Fensterblatt - Monstera - Pflege & Vermehrung

fensterblatt-philodendron-hg-flDie Monstera, auch Fensterblatt genannt, ist eine immergrüne Kletterpflanze und gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Ihre Heimat ist Mittel- und Südamerika. In der Natur klettert sie an starken Ästen und mächtigen Baumstämmen des Urwaldes empor. Mit ihren Luftwurzeln nimmt sie Wasser und Nährstoffe auf. Entsprechend ihrer Herkunft ist sie an das Dämmerlicht im dichten Urwald angepasst. Um das wenige Licht gut zu nutzen, werden die dunkelgrünen, glänzenden Blätter bis zu einem Meter im Durchmesser groß. Die typischen Blatteinschneidungen sind eine Reaktion auf die

Lichtverhältnisse. Je heller das Licht, desto mehr Blatteinschneidungen oder löchrig zerschlitzte Öffnungen werden ausgebildet.

Die Zimmerpflanze

Seit dem Jahre 1848 wird sie in europäischen Gärtnereien gezüchtet und angeboten. Neben dem Gummibaum ist das Fensterblatt eine der häufigsten Zimmerpflanzen. Sie ist ein robustes Gewächs, das fast überall treibt und viel Platz benötigt.

Ihre Blätter sind herzförmig und bis zur Mittelrippe fiedrig gelappt. In der Natur fällt das Licht durch diese fensterartigen Öffnungen, daher auch der Name Fensterblatt, und kann die unteren Teile der Pflanze erreichen. Bei einer recht jungen Monstera haben die Blätter noch nicht diese charakteristischen Einschnitte und Öffnungen, diese bilden erst größere und ältere Exemplare aus. Ältere Pflanzen erreichen leicht eine Höhe von bis zu 5 Meter und müssen unbedingt mit einem Bambusrohr, Moosstäbe oder anderen Stäben, die als Kletterhilfe dienen, gestützt werden.

Standort

Das Fensterblatt ist bezüglich des Lichtbedarfes genügsam, gedeiht an einem hellen Standort jedoch sehr gut. Die Sonne darf nicht direkt auf die Blätter scheinen. Im lichtarmen Winter verkraftet die Pflanze es allerdings besser. Ist aber der Lichteinfall im allgemeinen zu gering, bleiben die Blätter auch kleiner.

Gießen

Die Kletterpflanze mag regelmäßige Wassergaben ohne Staunässe. Im Sommerhalbjahr etwas mehr als im Winter. Zwischenzeitlich sollte die Topferde oberflächlich auch ab und zu abtrocknen können. Das Substrat wird immer etwas feucht gehalten. Die Blätter der Monstera werden regelmäßig mit einem feuchten Tuch abgewischt und von Staub befreit.

fensterblatt-breit-hg-flTemperatur und Substrat

Das Gewächs kommt gut mit unseren Wohnungstemperaturen zurecht, d. h. ganzjährig zwischen 12 °C und 22 °C. Im Winter kann die Monstera auch im beheizten Zimmer verbleiben, jedoch sollte die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Dazu werden die Töpfe in eine Schale mit Kieselsteinen und Wasser gestellt.

Für das Substrat ist ein
Gemisch aus 2/3 Erde und 1/3 Topf zu empfehlen. Alle zwei Wochen wird eine leichte Düngergabe verabreicht. Entsprechender Flüssigdünger wird im Fachhandel angeboten. Umgetopft wird nur im Frühjahr, wenn die Pflanze einen größeren Platz benötigt.

Die Luftwurzeln

Charakteristisch für die Pflanze sind die Luftwurzeln, die gebildet werden und mehrere Funktionen haben.
  • Festhalten. In der freien Natur rankt das Fensterblatt an Bäumen empor. Die Luftwurzeln dienen zum festhalten am Stamm oder auch zur Einwurzelung in die Baumstämme. An den Zimmerpflanzen hängen sie meist locker herunter und suchen auf der Fensterbank eine Kletter- oder Abstützmöglichkeit.
  • Nährstoffversorgung. Die Luftwurzeln versorgen die Pflanze zusätzlich mit Wasser und Nährstoffen. Wenn diese sehr lang sind, könne sie einfach in die Blumenerde gesteckt werden. Dort entwickeln sie sich zu Wurzeln und

    versorgen die Pflanze zusätzlich.
  • Abschneiden. Ein Abschneiden der Luftwurzeln sollte nicht unbedingt erfolgen.
Vermehrung

Alle üblichen Methoden der Vermehrung kann bei der Monstera angewendet werden. Triebstecklinge, Stammstücke mit austriebfähigen Augen, Abmoosen oder Samen bilden die Grundlage der Nachzucht.

Samen ist allerdings schwer erhältlich.

Stecklinge mit mindestens zwei Blättern wurzeln im Frühjahr sehr gut. Ein Gemisch aus gleichen Teilen von Torf und Sand bilden das Substrat. Den Steckling eingebracht und mit einer übergestülpten Plastiktüte an einen hellen, nicht sonnigen und warmen Platz gestellt.

Die Blüh- und Fruchtpflanze

Manchmal treibt das Fensterblatt in der Zimmerkultur auch eine Blüte, welches als cremeweißes Hochblatt um einen Kolben angeordnet ist. Aus dieser Blüte tritt reichlich Nektar aus und tropft zu Boden.

Aus ihnen entstehen essbare Früchte, deren Geschmack sehr an Ananas erinnert. In einigen Ländern werden die Früchte auf dem Mark unter der Bezeichnung "Ananasbanane" verkauft.

Schädlinge und Pflegefehler

Krankheiten und Schädlinge sind bei dieser robusten Monstera eher selten, trotzdem sollte sie regelmäßig und sorgfältig auf Schild-, Schmier- und Wollläuse untersucht werden.
Schildläuse sind schwierig zu bekämpfen. Die Pflanze sollte dann sofort isoliert werden, damit nicht andere Gewächse befallen werden. Im allgemeinen werden giftige Sprays oder Stäbchen zur Bekämpfung eingesetzt.
 
Bildet das Fensterblatt keine typischen Schlitze oder Öffnungen an den Blättern aus, steht die Pflanze zu dunkel. Mehr Licht wäre dann besser.  Bekommt sie hingegen gelbe Blätter, wird sie zu feucht gehalten.

Fazit

Die Monstera ist eine sehr robuste, pflegeleichte Zimmerpflanze, die auch für große Räume geeignet ist.

Sie benötigt sehr viel Platz und kann über mehrere Jahre kultiviert werden.
 
Pflege-Tipps in Kürze
  • Die Pflanze hat es gerne feucht, aber nicht nass.
  • Die Erde sollte nie austrocknen. Staunässe wird überhaupt nicht vertragen.
  • Die großen Blätter sollte man regelmäßig mit einem leicht feuchten Tuch abwischen, um sie von Staub zu befreien.
  • Der Standort sollte unbedingt hell sein, aber ohne direkte Sonne. Die Pflanze gedeiht zwar auch dann, wenn sie etwas dunkler steht, aber an einem hellen Fenster wächst sie einfach schöner.
  • Dünger braucht das Fensterblatt von April bis September alle 2 Wochen (handelsüblicher Grünpflanzendünger). Vom Oktober bis März alle 4 Wochen.
  • Die Pflanze lässt sich relativ gut durch Stecklinge (Triebspitzen wurzeln besonders leicht) vermehren. Man sollte nicht vergessen, dass das Fensterblatt eigentlich eine Kletterpflanze ist, die etwas Hilfe gut gebrauchen kann.
  • Ein Klettergerüst, in den Topf gesteckt erfüllt sehr gut diesen Zweck. Bei entsprechender Pflege hat man mit dem Fensterblatt viele Jahre eine große Freude.