Vogelmilben beim Menschen

Vogelmilben beim Menschen

Vogelmilben sind weltweit verbreitet. Normalerweise ernährt sich die Vogelmilbe, speziell die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) von Vogelblut. Herrscht aber ein Mangel an Nahrung, sucht sie auch uns Menschen heim.

menschennatur1Das Schlimme ist, dass die Milben eine Reihe von Infektionskrankheiten übertragen können.

Lebensweise

Die Vogelmilben ernähren sich nachts. Für ein bis zwei Stunden trinken sie von ihrem Wirt. Bei Vögeln kann der Befall von mehreren Milben schnell zu Blutarmut führen. Am Tag verstecken sich die Parasiten. Vogelmilben vermehren sich rasend schnell.

Symptome

beim Menschen


Beim Menschen führen die Stiche zu stark juckenden Stellen und Entzündungen (Dermatitis). Des weiteren besteht immer die Gefahr, dass die verschiedensten Krankheitserreger übertragen werden.

Vorkommen

Die Rote Vogelmilbe kommt besonders in Städten in Dachwohnungen vor. Das liegt meist daran, dass sich in der Nähe ein oder mehrere Nester von Vögeln befinden. Meist sind es verwilderte Haustauben oder Amseln bzw. Haussperlinge. Auf dem Land kommen die Vogelmilden deutlich häufiger vor.

Nachweis von Vogelmilben

Die
Rote Vogelmilbe findet man in Ritzen und Spalten. Hat man Hühner in einem Stall sollte man im Einstreu des Stalls suchen oder in der Nähe der Nester.

Will man die Milben im Haus nachweisen, hilft doppelseitiges Klebeband. Dieses platziert man an Eindringorten wie auf der Fensterbank, dem Rollladenkasten, am Fensterrahmen und ähnlichen Orten. Die Milben bleiben kleben. Unter dem Mikroskop kann man sie gut erkennen.

Vorbeugung

Um die Vogelmilbe sich gar nicht erst verbreiten zu lassen, sollten Vogelnester im Herbst entfernt und Nistkästen gründlich gesäubert werden. Vor allem, wenn sie sich auf dem Balkon oder der Terrasse oder aber in unmittelbarer Nähe des Hauses befinden ist das wichtig.
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Werden Vogelmilben in Nestern oder Brutkästen vermutet, kann man diese vor der Entfernung mit einem insektiziden/akariziden Spray einsprühen. Das entfernte Nistmaterial verpackt man in einem gut zu verschließenden Plastikbeutel und gibt es in den Müll.

Volieren, Taubenschläge oder Hühnerställe sollten nie direkt an das Wohnhaus angrenzen.

Bekämpfung

Zur Bekämpfung werden flüssige oder staubförmige Kontaktgifte verwendet. Sie sollten nach Möglichkeit direkt in den Verstecken der Milben ausgebracht werden. Als besonders wirksam haben sich Mittel mit den Wirkstoffen Phoxim, Propoxur oder Bendiocarb erwiesen. Sie schädigen das Nervensystem der Milben. Außerdem gibt es Präparate auf Granulatbasis. Das Granulat wird in Wasser aufgelöst. Außerdem gibt es Sprays mit verschiedenen Wirkstoffen.

Unter idealen Bedingungen können Vogelmilben bis 190 Tage überleben ohne Nahrung aufzunehmen. Damit ist die Überlebensdauer der Schädlinge oft länger, als die Wirkungsdauer der Bekämpfungsmittel. Die Maßnahmen zur Vernichtung müssen also wiederholt werden.

Wer sich alleine die Bekämpfung nicht zutraut oder auf Nummer sicher gehen möchte, kann einen professionellen Schädlingsbekämpfer mit der Aufgabe betrauen.