Rosen zeichnen sich durch ihre farbenfrohe und herrlich duftende Blütenpracht aus. Damit die Gewächse auch zahlreiche Blüten bilden, benötigen sie viele Nährstoffe. Neben speziellen Rosendüngern können Hobbygärtner aber auch zu Hausmitteln greifen, um die Pflanzen mit zusätzlich mit Nährstoffen zu versorgen.

Bananenschalen

Bananenschalen erzeugen beim Verrotten viel Humusmasse, die sich positiv auf die Blühfreudigkeit von Rosen auswirkt und zusätzlich dafür sorgt, dass diese besser durch den Winter kommen. Sie sind zwar sehr nährstoffreich, allerdings fällt der Stickstoffgehalt relativ gering aus, sodass eine Überdüngung in der Regel nicht möglich ist. Um den Rosendünger selber zu machen, gibt es zweierlei Methoden:

Fest

  • Bananenschalen in kleine Stücke schneiden
  • Je kleiner, desto leichter lassen sie sich in Erde mischen
  • Bananenschalen trocknen lassen oder direkt als Dünger verwenden
  • Düngen ist die ganze Saison über möglich

Flüssig

  • Bananenschalen mit 1 Liter Wasser aufkochen
  • Sud über Nacht ziehen lassen
  • Schalenreste mit feinem Sieb abziehen
  • Sud 1;5 mit Wasser verdünnen
  • Gewächse damit gießen

Bananenschale als Rosendünger

Tipp: Wer Bananenschalen als Rosendünger verwenden möchte, sollte ausschließlich zu Bio-Bananen greifen. Denn die Früchte aus konventionellem Anbau weisen meist eine sehr hohe Schadstoffbelastung vor.

Bier

Bier ist nicht nur ein beliebtes Getränk, sondern gilt bis heute auch als beliebtes Hausmittel um Rosengewächse zu organisch zu düngen. Denn Hopfen und Malz enthalten natürliche Nährstoffe, von denen auch Pflanzen

profitieren. Rosendünger aus Bier selber machen ist zudem ein Leichtes und schnell gemacht:
  • Bierreste im Verhältnis von 1:2 mit Wasser mischen
  • Rosengewächse damit gießen
  • Maximal 2x pro Woche

Bier als Rosendünger

Brennnesseljauche

Brennnesseljauche ist ein wahrer Allrounder: Sie liefert viele Nährstoffe und eignet sich somit als Rosendünger, zusätzlich stärkt sie die Abwehrkräfte der Pflanzen und fungiert zugleich als Unkrautvernichter. Um den Rosendünger selber zu machen, ist jedoch ein bisschen Geduld gefordert:

  • 1 Kilogramm Brennnesseln zerkleinern
  • In 10 Liter Regenwasser geben
  • Mischung an warmen, sonnigen Platz stellen
  • Warten, bis Mischung nicht mehr schäumt und dunkle Farbe hat
  • Absieben
  • Mischung 1:10 mit Wasser mischen
  • Gewächse damit gießen

Brennnesseljauche / Brennnesselsud als Rosendünger

Tipp: Es hat sich bewährt, die Brennnesseljauche nur bis zur Blütezeit zu verwenden.

Eierschalen

Eierschalen bestehen fast zur Gänze aus Calciumcarbonat, das auch als "kohlensaurer Kalk" bekannt ist. Während für viele Pflanzen zu viel Kalk schädlich ist, freuen sich Rosengewächse über die zusätzliche Kalkzufuhr. Eierschalen sind organisch und können sowohl in fester Form als auch flüssig zum Einsatz kommen.

Fest

  • Eierschalen auf Komposthaufen verteilen
  • Feines Bestauben ist ausreichend
  • Am besten in Kombination mit saurem Material
  • Z.B.: Torferde, Nadelholz oder Eichenlaub

Flüssig

  • Eierschalen zerkleinern
  • Entweder in Mörser oder in einem Geschirrtuch
    zerklopfen
  • Puder in Kanne mit Regenwasser geben
  • 1 Tag ziehen lassen
  • Pflanzen damit gießen

Eierschalen als Rosendünger

Tipp: Um unschöne Kalkflecken zu vermeiden, sollte ausschließlich der Boden und nicht die Pflanzen selbst mit dem Eierschalen-Wasser benetzt werden.

Hornspäne

Altbekannt und bewährt sind auch Hornspäne: Hierbei handelt es sich um ein natürliches Abfallprodukt, das aus dem Horne von Rindern oder anderen Huftieren besteht. Hornspäne sind sehr stickstoffreich, geben ihre Nährstoffe aber nur sehr langsam ab, weshalb eine Überdüngung kaum möglich ist. Dementsprechend können sie sowohl separat als Zwischendüngung als auch als Vorbereitung vor dem Einpflanzen zum Einsatz kommen. Am effektivsten haben sie sich in Kombination mit Kompost erwiesen.

Zwischendüngung

  • Am besten mit kleiner Menge beginnen
  • Hornspäne über ausgebrachten Kompost verstreuen
  • Beides in den Boden einarbeiten

Hornspäne als Rosendünger

Vorbereitung

  • Vor dem Einpflanzen der neuen Rosen verwenden
  • Hornspäne in das Pflanzloch mischen
  • Im ersten Jahr wird kein weiterer Dünger benötigt

Holzasche

Holzasche liefert den Rosengewächsen viele wichtige Nährstoffe, wie etwa Kalium, Phosphor und Kalk. Obendrauf ist sie ein effektiver Unkrautvernichter und hat sich als pilz- und fäulnishemmend erwiesen, wodurch etwaige Erkrankungen vorgebeugt werden können. Um die Pflanzen organisch mit Holzasche zu düngen, eignet sich entweder ein Termin im späten Winter oder im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Austrieb.

  • Etwa 30 - 50 Gramm Holzasche pro Quadratmeter
  • Alle 4 - 6 Wochen
  • Dünne Rillen um Pflanzen ziehen
  • Rillen mit Holzasche befüllen und mit Erde bedecken
  • Vorsichtig angießen

Holzasche als Rosendünger

Tipp: Da Asche sehr fein ist, ist ein Schutz der Atemwege und Augen empfehlenswert!

Kaffeesatz

Kaffeesatz ist ein altbewährtes Hausmittel und wird bis heute von vielen Hobbygärtnern als Dünger eingesetzt. Er ist nicht nur organisch, sondern enthält auch viele wertvolle Nährstoffe, wie Stickstoff, Kalium und Phosphor. Die zusätzliche Düngung mit Kaffeesatz beugt Stickstoffmangel und Verfärbungen der Blätter vor und fördert das Pflanzwachstum. Obendrauf lockt Kaffeesatz Regenwürmer und andere kleine Tierchen an, die wiederum den Boden auflockern und mit ihren Ausscheiden für zusätzliche Nährstoffe im Erdreich sorgen.

  • Kaffeesatz trocknen lassen (beugt
    Schimmelbildung vor)
  • Um Rosen streuen
  • In Boden einarbeiten
  • Am besten mit kleiner Menge beginnen
  • Bei Bedarf die Menge wöchentlich steigern

Kaffeesatz als Rosendünger

Tipp: Alternativ kann Kaffeesatz auch in flüssiger Form verwendet werden. Hierfür wird der getrocknete Kaffeesatz in das Gießwasser gemischt, mit welchem die Rosen anschließend gegossen werden.

Kartoffelwasser

Die Kartoffel ist eine äußerst beliebte Zutat in vielen Gerichten und überzeugt mit einem hohen Nährstoffanteil. Dieser findet sich auch im Kochwasser wieder, denn während des Kochens werden viele Nährstoffe und Mineralien an das Kochwasser weitergegeben. Aus diesem Grund ist das Kochwasser von Kartoffeln auch ein hervorragendes Hausmittel zum Düngen von Rosen. Doch nicht nur das Kochwasser von Kartoffeln eignet sich als Rosendünger, denn derselbe Effekt kann auch mit anderen Gemüsesorten - wie etwa Brokkoli, Spargel oder Blumenkohl - erzielt werden.

  • Kartoffelwasser abkühlen lassen
  • Pflanzen direkt damit gießen
  • Etwa ein Mal pro Woche

Kartoffelwasser als Rosendünger

Tipp: Kartoffelwasser eignet sich auch hervorragend als Unkrautvernichter und kann einfach über die unerwünschten Pflanzen geschüttet werden.

Mineralwasser

Mineralwasser ist - wie der Name schon sagt - reich an Mineralstoffen, die auch Rosen zugutekommen. Die Dosis der gelösten Mineralien im Wasser ist jedoch gering, weshalb sich das Hausmittel nur in Kombination mit einem weiteren Dünger eignet. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das Mineralwasser frisch oder abgestanden ist. Ebenso ist es den Pflanzen egal, ob es sich um stilles Wasser handelt, oder ob dieses mit Kohlensäure angereichert ist. Prinzipiell wäre es sogar möglich, die Pflanzen ausschließlich mit Mineralwasser zu gießen - wirklich sinnvoll ist dies allerdings nicht.

Mineralwasser als Rosendünger

Teebeutel und Teesatz

Teebeutel und Teesatz kommen -wie Kaffeesatz - auch als Rosendünger in Frage. Allerdings sei hier angemerkt, dass ihre Wirkung etwas geringer ausfällt. Nichtsdestotrotz eignen sich die Teereste hervorragend als zusätzliche Nährstofflieferanten, wobei insbesondere Schwarzer und Grüner Tee empfehlenswert sind.

Teesatz als Rosendünger

  • Teesatz austrocknen lassen
  • Nicht lose auf dem Beet verteilen, lockt Ungeziefer an!
  • Besser: Teesatz leicht unterharken
  • Alternativ gebrauchte Teebeutel für einige Stunden in Gießwasser hängen