Dielen auf Terrassen sind Wind und Wetter ausgesetzt und werden dementsprechend häufig nass. Längeres Einwirken von Feuchtigkeit tut dem Material nicht gut. Nur bei Einhaltung des richtigen Abstands bei der Konstruktion ist eine Langlebigkeit gewährleistet.

Abstand der Terrassendielen

Bei der Konstruktion von Terrassendielen ist eine ausreichende Planung von fundamentaler Bedeutung. Witterungseinflüsse schaden dem Material bei einer falschen Verarbeitung langfristig. Auf die richtigen Abstände zur Unterkonstruktion sowie zwischen den Dielen erhöht die Lebensdauer des Materials. Eine ausreichende kapillare Wirkung nach unten hin muss gegeben sein. Unbedingt zu vermeiden ist das Aufliegen der Dielen direkt auf der Unterkonstruktion.

Info: Holz arbeitet im Falle von Temperaturschwankungen und bedarf einer Bewegungstoleranz.

Terrassen: Dielen Abstände

Der Abstand zwischen den einzelnen Holzdielen sollte im Idealfall zwischen fünf und zehn Millimetern betragen. Er dient der Ableitung von Wasser in ausreichender Schnelligkeit und trägt zur raschen Trocknung bei. Auch zur Hauswand sollte man unbedingt ein wenig Entfernung wahren. Eine Fuge zur

Hauswand beträgt im optimalen Fall mehr als acht Millimeter. Feste Verankerungen wie durch das Verschrauben sind kontraproduktiv, da dies die Bewegungsfähigkeit der Dielen negativ beeinflusst.

Tipp: Eine freitragende Terrassenkonstruktion ist stets zu bevorzugen.

Materialliste

Folgende Materialien werden zur Montage benötigt:

  • Abstandshalter für Auflagen
  • Abstandshalter für Zwischenräume
  • Alternatives kombiniertes Befestigungssystem (Justierfuß oder Kralle)

Folgende Werkzeuge werden zur Montage benötigt:

  • Stichsäge oder Handkreissäge
  • Senkkopfbohrer
  • Senkkopfschrauber
  • Gurtbandzwinge
    Akkuschrauber

Montage von Terrassendielen

Der Bau einer Terrassenkonstruktion erfordert ein wenig Geschick, ist jedoch auch für den Laien möglich und schont letztlich den Geldbeutel. In jedem Fall ist auf den richtigen Abstand zwischen den Dielen zu achten, um lange etwas von der Terrasse zu haben.

1. Vorbereitung der Dielen

Die Dielen sind auf die richtige Länge anzupassen. Eine absolut präzise Arbeit ist hier nicht notwendig, da der finale Schnitt erst nach dem eigentlichen Verschrauben mit einer Stichsäge oder

Handsäge erfolgt.

2. Auflegen der Dielen

Mit den in die Zwischenräume gesetzten Abstandshaltern lassen sich die Terrassendielen auf die Unterkonstruktion legen und ausbreiten. Auf jeden Fall ist bereits hier auf einen ausreichenden Abstand zu der Hauswand von mindestens acht Millimetern zu achten, damit die Dielen nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind.

3. Anlegen der Gurtbandzwinge

Unmittelbar neben den Schraubpunkten sind die Dielen mit Gurtbandzwingen stramm einzuspannen.

4. Löcher bohren

Jede einzelne Diele wird nun mit mindestens zwei Löchern versehen. Anschließend sind die Kanten der Bohrlöcher abzusenken mithilfe des Senkkopfbohrers. Letztlich erfolgt die Befestigung der Bretter durch das beidseitige Verschrauben.

Tipp: Um ein Ausreißen oder Splittern im späteren Verlauf zu vermeiden, ist zu den Enden der Bretter ein Abstand von mindestens sechs Zentimetern einzuhalten.

Abständen bei Terrassendielen

Fehler beim Verlegen

Gemachte Fehler beim Verlegen von Dielen lassen sich im Nachhinein nur selten ausbessern. Gerade Laien tappen beim Verlegen häufig in ein und dieselben Fettnäpfchen. Folgende Fehler lassen sich durch die Beachtung einfacher Regeln vermeiden:

1. Verlegen auf instabilem Untergrund

Ausschließlich auf verdichteten und ebenen Flächen mit einem maximalen Gefälle von drei Prozent steht eine Terrasse sicher. Balken der Unterkonstruktion dürfen keineswegs zur Seite wegrutschen können. Folge ist ein einseitiges Absacken und Verrutschen der Dielen.

2. Zu wenige Tragebalken

Ein zu großer Abstand zwischen den einzelnen Tragebalken führt zu einem Durchbrechen der Dielen. Auch bleiben Wasserpfützen so länger

bestehen und schaden der gesamten Konstruktion. Der optimale Abstand zwischen den Trägerbalken hängt von den Dielen ab.

Tipp: Als Faustwert gilt der 20-fache Wert der Dicke der Dielen.

3. Direkter Erdkontakt

Feuchte Erde oder langer Kontakt mit Feuchtigkeit ruiniert das Material, da Holz empfindlich auf Fäulnis reagiert. Aus WPC bestehende Dielen halten zwar mehr aus, doch auch hier droht Gefahr bei stehendem Wasser. Kontakt mit dem Erdreich ist demnach unbedingt zu vermeiden, Staunässe muss bei der Terrassenkonstruktion zwingend vorgebeugt werden. Ein Bett aus Schotter etwa trennt den Gartenboden von der Unterkonstruktion, während Abstandshalter für geringe Kontaktflächen zwischen Tragbalken und Dielen sorgen.

Abstände bei Terrassendielen

Tipp: Spezielle aus Kunststoff gefertigte Auflagepads können Abhilfe schaffen.

4. Fehlender Fugenabstand

Ein zu dichtes Verlegen der Dielen kann für Wölbungen im Material sorgen. Holz sowie WPC dehnen sich abhängig von der Feuchtigkeit und Temperatur aus. Wie stark sich die Dielen ausdehnen, ist abhängig vom Material. Eine Fuge gibt dem Material genug Spielraum.

5. Falsche Verschraubung

Durch das falsche Verschrauben können schwarze Flecken oder Risse entstehen. Auch das Aufwölben der Dielen in der Länge ist möglich. Ein fachgerechtes Verschrauben dient also nicht nur einer ansprechenden Optik, sondern erhöht auch die Lebensdauer des Produkts. Die Verwendung von Edelstahlschrauben beugen einer Korrosion vor und Verfärben sich nicht.

Tipp: Sind die Schrauben beim Aufquellen im Weg, kommt es zu einer Rissbildung. Löcher sind stets vorzubohren und sollten mindestens einen Millimeter dicker als die Schraube sein.