Beerenpflanzen erbringen schnell ihre ersten Erträge. Diese werden üppiger, je größer der Strauch wird. Wenn Sie die Erträge optimieren möchten, sollten Sie ein gutes Düngemittel verwenden. Die Pflanzen bekommen wichtige Nährstoffe, die speziell auf ihre Ansprüche optimiert sind. Wenn Sie richtig und regelmäßig düngen, können Sie auf den Wuchs der Pflanzen und auf die Erträge positiven Einfluss nehmen.

Große Vielfalt an Sorten

Beerenobst gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Durch Kreuzungen und Züchtungen kommen regelmäßig neue schmackhafte Varianten hinzu. Besonders beliebt sind Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. So können Sie sich für Himbeersorten entscheiden, die sowohl im Frühsommer als auch im Herbst Früchte tragen. Johannisbeeren gibt es in verschiedenen Farben, sie unterscheiden sich auch im Geschmack. Unabhängig davon, für welche Sorte Sie sich entscheiden, sollten Sie für die Pflanzen einen passenden Standort wählen und eine regelmäßige Düngung in die Pflege einbeziehen.

Beerenpflanzen haben geringe Ansprüche

Die Pflanzen und Sträucher, an denen das Beerenobst wächst, sind grundsätzlich anspruchslos. Dies bedeutet, dass Sie Ihre beliebtesten Beerensorten unabhängig von der Beschaffenheit Ihres Bodens einpflanzen können. Sie
werde sich zunächst gut entwickeln. Dies gilt nicht nur für die Beeren, die an Sträuchern wachsen, sondern auch für die beliebten Erdbeeren. Die Erdbeere bekommen Sie in immer wieder neuen Züchtungen, die von den klassischen Sorten, die im Frühling tragen, abweichen.

Einige Sorten tragen das ganze Jahr über, andere im Herbst. Und da die Erdbeere so beliebt ist, wird sie auf eine ganz verschiedene Weise kultiviert. Natürlich haben Sie nach wie vor die Möglichkeit, klassische Sorten in einem Beet im Garten anzupflanzen. Bei den Erdbeeren handelt es sich um mehrjährige Pflanzen, die mit jedem Jahr größer werden. Wenn Sie den Boden gut mit einem hochwertigen Beerendünger versetzen, profitieren Sie spätestens im zweiten Jahr von einer sehr guten Ernte.

Die Erdbeere als beliebteste Beerensorte

Haben Sie keinen großen Garten, müssen Sie auf den Genuss von Erdbeeren nicht verzichten. Sie bekommen Sorten für Töpfe und Kübel, die das ganze Jahr über Früchte tragen. Für diese Sorten ist ein Flüssigdünger besser geeignet als ein Düngemittel in Pulverform. Flüssigdünger können Sie in Töpfen und Kübeln besser dosieren und sie lösen sich schneller auf. Auch diese Erdbeerpflanzen sind mehrjährig, jedoch brauchen sie im Winter Schutz, weil sie nicht in der Erde wachsen. Es ist von Vorteil, wenn Sie diese Pflanzen in einem Wintergarten oder in einem hellen und kühlen Raum überwintern können. Dies gilt vor allen für Regionen, in denen die Winter sehr hart sind.

Tipp: Einen guten Beerendünger können Sie für alle Beerensorten verwenden. Haben Sie sich für einen Flüssigdünger entschieden, ist dieser auch für die Sträucher sehr gut geeignet.

Der erste Schritt: Die Beerenpflanzen richtig einsetzen

Eine gute und regelmäßige Düngung sorgt dafür, dass Ihre Pflanzen kräftig wachsen und dass sie Blüten treiben, die schließlich zu Früchten werden. Im ersten Schritt ist es jedoch wichtig, dass Sie die Pflanzen richtig einsetzen. Bereiten Sie den Boden so vor, dass er der jungen Pflanze ausreichend Nährstoffe bietet. So ist es wichtig, den Boden gut aufzulockern und bereits vor dem Einbringen der Erdbeerpflanzen oder der Sträucher ein Düngemittel zu verwenden. Die jungen Wurzeln werden bereits nach dem Einsetzen mit ausreichend Nährstoffen versorgt und können sich sehr gut entwickeln.

Gesamten Boden vorbereiten

StachelbeerenUnabhängig davon, ob Sie Erdbeerpflanzen oder Sträucher einsetzen, sollte der Boden mit Nährstoffen angereichert sein. Ein Flüssigdünger, der speziell für Beeren entwickelt wurde, bietet eine sehr gute Grundlage. Wenn Sie ein festes Düngemittel verwenden möchten, ist auch das möglich. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie gut gießen, und zwar bevor Sie die Pflanzen einsetzen. Nur dann kann sich das Düngemittel gut mit dem Boden verbinden und die Nährstoffe verteilen sich. Vor dem Einsetzen der Pflanzen ist es wichtig, den gesamten Boden aufzulockern.

Vermeiden Sie es, für jeden Strauch oder für jede Pflanze ein Loch zu graben und dieses mit Dünger anzureichern. Damit könnten die Pflanzen ein Überangebot an Nährstoffen bekommen. Wird nicht der gesamte Boden vorbereitet, ist es auch möglich, dass die Nährstoffversorgung gar nicht gelingt, etwa weil der punktuell eingebrachte Dünger die Pflanze nicht erreicht. Deshalb ist es ratsam, eine größere Fläche vorzubereiten und in Maßen zu düngen. Erst wenn Gieß- oder Regenwasser den Dünger gut in der Erde verteilt hat, sollten Sie mit dem Einsetzen der Pflanzen beginnen.

Bei Sträuchern Abstände beachten

Beim Einsetzen von Sträuchern ist es wichtig, dass Sie die Abstände beachten. Johannisbeeren brauchen einen Meter Platz. Auch wenn es anfangs sehr kahl aussieht, werden Sie das üppige Wachstum schnell beobachten können. Die Sträucher wachsen in die Länge und in die Breite und benötigen entsprechend Platz, um sich entwickeln zu können.
Auch Himbeeren brauchen Platz, sich zu entwickeln, denn sie bilden immer neue Triebe aus, während die alten Triebe absterben. Achten Sie bei den Himbeeren auch darauf, dass sie stark in die Höhe wachsen, aber nur dünne Ruten ausbilden. Eine Unterstützung durch Pflanzstäbe oder Holzwände, an denen sie befestigt werden können, ist ratsam.

Wichtig: Die richtige Dosierung des Düngemittels

Unabhängig davon, ob Sie das erste Mal beim Setzen der Pflanzen düngen oder später, sollten Sie immer die Dosierung beachten. Eine zu häufige und zu starke Verwendung des Düngemittels sorgt nicht dafür, dass sich die Pflanzen gut entwickeln, sondern es kann den Pflanzen schaden. Jeder Dünger ist mit einer Dosierungsempfehlung versehen, die Sie als Aufdruck auf der Flasche oder auf der Umverpackung finden. Sie sollten sich diese Dosierungsempfehlung unbedingt notieren, wenn Sie die Verpackung verwerfen. Sie gilt als wesentliche Grundlage für die optimale Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen.

Wurzeln der Pflanzen beim Einsetzen nicht beschädigen

Erst nach der optimalen Vorbereitung des Bodens sollten Sie die Pflanzen einsetzen. Achten Sie
auf die Wurzeln. Sie sollten möglichst nicht knicken oder auf eine andere Weise beschädigt werden. Heben Sie das Loch groß genug aus und legen Sie die Erde nur locker darüber. Gießen Sie danach ausreichend, bevor Sie die Erde durch das Antreten etwas befestigen. Danach brauchen die Pflanzen viel Wasser, dass sie sich mit ihrem neuen Standort verbinden können.

Tipp: Auch das Umpflanzen ist bei den verschiedenen Beerensorten möglich. Gehen Sie dabei ebenso vor wie bei der Neuanpflanzung und achten Sie auf eine gute Vorbereitung des Bodens.

Der zweite Schritt: Den richtigen Dünger auswählen

Die Auswahl an Beerendünger ist sehr groß. Verschiedene Hersteller bieten diese Düngemittel an und Sie sollten wissen, nach welchen Kriterien Sie das richtige Produkt auswählen. Nicht immer ist das teuerste Produkt auch das Beste. Oftmals zahlen Sie den Markennamen mit. Achten Sie viel mehr auf die Inhaltsstoffe und vergewissern Sie sich, dass der Beerendünger auch wirklich zu Ihren Pflanzen passt. Sie bekommen speziellen Dünger für Erdbeeren, Himbeeren oder andere Beerenarten oder Sie entscheiden sich für einen universellen Beerendünger mit einer ausgewogenen Nährstoffkombination.
Brommbeere - Rubus sectio
Haben Sie noch weitere Pflanzen in Ihrem Garten und möchten Sie nicht für jede Pflanzenart ein eigenes Düngemittel kaufen, ist auch die Nutzung eines Universaldüngers möglich. Und schließlich haben Sie die Wahl zwischen einem Flüssigdünger und einem festen Düngemittel. Alle Varianten haben Vor- und Nachteile, die Sie kennen sollten, bevor Sie sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden.

Optimale Zusammensetzung des Düngers

Sie bekommen Düngemittel in einer sehr großen Auswahl im Handel zu kaufen, und dies hat einen guten Grund. Pflanzen unterscheiden sich in ihren Ansprüchen, und darauf sind die Düngemittel abgestimmt. Grundsätzlich werden Sie Ihren Beerenpflanzen nicht schaden, wenn Sie versehentlich oder bewusst Blumendünger oder Rasendünger verwenden. Alle Düngemittel enthalten Nährstoffkombinationen, die für das Wachstum der Pflanzen förderlich sind.

Aber nur wenn Sie sich für ein Düngemittel entscheiden, was auf den Bedarf der Beeren abgestimmt ist, werden Sie optimale Ergebnisse erhalten. Haben Sie einen großen Garten mit vielen Pflanzen, ist es empfehlenswert, in verschiedene Düngemittel zu investieren. So bekommen Sie einen üppig blühenden Garten und profitieren bei Ihren Beerenkulturen von einer guten Ernte.

Beeren benötigen spezielle Wirkstoffe

Beerendünger zeichnet sich durch eine Mischung aus organischen und chemischen Düngemitteln aus. Wenn Sie einen Komposthaufen in Ihrem Garten haben, können Sie ausschließlich chemische Düngemittel nutzen und frischen Kompost anstelle von organischem Düngemittel verwenden. Für Beeren ist es auf den Fall optimal, wenn Sie regelmäßig organische Nährstoffe bekommen. Die Zusammensetzung eines chemischen Beerendüngers enthält folgende Elemente:
  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium
Entscheiden Sie sich für den Kauf eines Beerendüngers, haben Sie den Vorteil, dass diese Bestandteile in der richtigen Mischung vorhanden sind. Universelle Düngemittel eignen sich auch, vor allem dann, wenn sie eine Kombination dieser Nährstoffe enthalten.

Flüssigdünger oder festes Düngemittel - die Vor- und Nachteile

Grundsätzlich können Sie flüssige und feste Düngemittel verwenden, um Ihren Beerenpflanzen die wichtigsten Nährstoffe zuzuführen. Beide Varianten enthalten wichtige Komponenten, die das Wachstum der Sträucher anregen und für eine üppige Ernte sorgen. Die Düngemittel unterscheiden sich in ihrer Handhabung und in der Stärke ihrer Wirkung. Sie sollten die Vor- und Nachteile kennen. Alternativ können Sie auch beide Varianten ausprobieren und Ihre Beerenpflanzen beobachten, um herauszufinden, mit welchem Dünger Sie am besten arbeiten können.

Feste Düngemittel

ErdbeerenFeste Düngemittel sind körnig oder sie liegen als Pulver vor. Sie werden auf den Boden gestreut und lösen sich auf, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, nach dem Düngen kräftig zu gießen oder die Düngung so zu planen, dass ein starker Regenguss das Düngemittel verteilt. Feste Düngemittel haben verschiedene Vorteile:
  • hoher Wirkungsgrad
  • einfache Dosierung
  • für sehr große Flächen geeignet
  • Dosierung mit Düngewagen möglich
  • preiswert in der Anschaffung (im Vergleich mit Flüssigdünger)
Feste Düngemittel eignen sich eher für Sträucher und Pflanzen, die direkt in der Erde gepflanzt werden. Die Düngemittel sind stärker konzentriert als Flüssigdünger und sollten deshalb in Töpfen und Kübeln keine Anwendung finden. Abzuraten ist auch deshalb, weil sich das feste Düngemittel im Topf nicht so gut löst. Sie müssten sehr stark gießen, was für die Pflanze nicht gut ist. Außerdem gestaltet sich die Dosierung des festen Düngers auf kleinem Raum sehr schwierig. Verwenden Sie deshalb für Beeren in Töpfen und Kübeln flüssigen Dünger.

Flüssigdünger

Flüssigdünger wird in das Gießwasser gegeben. Grundsätzlich kann er für alle Pflanzenarten verwendet werden. Entwickelt wurde er jedoch für Topf- und Kübelpflanzen. Da vor allem Erdbeeren, aber auch einige Himbeersorten gern auf Balkon und Terrasse gehalten werden, bekommen Sie auch Flüssigdünger, der direkt für Beeren entwickelt wurde.
Die Vorteile des Flüssigdüngers:
  • einfach zu dosieren
  • löst sich in Wasser sofort auf
  • auch sehr kleine Mengen dosierbar
  • sehr ergiebig
  • für Töpfe und Kübel besonders geeignet
Als Nachteil muss genannt werden, dass der Flüssigdünger bezogen auf die Menge beim Kauf teurer ist als feste Düngemittel. Sie sollten ihn auch nicht im Freiland verwenden. Grund dafür ist, dass die Menge, die Sie dosieren müssten, viel zu groß wäre. Die Ergiebigkeit ist ebenfalls geringer, da der Flüssigdünger auf die Verwendung in Topf- und Kübelpflanzen optimiert ist.

Tipp: Verwenden Sie feste Düngemittel im Freiland und Flüssigdünger im Topf, dann sind Sie immer auf der sicheren Seite.