Der französische Seefahrer Louis de Bougainville brachte die zauberhafte Drillingsblume nach Europa. Ihm zu Ehren erhielt sie ihren botanischen Namen "Bougainvillea". Winterhart ist sie nicht. Wie wird die Kübelpflanze überwintert?

Drillingsblumen

Die Bougainvillea wird in unseren Breitengraden in Wintergärten oder auf dem Balkon im Kübel kultiviert. Sie ist eine echte Sonnenanbeterin. Schattige Standorte und verregnete Sommer machen ihr zu schaffen. Winterhart ist sie nicht. Sobald es im Herbst kälter wird, muss sie ins geschützte Winterquartier umziehen.

Vorbereitung

1. Helles Winterquartier wählen

Drillingsblumen benötigen einen hellen Ort zur Überwinterung. Dunkle Winterquartiere schwächen die Pflanze und können im Folgejahr zum Ausbleiben der Blüte führen.
Mögliche Winterquartiere sind:

  • frostfreie, helle Kellerräume
  • Gewächshäuser
  • ungenutzte
    Nebenräume
  • Wintergärten

2. Überwinterungstemperatur beachten

Die Überwinterung in der Garage, im Keller oder in kühlen Nebenräumen wird empfohlen. Am besten eignet sich ein Winterquartier mit einer Raumtemperatur von 10 bis 15 Grad Celsius.

Drillingsblume - Bougainvillea

3. Bewässerung ab Oktober vollständig einstellen

Verzichten Sie bereits im Oktober auf das Gießen. Das Substrat im Kübel trocknet aus und die Drillingsblume wirft ihr Laub vollständig ab.

4. Pflanzenschnitt vor dem Einzug ins Winterquartier

Schneiden Sie die Pflanze nach dem Laubfall kräftig zurück. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Pflanze ihre Energie unnötig in die verblühten Blüten steckt. Verwenden Sie scharfes, sauberes Werkzeug. Entfernen Sie vertrocknete Pflanzenteile und

kümmerliche Zweige.

Überwintern

5. Mit dämmender Unterlage vor Kälte schützen

Wählen Sie für die Kübelpflanze im November einen hellen, kühlen, aber frostsicheren Ort als Winterquartier. Stellen Sie die Pflanze auf eine dämmende Unterlage aus Holz.

6. Im kühlen Winterquartier nicht gießen

Bei Überwinterung in einem kühlen Raum benötigt die Bougainvillea keine Wassergaben. Gießen Sie die Pflanze erst wieder im Frühjahr, wenn die ersten neuen Triebe zu sehen sind.

Überwintern in der Wohung

  • Stellen Sie die Bougainvillea Anfang Oktober in ihr helles Winterquartier im Haus
  • Gießen Sie die Pflanze regelmäßig, sodass sie ihr Laub behalten kann
  • Das Substrat im Kübel darf im Winter nicht vollständig austrocknen
  • Gewöhnen Sie die Pflanze im April langsam wieder an ihren Standort im Freien
  • Kalte Nächte sollte sie noch im Haus verbringen.

Auswintern

7. Im Frühjahr Umzug ins Freiland vorsichtig vorbereiten

Gewöhnen Sie die Bougainvillea Anfang April langsam wieder an das Freiland. Stellen Sie sie an warmen Frühlingstagen tagsüber auf den Balkon oder die Terrasse. Die Nächte sollte die empfindliche Kübelpflanze zunächst noch im Haus verbringen. Mitte bis Ende April kann sie dann endgültig nach draußen umziehen.

Hinweis: Hin und wieder

kündigen sich auch im April noch Spätfröste an. Stellen Sie Drillingsblumen dann vorsichtshalber zurück ins Haus. Die jungen Triebe könnten ansonsten Schaden nehmen.

8. In Ausnahmefällen Überwinterung in beheizten Räumen möglich

Wer keine hellen, frostfreien Garagen- oder Kellerräume zur Verfügung hat, kann die Bougainvillea in warmen Wohnräumen überwintern. Erforderlich ist dann jedoch eine intensivere Pflege.

Drillingsblume - Bougainvillea

9. Radikaler Rückschnitt im Frühjahr für gesunde Pflanzen

Drillingsblumen wachsen sehr schnell und müssen regelmäßig geschnitten werden. Der beste Zeitpunkt für einen radikalen Rückschnitt ist im Frühjahr, bevor die Wachstumsperiode beginnt. Der Schnitt im Spätherbst ist nicht zwingend notwendig, erleichtert jedoch bei der starkwüchsigen Pflanze den Umzug ins Winterquartier und stärkt ihre Vitalität.

Achtung Schädlinge!

Die Gefahr, von Spinnmilben oder Schildläusen befallen zu werden, steigt für Drillingsblumen im Winterquartier. Besonders bei Überwinterung in beheizten Räumen fühlen sich die Tiere wohl. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Veränderungen. Spinnmilben sind an weißen Gespinsten zu erkennen. Ein erstes Indiz für einen Schildlausbefall ist klebriger Honigtau an den Blättern.