden kann, braucht diese in der Regel nicht geschnitten werden. So wird ein Gummibaum nur in Fällen der Krankheit oder für einen schöneren Wuchs geschnitten. Das Schneiden sollte man nur durchführen, wenn der Baum nicht zu groß werden sollte. Vor dem Schneiden muss der Gummibaum allerdings gründlich unter die Lupe genommen werden. Am Stamm befinden sich sogenannte schlafende Augen, welche erst nach einem durchgeführten Rückschnitt anfangen zu wachsen.

Der Schnitt selbst sollte also immer kurz über einem schlafenden Auge durchgeführt werden. Am Stamm selbst empfiehlt es sich, eine Gartenschwere zu nehmen, an dünneren Ästen hingegen reicht ein scharfes Messer aus. Beim Schneiden selbst treten am Baum Wunden auf, welche Flüssigkeit verlieren. Um diese zu verschließen, ist warmer Wachs ideal geeignet. In den folgenden Wochen treibt der Gummibaum nun an den schlafenden Augen neu aus. Es empfiehlt sich, den Gummibaum im Januar oder Februar zu schneiden, da die Triebe dann im Frühling neu austreiben.

Alle wichtigen Details im Überblick
  • Gummibaum nur wuchsbedingt oder bei Krankheiten schneiden
  • Schneiden im Januar bis Februar
  • über den schlafenden Augen durchführen
  • Wunden mit warmen Wachs schließen
  • ca. 6 cm langen Ableger mit mind. einer Blüte und einem Blatt vom Baum abschneiden
  • Ableger in Topf mit Torf-Erde pflanzen und mit einer Plastiktüte überdecken
  • erst nach drei Monaten Plastiktüte Tag für Tag weiter öffnen
  • weitere drei Monate später Jungpflanze umtopfen