Nicht nur die Europäische Eibe (bot. Taxus baccata) erfreut sich auch die Japanische Eibe (bot. Taxus cuspidata) zunehmender Beliebtheit als Garten- und Heckenpflanze. Sie bleibt jedoch in der Regel kleiner als die heimische Variante. Ihre etwas helleren und breiteren Nadeln können für einen durchaus reizvollen Kontrast in Ihrer Eibenhecke sorgen.

Höhe und Breite

Die maximale Höhe einer Eibe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt natürlich die Art eine erhebliche Rolle, zum anderen aber auch die Pflege und der Standort. So kann eine Europäische Eibe, die nicht beschnitten wird, bis zu 15 Meter hoch werden, Zwergeiben bleiben dagegen oft unter einem Meter Wuchshöhe. Auch Japanische Eiben gibt es in unterschiedlichen Größen. Einige Eibenarten wachsen mehr in die Breite als in die Höhe, sie eignen sich meistens weniger gut für die Pflanzung einer Hecke. Auch Bodendecker sind unter den

Eiben zu finden.

Höhe und Breite einiger Eibenarten:

  • Bechereibe: etwa vier Meter hoch
  • Europäische Eibe: bis 18 Meter hoch, etwa acht bis 15 Meter breit
  • Gold-Eibe: sechs bis zehn Meter hoch, drei bis vier Meter breit
  • Kisseneibe: maximal 40 bis 60 cm hoch, bis zu zwei Meter breit
  • Säuleneibe: bis zu fünf Meter hoch, anderthalb bis zwei Meter breit
  • Zwerg-Säuleneibe: ca. 65 cm hoch, etwa 20 cm breit

Wie viel wächst eine Eibe pro Jahr?

Die Wachstumsgeschwindigkeit hängt maßgeblich von der Art ab, aber auch vom Alter der Eibe. Setzlinge wachsen zu Beginn noch recht langsam. Junge Bäume wachsen in der Regel etwas schneller als ältere. Kisseneiben wachsen zum Teil extrem langsam. Im Schnitt ist bei jungen Eiben auf lockeren Boden mit einem Zuwachs von etwa 20 bis 25 Zentimetern zu rechnen, bei älteren um die 15

Zentimeter. Frisch gepflanzte oder umgepflanzte Bäume stecken ihre Kraft jedoch zunächst in das Anwurzeln, bevor sie an Größe zulegen.

Wie kann ich das Wachstum beeinflussen?

Wie bei vielen anderen Pflanzen auch, können Sie das Wachstum Ihrer Eiben mit einigen nicht allzu arbeitsintensiven Maßnahmen beeinflussen.

Das Wachstum beschleunigen:

  • Boden verbessern
  • regelmäßig düngen
  • sorgfältig gießen
  • häufiger Rückschnitt

Den Boden verbessern

Eiben wachsen zwar prinzipiell auf allen Böden, bevorzugen aber leicht kalkhaltige und etwas lehmige Erde. Ist Ihr Boden eher sandig und leicht, dann sollten Sie ihn mit reifem Kompost oder gutem Mutterboden etwas aufwerten. In harter verdichteter Erde kann Ihre Eibe nicht gut wachsen. Diesen schweren Boden lockern Sie etwas auf indem Sie Sand darunter mischen.

Regelmäßig düngen

Auch ohne Dünger gedeiht eine Eibe recht gut. Durch regelmäßige Düngung können Sie das Wachstum jedoch anregen. Damit fangen Sie am besten gleich beim Pflanzen an. Geben Sie eine gute Portion Kompost, eventuell mit etwas Hornspäne vermischt, in das Pflanzloch. Dadurch wird das Wurzelwachstum gefördert. In den ersten Jahren düngen Sie dann regelmäßig im Frühjahr. Flüssigdünger, reifer Kompost und Pferdemist eignen sich

gleichermaßen.

Sorgfältig gießen

Eibe - TaxusZwar geht Ihre Eibe nicht gleich ein, wenn sie nicht zusätzlich gegossen wird, aber sie wächst bei Wassermangel langsamer. Daher sollten Sie zumindest bei anhaltender Trockenheit regelmäßig gießen. Das gilt auch im Winter, wenn der Boden frostfrei ist. Mit einer dicken Schicht Rindenmulch halten Sie die Feuchtigkeit länger im Boden.

Häufiger Rückschnitt

Häufig wird empfohlen, eine Eibenhecke nur einmal im Jahr zu beschneiden, das ist auch nicht grundsätzlich falsch. Möchten Sie aber, dass Ihre Hecke schnell dicht wird, dann denken Sie über einen zusätzlichen Schnitt pro Jahr nach. Dadurch bilden Ihre Eiben besonders viele Neutriebe aus und die Hecke wird schneller blickdicht.

Welche Besonderheiten gibt es beim Schnitt?

Damit Ihre Hecke möglichst bald die gewünschten Maße erreicht und blickdicht wird, sollten Sie gezielt schneiden. In der Höhe kürzen Sie die Eibe erst, wenn die Wunschhöhe erreicht ist. Seitlich beschneiden Sie die Hecke so, dass eine Trapezform entsteht. Auf diese Weise bekommen alle Pflanzenteile ausreichend Licht und die Hecke verkahlt nicht so schnell. Denken Sie bei den Schneidemaßnahmen daran, dass die Eibe in allen Teile sehr giftig ist und Schützen Sie Ihre Haut vor dem Kontakt mit Pflanzensaft.