Startseite » Heimwerken » Installation » Wasser » Hauswasserwerk: den Druck richtig einstellen

Hauswasserwerk: den Druck richtig einstellen

Die richtige Einstellung des Drucks bei einem Hauswasserwerk vorzunehmen ist entscheidend für die Förderleistung und die Sicherheit des Geräts. Wie es geht, zeigen wir hier.

Video-Tipp

Minimaldruck

Bei dem Minimaldruck beziehungsweise Mindestdruck handelt es sich um den sogenannten Einschaltdruck. Dieser bestimmt, wann sich die Anlage einschaltet. Er sollte zwischen 1 und 2 bar betragen. Ideal sind oftmals 1,5 bar. Hierbei handelt es sich allerdings um einen Schätzwert, der abhängig von der Anlage und der Wassersäule variiert werden muss.

Weniger als 1 bar sollte er jedoch nicht betragen. Denn das System bestehend aus zwei Kammern und einer luftgefüllten Membran, die bei Überdruck oder Unterdruck Schaden nehmen können.

Maximaldruck

Der Maximaldruck wird auch als Differenzdruck bezeichnet. Ist der Punkt erreicht, schaltet sich die Anlage ab. Der Unterschied zwischen dem Mindestdruck und dem Maximaldruck ist entscheidend für die Förderleistung.

Je größer die Differenz ist, umso größer ist auch die Förderleistung. Bei einer sehr hohen Wassersäule muss die Leistung auch entsprechend hoch sein. Generell sollte der Druck zwischen 3 und 4 bar betragen. Bei einigen Hauswasserwerken kann der Maximaldruck auch auf bis zu 5 bar erhöht werden.

Höhe der Wassersäule

Um einen entsprechenden Druck aufzubauen, muss die Höhe der Wassersäule einkalkuliert werden. Es ist wichtig, diese bereits bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen. Pumpen für Wassersäulen bis zu einer Höhe von acht Metern lassen sich im Baumarkt oder einem anderen entsprechenden Fachhandel erwerben.

Hauswasserwerk: Druck regulieren

Auch besonders leistungsstarke Hauswasserwerke sind jedoch nicht auf eine Fördertiefe von mehr als zehn Metern ausgelegt. Selbst die höchste Einstellung des Drucks kann dieses Problem nicht lösen. In diesen Fällen bieten sich daher andere Lösungen an.

Generell gilt: 

Hauswasserwerk passend zu der Höhe der Wassersäule auswählen.

Durchmesser der Leitung

Der Durchmesser der Leitung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Je größer der Durchmesser beziehungsweise der Umfang der Leitung ist, umso höher muss auch der Druck eingestellt werden.
Wiederum ist es hier wichtig, die Angaben des Herstellers zu befolgen. Der Mindestdruck sollte in keinem Fall unterschritten werden. Denn hierdurch können verschiedene Probleme entstehen. Bei diesen handelt es sich um:

  • dauerhaftes Laufen der Pumpe
  • erhöhte laufende Kosten
  • fehlendes Ansaugen
  • unzureichende Wassermenge
  • Verschwendung von Energie

Wirkungsgrad der Pumpe

Der Wirkungsgrad des Hauswasserwerks sollte so hoch wie möglich ausfallen. Denn daraus ergeben sich verschiedene Vorteile. Darunter:

  • die Pumpe läuft kürzer
  • Energie kann eingespart werden
  • Geräusche durch das Laufen des Wasserwerks sind kürzer und oft leiser
  • größere Fördertiefen sind möglich
  • preisliche Unterschiede fallen oftmals gering aus

Druck einstellen – Anleitung

Den Druck bei einem Hauswasserwerk einzustellen ist vergleichsweise einfach und in wenigen Schritten möglich. Die folgende Schritt-für-Schritt Anleitung hilft dabei:

  1. Die Abdeckung am Druckwächter ist zu entfernen.
  2. Hinter der Abdeckung befinden sich wenigstens zwei und höchsten drei Stellschrauben. Die größte Schraube dient im Normalfall der Regulierung des Mindestdrucks. An der kleinen Schraube kann der maximale Druck eingestellt werden.
  3. Durch das Drehen nach links oder rechts kann der Druck jeweils verringert oder erhöht werden. Dabei ist jeweils auf die Anzeige des Manometers zu achten. 
Tipp:

Die Angaben des Herstellers sind in jedem Fall zu beachten, denn die unterschiedlichen Arten und Modelle der Hauswasserwerke können sich erheblich voneinander unterscheiden. Um Fehler und Schäden zu vermeiden, muss daher auf die Details eingegangen werden.

Autor Heim-Redaktion

Erfahre mehr über Wasser

Zum Thema Wasser

Scroll Up