Wie alle anderen Pflanzen benötigen auch Palmen regelmäßig Nährstoffe, um wachsen und gedeihen zu können. Folglich müssen sie gedüngt werden. Dazu eignet sich fertig abgemischter Palmendünger aus dem Fachhandel. Alternativ kann man aber auch auf einige typische Hausmittel zurückgreifen, die dann auch ganz ohne chemische Stoffe auskommen. Palmen mit Blaukorn zu düngen ist zwar grundsätzlich möglich, aber auch wenig sinnvoll.

Palmendünger

Die einfachste, unkomplizierteste Methode, um Palmen zu düngen, ist, auf Dünger aus dem Fachhandel zurückzugreifen. Dort sind spezielle Mischungen erhältlich, die genau das enthalten, was diese Pflanzen benötigen, um wachsen zu können. Allerdings sollte
man sich vor dem Kauf stets vergewissern, wie die Zusammensetzung des Düngers tatsächlich aussieht. Ein Blick auf die Verpackung gibt Auskunft über das jeweilige Mischverhältnis. Folgende Zusammensetzung ist ideal:
  • Phosphor: 6 %
  • Kalium: 12 %
  • Magnesium: 5 %
  • Stickstoff: 16 %
Der Dünger enthält natürlich noch weitere Stoffe. Die oben aufgeführten sind aber die wichtigsten und sollten auf gar keinen Fall fehlen. Man sollte außerdem darauf achten, dass möglichst wenig Chlorid enthalten ist. Häufig ist dieses nämlich bereits in mehr als ausreichender Menge im Pflanzsubstrat vorhanden. Wird es zusätzlich gegeben, kann es leicht zu einer ungewollten Überdüngung kommen.

Tipp: Idealerweise werden Palmen mit einem Langzeitdünger gedüngt, der im Frühjahr verabreicht wird. Das reicht in der Regel vollkommen aus und verhindert, dass der Pflanze zu viel Nährstoffe zugeführt werden.

Rinderdung und Pferdemist

StallmistDüngemischungen enthalten meist jede Menge an Chemie. Wer es hingegen eher natürlich und biologisch mag, sollte auf Mist als Dünger zurückgreifen. Rinderdung und Pferdemist sind geradezu perfekte Palmendünger. Von den Hinterlassenschaften anderer Tierarten wie etwa Hühnern oder Enten sollte man hingegen eher Abstand nehmen. Sie eignen sich nicht oder nur sehr bedingt als Düngemittel für Palmen. Rinderdungs und Pferdemist sind gewissermaßen so etwas wie Naturdünger. Beides bekommt man normalerweise kostenlos von einem Landwirt oder einem Reiterhof. Der Dünger wird ganz einfach ins Erdreich bzw. dem Pflanzsubstrat eingearbeitet. Die Menge hängt dabei vor allem von der Größe der Pflanze ab. Grundsätzlich sollte man beim Düngen aber eher zurückhaltend agieren.

Hinweis: Es liegt in der Natur der Sache, dass Rinderdung und Pferdemist stark riechen. Für den Einsatz in der Wohnung kommen sie daher eher nicht in Frage, wohl aber, wenn die Pflanzen in einem Wintergarten oder auf der Terrasse
stehen.

Hausmittel

Egal, ob es sich um die sehr weit verbreitete Hanfpalme oder irgendeine andere Palmenart handelt - es braucht nicht immer gekauften Dünger oder Mist, um die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen versorgen zu können. In praktisch jedem Haushalt fallen beinahe täglich Stoffe an, die sich grundsätzlich als Dünger für Palmen eignen. Hier sind die gängigsten:

Kaffeesatz

Kaffeesatz DüngerKaffeesatz ist ein nahezu perfektes Düngemittel, das sich auch als Palmendünger eignet. Kaffeesatz enthält besonders viel Stickstoff, Kalium und Phosphor. Er lässt sich zudem sehr leicht unter das Pflanzsubstrat mischen. Allerdings sollte man stets darauf achten, dass der Satz nicht schimmelt. Bevor er als Dünger zum Einsatz kommen kann, muss er deshalb unbedingt gründlich getrocknet werden. Dazu zerkrümelt man den feuchten Kaffeesatz am besten und breitet ihn großflächig aus.

Gemüsewasser

Wird Gemüse gekocht, landen automatisch jede Menge Nähr- und Mineralstoffe, die in ihm stecken, im Kochwasser. Das ist einerseits bedauerlich, weil diese Stoffe uns Menschen dann beim Genuss des Gemüses fehlen. Andererseits wird das Kochwasser dadurch aber zu einem ganz wunderbaren und vollkommen natürlichem Dünger. Genau genommen handelt es sich sogar um einen Flüssigdünger, der einfach beim Gießen verabreicht werden kann. Zuvor muss es natürlich abkühlen. Um sich einen Vorrat anzulegen, ist es sinnvoll, das Wasser in einem verschließbaren Glas möglichst kühl zu lagern.

Mineralwasser

Nicht jede Flasche Mineralwasser wird immer vollständig geleert. Oft verbleibt ein ganz erheblicher Rest in der Flasche, der nach ein zwei Tagen meist sehr schal schmeckt. Die meisten Menschen möchten es dann nicht mehr trinken. Dafür kann es dann aber als Flüssigdünger verwendet werden. Der Name legt es ja schon nahe, dass Mineralwasser unzählige Mineralien und Salze enthält, die sich ganz wunderbar als Nährstoffe für Pflanzen und nicht zuletzt auch Palmen eignen. Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass diese Stoffe in den meisten Wässern nur in sehr geringen Mengen vorhanden sind. Will man Mineralwasser als Düngemittel nutzen, sollte man deshalb mit ihm gießen und es nicht durch Leitungswasser verdünnen.

Bananenschalen

Auch Bananen sind voller Nährstoffe und Mineralien, die unter anderem Palme für ihr Wachstum benötigen. Sie finden sich nicht nur in den Früchten selbst, sondern auch in der Schale. Verrottet die Schale entsteht zudem eine relativ große Masse an Humus. Um sie als Dünger zu nutzen, wird die Schale einfach in sehr kleine Teile geschnitten und dann unter das Erdreich bzw. das Pflanzsubstrat gemischt.

Es ist grundsätzlich empfehlenswert, genau zu beobachten, wie diese Hausmittel auf die jeweilige Palme wirken. Da die Menge der Inhaltsstoffe naturgemäß schwankt, kann nicht immer von einer ausreichenden Versorgung ausgegangen werden. Hier hilft nur vorsichtiges Experimentieren. Ideal ist es, mehrere dieser Mittel zu kombinieren bzw. sie abwechselnd zu verabreichen. Sie sind auf jeden Fall eine wirksame Ergänzung zu einem gekauften Düngemittel. In der Regel benötigt man dann weniger Fertigdünger. Und das wiederum schon den eigenen Geldbeutel.

Blaukorn

BlaukornBlaukorn gilt vielen Menschen mittlerweile als der Inbegriff eines Düngers. Sie sehen in ihm ein geradezu universales Düngemittel, das immer und überall eingesetzt werden kann. Diese Einschätzung ist allerdings schon bei der Verwendung im Freien mitunter ein Trugschluss. Für Pflanzen, die in einem Pflanzgefäß und in der Wohnung kultiviert werden, eignet sich Blaukorn hingegen definitiv nicht. Ein Grund dafür ist, dass es mit diesem Dünger sehr leicht zu einer gefährlichen Übersalzung im Pflanzsubstrat kommen kann, die schlimmstenfalls zum Absterben der Pflanze führt. Darüber hinaus sollte man sich im Klaren sein, dass es sich dabei um einen reinen Kunstdünger handelt, der nichts Natürliches enthält. Für Kinder und Tiere kann er sich als giftig erweisen. Deshalb: Seine Palmen mit Blaukorn zu düngen ist keine besonders gute Idee. Hausmittel sind da eindeutig
besser.