Eisendünger ist vor allem für den Rasen eine Wohltat und kann Moos verdrängen. Leider erzeugt er aber auch unschöne orangene, braune oder gar schwarze Flecken auf verschiedenen Untergründen. Nach dem Ausbringen zeigen sich diese auf dem Rasen selbst und in erster Linie auf Steinen, wie Gehwegplatten oder Terrassenfliesen. Wie diese Rostflecke wieder entfernt und bereits im Vorfeld vermieden werden können, erklären wir hier.

Ursachen

Wenn sich der Rasen nach dem Ausbringen von Eisendünger stellenweise schwarz verfärbt, ist das ganz normal und weist auf einen gewünschten Effekt des Düngemittels hin. Denn bei den schwarzen Flecken handelt es sich um abgestorbenes Moos. Zeigen sich die Flecken hingegen auf Steinen und Gehwegen, handelt es sich um Rost. Das Eisen oxidiert und ebenso wie bei Rohren oder Metall bilden sich Rostflecken. Diese sind meist ausgesprochen unansehnlich aber nicht gefährlich oder
schädlich für das Material.

Flecke auf dem Rasen

Schwarzverfärbungen auf dem Rasen lassen sich leicht beheben. Wird das Moos gründlich herausgehakt, verschwinden die schwarzen Flecken. Bei einer starken Ausbreitung des Mooses können Flecken und anschließend die Lücken im Rasen recht groß ausfallen. Es empfiehlt sich daher, bei Bedarf nach zu säen. Eine Alternative zum Einsatz von Eisendünger kann die Verwendung eines Vertikutierers darstellen. Auch dieser reduziert Moosgeflechte und Unkraut im Rasen.

Hat der Rasen orangene bis braune Flecken handelt es sich hierbei um Rückstände des Eisendüngers. An der Luft oxidiert dieser. Das heißt, er verbindet sich mit Sauerstoff und es bildet sich Rost. Abhilfe schafft es:
  • kleinere Mengen des Eisendüngers einzusetzen
  • den Eisendünger gleichmäßig zu verteilen
  • den Rasen nach der Düngung gleichmäßig und wiederholt zu wässern
Günstig ist es auch, den Eisendünger vor Regenfall auszubringen. Auf diese Weise verteilt er sich direkt besser in der Erde. Bereits entstandene Flecken werden zudem "weggewaschen". Kann nicht mit Regen gerechnet werden, sollte der Rasen großzügig gesprengt werden. Bis zum Verschwinden der Flecken können jedoch mehrere Wassergaben notwendig sein.

Flecken auf Steinen

Besonders auffällig und ärgerlich sind Rostflecken auf Steinen. Sie entstehen, wenn der Eisendünger versehentlich auf Gehwegplatten fällt oder hier mit den Schuhsohlen vom Rasen hingetragen wird. Zudem stellen sie bei der Entfernung eine Herausforderung dar. Wie dabei vorgegangen werden muss, ist abhängig von der jeweiligen Steinart beziehungsweise deren Beschaffenheit:

glatte und versiegelte Steine oder Fliesen
Keramische Materialien und versiegelte oder lackierte Oberflächen lassen sich vergleichsweise einfach von Rostflecken befreien. Ist der Fleck noch frisch, kann er schlicht mit Wasser und einer Bürste geschrubbt. Ascorbinsäure, Schmierseife oder Haushaltsreiniger können zur Unterstützung verwendet werden. Lassen sich die Rostflecken auf diese Weise nicht entfernen, kann ein spezieller Fliesenreiniger verwendet werden. Sanitär- beziehungsweise Badreiniger eignen sich ebenfalls dafür.
empfindliche Steinoberfläche für Rostflecken
säureempfindliche Steine beziehungsweise Weichgestein
Finden sich Rostflecken auf Marmor, Terrazzo, Betonwerkstein, Travertin und Kalkstein gestaltet sich die Entfernung mit handelsüblichen Reinigern schwierig. Auch Hausmittel sollten darauf nicht zum Einsatz kommen, da sie die Oberfläche angreifen und schädigen können. Das gilt vor allem für Ascorbinsäure, besser bekannt als Vitamin C Pulver. Dieses wird immer wieder gegen Rostflecken auf Steinen empfohlen, kann auf säureempfindlichen Steinen aber Flecken und Risse erzeugen. Besser ist hier ein Rostentferner beziehungsweise Spezialreiniger für Weichgestein oder säureempfindliche Steinarten.

säureunempfindliche Steine und Hartgesteine
Säurefeste Steine, wie Granit, quarzgebundener Sandstein und einige Hartsteine sind widerstandsfähig. Das erleichtert die Reinigung etwas. Als Hausmittel kann Ascorbinsäure verwendet werden. Das Pulver wird auf den angefeuchteten Fleck gegeben und für einige Minuten einwirken gelassen. Anschließend wird der Fleck mit einer Bürste abgeschrubbt und der Stein gründlich abgespült. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet wiederum einen speziellen Rostentferner für säurefeste Steine oder Hartgestein.

Tipp: Ascorbinsäure ist sehr preisgünstig in der Apotheke, der Drogerie und teils auch in Supermärkten erhältlich. Es wird häufig als Vitamin C Pulver geführt. Alternativ kann auch Zitronensäure eingesetzt werden. Diese wird unter anderem zum Entkalken von Waschmaschine, Wasserkocher oder Kaffeemaschine angeboten.

Mechanische Entfernung

Wer nicht direkt zu einem chemischen Reinigungsmittel greifen möchte, kann zunächst mechanische Varianten der Reinigung ausprobieren. Leichte Rostflecken lassen sich gelegentlich schon mit Wasser und einer Bürste entfernen. Für stärkere und größere Rostflecken empfiehlt sich hingegen ein Hochdruckreiniger, der ausschließlich mit Wasser arbeitet. Ebenso sinnvoll kann ein Sandstrahler sein.

In beiden Fällen muss aber darauf geachtet werden, dass die Steine nicht empfindlich auf Druck reagieren oder sogar bereits Schäden, wie
Risse oder Brüche aufweisen. Der Druck des Hochdruckreinigers oder Sandstrahlers könnte diese Schäden noch vergrößern. Für beschädigte Bereiche oder empfindliche Steine ist daher der Einsatz von chemischen Mitteln ratsamer. Sollen diese großflächig aufgetragen und verwendet werden, kann ein elektrischer Schrubber zum Einsatz kommen. Dieser reduziert den notwendigen Kraftaufwand erheblich.

Steinart

Eines der häufigsten Probleme bei der richtigen Entfernung von Rostflecken auf Steinen liegt darin, das passende Mittel auszuwählen. Das ist wiederum davon abhängig, um welche Steinart es sich handelt. Genau hierin besteht wiederum die Herausforderung, denn viele wissen nicht, aus welchem Stein die Gehwegplatten oder Terrassenfliesen gefertigt sind.
Um dies herauszufinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Vergleiche im Baumarkt
Baumärkte führen oftmals ein großes Sortiment an Steinen und Gehwegplatten. Ein Vergleich und das Finden der entsprechenden Steinart fallen daher meist leicht.

Bildersuche im Internet
Maserung, Oberfläche und Beschreibungen verschiedener Steinarten finden sich im Internet und erlauben ebenfalls einen einfachen Vergleich.

Anfrage im Steinhandel
Fachleute können anhand von Fotos der Steine auf ihre Art schließen. Baumärkte oder Steinhandel sind die geeigneten Anlaufstellen.

Rostflecken vorbeugen

Rostflecken auf SteinplattenRostflecken durch Eisendünger sind teils schwierig zu entfernen und die restlose Beseitigung ist abhängig vom Material sehr aufwendig. Deutlich einfacher ist es hingegen, den Flecken vorzubeugen. Wichtig sind dafür die folgenden Punkte:

sparsamer Einsatz
Wird der Eisendünger zu großzügig eingesetzt, verteilt er sich oftmals nicht nur auf dem Rasen - sondern auch in der Umgebung. Besser ist es, ihn sparsam einzusetzen und knapp über dem Rasen zu streuen. Durch diesen direkten Auftrag wird die Gefahr reduziert, dass sich der Eisendünger durch einen Windstoß in der Umgebung verteilt.

gezielte Verteilung
Beim Streuen von Dünger wird es fast unweigerlich passieren, dass der Eisendünger nicht nur auf dem Rasen landet. Vor allem bei der Behandlung der Kanten ist das schwierig. Einfacher wird es, wenn ein Streuwagen eingesetzt wird. Diese Geräte sind kostengünstig, einfach im Einsatz und helfen auch dabei, das Düngemittel sparsam und gleichmäßig zu verteilen.

Wässern
Wenn der Eisendünger nicht kurz vor einem Regenfall ausgetragen wird, sollte der Rasen gezielt gewässert werden. Der Dünger verteilt sich dadurch schneller und zieht in den Boden ein, sodass das Risiko reduziert wird, ihn an Schuhen oder Pfoten auf die Gehwege zu tragen.

Betreten verboten
Um ein Verschleppen und Verschmieren des Eisendüngers zu verhindern, sollte der Rasen in den ersten Tagen nach dem Ausbringen des Eisendüngers nicht betreten werden. Auch Haustiere sollten zunächst nicht darauf laufen oder spielen dürfen.

Schuhwechsel
Während des Ausbringens lässt es sich kaum vermeiden, selbst in den Eisendünger zu treten. Ratsam ist es daher, im Anschluss nicht über Gehwegplatten zu laufen. Stattdessen sollte direkt ein Schuhwechsel vorgenommen werden, um das Düngemittel nicht auf den Steinen zu verteilen. Ebenso ist es aber möglich, Wegwerf-Überzieher oder Plastikbeutel über die Schuhe zu ziehen und diese abzunehmen, wenn der Rasen verlassen wird.