Wenn die Temperaturen steigen, nimmt die Zahl der Mücken zu. Die weiblichen Individuen begeben sich vermehrt auf Nahrungssuche. Sie versorgen ihre Nachkommen, indem sie das Blut von Mensch und Tier saugen. Beim Stich werden verschiedene Substanzen in die Blutbahn gepumpt. Wenn Bakterien am Stechrüssel haften, gelangen diese ebenfalls in den Organismus und es kann zu Entzündungen, Rötungen oder Schwellungen kommen.

Stich erkennen

Es gibt zahlreiche Insekten, die den Menschen stechen können. Nicht alle haben es auf das menschliche Blut abgesehen. Oft ist der Stich eine Verteidigungsreaktion. Unabhängig vom Verursacher sollten Sie den Stich nie aufkratzen, auch wenn er noch so

stark juckt. Dadurch können zusätzliche Bakterien in den Körper gelangen und zum Teil weitere schwere Symptome verursachen. Ist der Juckreiz unerträglich oder erhitzt sich der Stich stark, sollten Sie die Stelle von einem Arzt untersuchen lassen. So erkennen Sie, welches Insekt den Stich verursacht hat:
  • Zecken: Einstichstelle rötet sich, mit der Zeit entsteht ein roter Kreis
  • Wespen: äußerst schmerzhafte Stiche und gerötete Schwellungen
  • Bienen: Stachel bleibt nach dem Stich in der Haut stecken
  • Hummeln: Stich weniger schmerzhaft als bei Bienen und Wespen, deutliche Rötung
  • Bremsen: Mundwerkzeuge säbeln Haut auf, sodass es direkt zu Schmerzen kommt
  • Grasmilben: stechen in feucht-warme Körperregionen, stark juckende Quaddeln
  • Mücken: schmerzfreier Stich, der nach kurzer Zeit heftig juckt

Soforthilfe

Basilikum bei MückenstichenHaben Sie auf einer Fahrradtour oder bei einem Abendspaziergang Mückenstiche abbekommen, ist eine direkte Behandlung wichtig. Je früher Sie Maßnahmen ergreifen, desto geringer ist das Risiko einer Entzündung. Empfindliche Personen, die eine Allergie gegen Insektenstiche entwickeln, sollten sofort reagieren. Sammeln Sie die Blätter des Spitzwegerichs und zerreiben Sie diese in der Hand, sodass der Saft austritt. Geben Sie die Flüssigkeit auf den Stich und lassen Sie diese für mindestens zwei Stunden einwirken. Petersilie und Basilikum sorgen ebenfalls für eine Juckreizlinderung. Geben Sie zehn bis 15 Blätter in kochendes Wasser und lassen Sie den Aufguss drei Minuten ziehen. Der abgekühlte Sud kann direkt auf den Stich getupft werden oder Sie tränken ein Tuch darin und legen dieses auf die Haut. Wenn Sie zu Hause angekommen sind, können Sie diese Maßnahmen ergreifen:

  • 7 TL Heilerde in 2 TL Wasser einrühren
    und auf den Stich geben
  • Stelle mit Saft der Aloe vera behandeln
  • Protein des Mückengifts durch Auflegen eines heißen Löffels zerstören

Schwellung vermeiden

Ist es zu einem Stich gekommen, muss die Stelle gekühlt werden. Eine Kühlung durch Kaltkompressen, die Sie in der Apotheke bekommen, lindert die Entzündungsreaktionen. Alternativ eignen sich Eiswürfel für die erste Hilfe. Diese sollten Sie in ein Küchentuch wickeln, um Erfrierungen auf der Haut zu vermeiden. Legen Sie die Kompresse für mindestens zehn Minuten auf die Einstichstelle. Um ein Anschwellen zu verhindern, können Sie auch ein Tuch in einer Mischung aus zwei Teilen Wasser und einem Teil haushaltsüblichen Essig tränken und dieses auf die betroffene Stelle legen. Diese Kompresse wirkt entzündungshemmend und reduziert den Juckreiz.

Tipp: Wenn Sie keine Eiswürfel zur Hand haben, können Sie tiefgefrorenes Gemüse nutzen. Klein geschnittene Möhren eignen sich besonders gut, da sie nach dem Auftauen nicht matschig werden.

Mückenstiche desinfizieren

Zwiebeln gegen MückensticheEin bewährtes Hausmittel bei einem Mückenstich ist eine frische Zwiebel. Schneiden Sie die Knolle in zwei Teile und drücken sie eine Zwiebelhälfte auf den Stich. Der austretende Saft lindert Juckreiz und verhindert eine Schwellung. Die desinfizierende Wirkung verhindert eine Entzündung des Stiches. Gleichermaßen wirksam ist ein Tropfen Honig, der direkt auf den Mückenstich geträufelt wird. Auch Teebaumöl hat eine desinfizierende Wirkung. Allerdings kann das ätherische Öl bei empfindlichen Personen zu Hautirritationen führen.

Angeschwollene Stiche beruhigen

Weißkohl - Brassica oleraceaWenn der Stich bereits angeschwollen ist, sollten Sie zu Magerquark greifen. Das Milchprodukt kühlt und hat eine bindende Wirkung. Es entzieht dem Gewebe entzündliche Gifte. Geben Sie den Quark messerdick auf die betroffene Stelle und wickeln Sie ein Tuch darum. Bevor der Quark angetrocknet ist, sollte er abgewaschen werden. Frische Gurkenscheiben haben ebenfalls einen leicht antibakteriellen Effekt und kühlen die geschwollene Stelle. Wenn Sie weder Quark noch Gurken im Haus haben, können Sie die Blätter von Weißkohl oder Wirsing nutzen. Kohl gehört zu den ältesten Hausmitteln, denn sein Saft hemmt Entzündungen und wirkt juckreizstillend. Manche Kinder empfinden ein Kohlblatt angenehmer auf der Haut als eine Portion Magerquark. Gehen Sie

folgendermaßen vor:
  • Kohlblatt gitterförmig einschneiden
  • mit einem Nudelholz über das Blatt rollen, sodass Saft austritt
  • Blatt auf die Haut legen
  • mit einem Tuch fixieren

Tipp: Bei besonders starken Schwellungen können Sie die Anwendung mehrmals täglich für jeweils 15 Minuten wiederholen.

Heilung beschleunigen

echte Kamille - Matricaria chamomillaJe schneller die Schwellung abklingt, desto zügiger verschwindet der lästige Juckreiz. Einige Hausmittel eignen sich besonders, um den Heilungsprozess vorhandener Mückenstiche zu beschleunigen. Meerrettich enthält Senföle, die aus ätherischen Ölen bestehen. Sie haben eine antibiotische Wirkung. Gleichzeitig fördert das Wurzelgemüse die Durchblutung und lässt Entzündungen schneller abheilen. Der Saft von Gänseblümchen ist besonders schleimhaltig und zeichnet sich durch wundheilende Eigenschaften aus. Kamille wirkt antibakteriell und unterstützt das Abklingen der Entzündung. So nutzen Sie die heilsamen Eigenschaften eines Kamillenteebeutels:

  • Teebeutel in Wasser aufkochen
  • zum Abkühlen im Kühlschrank lagern
  • Beutel für zehn Minuten direkt auf den Stich legen