Schefflera - Pflege, Schneiden & Vermehren

ScheffleraDie Schefflera oder auch Strahlenaralie genannt, erreicht in ihrer Heimat in Australien und Neuguinea die Größe eines Baumes von mehreren Metern Größe. In warmen Gebieten ist sie deshalb eine beliebte Gartenpflanze. Aber wie alle Pflanzen braucht auch die Schefflera die richtigen Bedingungen um sich wohl zu fühlen. Der lateinische Namen ist "Schefflera arboricola oder actinophylla" und sie ist ein Araliengewächs. Sie zeichnet sich durch eine robuste Struktur aus und durch ein schnelles Wachstum.

Zusammenfassende Tipps:
  • Die Schefflera ist eine robuste Pflanze die sehr

    groß werden kann
  • Das Vermehren der Pflanze ist leicht, die Stecklinge nicht zu kühl stellen
  • Gewitterfliegen und Blattläuse lieben die Pflanze
  • Standort sollte hell sein aber keine direkte Sonneneinstrahlung
  • Düngen während der Wachstumsperiode
  • Schneiden der Pflanze am oberen Teil oder Einschneiden des Mitteltriebes
Der Standort

Die bei uns bekannten Sorten der Pflanze haben das Aussehen eines Strauches. Die Blattform der Pflanze ist spitz-oval und die Farbe grün oder gelbgefleckt. Man sieht die Pflanze oft an einem Moosstaab aufgezogen. Die Schefflera möchte ein Mittelding aus allen Temperaturen haben. Diese sollten nicht zu warm, nicht zu feucht, nicht zu sonnig und nicht zu kalt sein. Der ideale Standort ist hell und halbschattig. Eine gleichmäßige Zimmertemperatur ist wichtig, steht die Pflanze in überheizten Räumen, so kann sie von Schildläusen befallen werden. Steht sie zu kalt oder in der Zugluft, können die Blätter abfallen.

Die Pflege

Das Gießen der Pflanze sollte gering sein, erst wieder nachgießen, wenn der Boden ausgetrocknet ist. Ideal auch bei dieser Pflanze das Hineintauchen in Wasser und zwar solange bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Im Winter beispielsweise kann das nächste Gießen, hierbei kommt es auf die Topfgröße und Standbedingungen an, erst in mehreren Wochen notwendig sein. Die Pflanze kann auch nach einer Eingewöhnung im Freien stehen, die Temperatur sollte dabei nicht unter 10° Grad fallen. Die Pflanze ist nicht frosthart und fühlt sich nicht wohl bei Temperaturen unter 10 ° Grad, sie reagiert dabei mit Blattabfall. Der ideale Standort sind Räume in denen eine immerwährende Temperatur herrscht, wobei man an genügend Licht denken muss. Hat man keinen Platz in wohltemperierten Räumen, so steht die Schefflera gerne kühl. Die ideale Temperatur für die Pflanze beträgt zwischen 15 und 18 ° Grad. Die Hydrokultur bietet sich für die Schefflera sehr gut an. Regelmäßiges Besprühen mit Wasser liebt die Pflanze ebenso.

Düngen der Schefflera

Das Düngen der Pflanze sollte während der Wachstumsperiode erfolgen und zwar vom frühen Frühjahr bis Mitte Herbst hinein. Mit einem
Flüssigdünger sollte alle zwei bis drei Wochen gedüngt werden. Während der Wintermonate braucht die Pflanze keine Düngung.

Schneiden und Vermehren der Schefflera

Schefflera im TopfDie Blätter der Pflanze sind grün oder gelb-grün marmoriert. Sie wird geschätzt wegen ihrer schönen Blattstruktur, aber sie kann auch, allerdings sehr selten, Blüten tragen. Durch Einschneiden des Mitteltriebes und Stutzen der seitlichen Triebe erhält die Pflanze ein strauchartiges Aussehen. Zur Stütze kann man einen Bambusstab in die Mitte stecken. Man kann sie auch am oberen Teil schneiden, sie bekommt dadurch am unteren Ende vermehrt Blätter. Sie treibt an vielen Stellen neu aus. Die abgeschnittenen

Teile kann man im Wasserglas bewurzeln lassen. Der Rückschnitt der Pflanzen ist ideal im Frühjahr. Man sollte die Wurzeln nicht zu lang werden lassen, da sonst Gefahr besteht, dass sie beim Eintopfen abbrechen. Eine andere Möglichkeit die Schefflera zu vermehren ist das Einsetzen der Stecklinge direkt in die Erde und dann leicht befeuchten. Man kann über das Pflanzgefäß auch einen Plastikbeutel geben und dann an einen hellen Platz stellen. Die perfekte Temperatur ist zwischen 18 und 22 °C. Ist die Temperatur niedriger fault der Steckling gerne. Bei entsprechenden Verhältnissen werden sich innerhalb von drei Wochen die Wurzeln zeigen. Sind die Pflanzen ca. 10 cm groß, kann mit dem Düngen begonnen werden und zwar mit schwachem Dünger. Wenn die jungen Wurzeln an der Oberfläche sichtbar sind, kann man die Pflanze umtopfen.

Krankheiten der Schefflera

Gewitterfliegen laben sich an den jungen Trieben der Pflanze. Nach dem Öffnen der Blätter sieht man erst den Befall. Auch Blattläuse fühlen sich wohl auf der Pflanze. Die Symptome der Blattlausbefallung sind das Einkräuseln der Blätter und gelbe Flecken. Damit sich die Blattläuse nicht weitervermehren sollte die Pflanze isoliert werden und mit einem Gemisch aus Brennnesseln und schwacher Seifenlauge besprüht werden. Auch chemische Pflanzenschutzmittel sind geeignet für die Bekämpfung der Blattlaus.

Fazit

Die Pflanze ist von robuster Konsistenz und zeigt schnelles Wachstum. Nach einer gewissen Eingewöhnung kann sie durchaus im Freien stehen. Gleichmäßig temperierte Räume liebt sie, während bei überheizten oder unterkühlten Räumen die Blätter abfallen. Die Vermehrung der Schefflera ist einfach, man kann sie im Wasserglas bewurzeln lassen oder gleich in die Erde stecken.

Zusammenfassung
  • Als Standort bevorzugt die Schefflera einen hellen Fensterplatz, jedoch ohne direkte Sonne. Im Halbschatten gedeiht sie zwar auch, dies allerdings besser nur im Freien in den warmen Sommermonaten.
  • Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kann sie einige Monate draußen verbringen. Gedüngt wird alle 2 Wochen mit einem Grünpflanzendünger von April bis September.
  • Im Winter nur alle 4 Wochen düngen, wenn sie im warmen Zimmer überwintert wird. In einem kühleren Raum (bei etwa 15 °C) besser gar nicht düngen.
  • Die Schefflera erreicht mit den Jahren doch eine beachtliche Größe. Ist sie einfach zu groß geworden, kann man sie problemlos im zeitigen Frühjahr zurückschneiden.
  • Die abgeschnittenen Triebe muss man auch nicht wegwerfen, aus ihnen kann man neue Pflanzen ziehen. Sie bewurzeln relativ leicht und wachsen schnell an.
  • Schefflera gibt es, wie viele andere Pflanzen auch mit grünen, oder mit panaschierten Blättern. Damit die Panaschierung erhalten bleibt, ist es wichtig, dass die Pflanze nicht zu stark gedüngt wird.