Üppiges Wachstum im Garten und von Zimmerpflanzen ist keine Selbstverständlichkeit, sondern meist die Folge einer optimalen Nährstoffversorgung. Doch welche auch ungewöhnlichen Hausmittel eignen sich zum Düngen.

Dünger aus Küchenabfällen

Bananenschale

Bananenschale als Dünger

  • enthält besonders viel Kalium
  • sowie Magnesium, Kalzium und kleine Mengen Stickstoff und Schwefel
  • bestens zum Düngen von Rosen und anderen Blühpflanzen geeignet
  • sowie für Kübel- und Balkonpflanzen
  • möglichst nur Schalen von Bioware verwenden
  • Bananenschale klein schneiden, trocknen und unter die Erde mischen
  • als alleinige Düngung nicht geeignet
  • für Zimmerpflanzen über das Gießwasser verabreichen
  • dazu Sud aus Bananenschalen herstellen
  • Bananenschalen zunächst zerkleinern
  • 100 g davon mit einem Liter Wasser aufkochen
  • über Nacht ziehen lassen
  • am nächsten Tag abseihen
  • dann das Ganze mit Wasser verdünnen
  • ein Teil Bananensud und fünf Teile Wasser

Eierschale

Eierschalen als Dünger

  • Eierschale besteht größtenteils aus Kalk
  • in kleinen Mengen auch Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium
  • Schalen neutralisieren Säure im Boden
  • erhöhen den pH-Wert
  • fördern so die Aufnahme anderer Nährstoffe
  • Eierschalen so gut wie möglich zerkleinern
  • ins Gießwasser geben
  • etwa 12 Stunden stehenlassen
  • die Schalen von zwei bis drei Eiern für eine große
    Kanne
  • je länger die Schalen im Wasser, desto mehr Kalk im Wasser
  • Vorsicht bei sehr kalkhaltigem Leitungswasser
  • zusätzlicher Kalk durch Eierschalen dann nicht sinnvoll
  • zu viel Kalk kann Qualität des Bodens verschlechtern

Tipp: Kalk liebende Pflanzen sind beispielsweise Lavendel, Schnittlauch, Flieder, Rittersporn, Geranien, Nelken, Leberblümchen und Christrosen. Übrigens können fein gemahlene Eierschalen auch auf dem Kompost den pH-Wert von saurem Rottegut ausgleichen.

Gemüsewasser

  • für Topf- und Gartenpflanzen
  • Gemüse gibt beim Kochen Nähr- und Mineralstoffe ins Wasser ab
  • Blumenkohl-, Brokkoli-, Kohl-, Spargel- und Kartoffelwasser besonders geeignet
  • Wasser sollte keinerlei Gewürze enthalten
  • Salz würde Boden Nährstoffe entziehen
  • nach dem Kochen abkühlen lassen und damit gießen

Kaffeesatz

Kaffeesatz

  • hervorragender Dünger für Rosen, Geranien und Rhododendron
  • gut für Säure liebende Pflanzen
  • für gelegentliche Düngungen geeignet
  • bis zu viermal im Jahr
  • Zimmerpflanzen im Winter und Frühjahr
  • dauerhaft senkt Kaffeesatz den pH-Wert des Bodens
  • der Boden wird sauer
  • enthält alle wichtigen Nährstoffe
  • wie Kalium, Stickstoff und Phosphor
  • Düngung regt Wachstum, Stoffwechsel und Samenbildung an
  • vor der Anwendung trocknen
  • ansonsten droht Schimmelbildung
  • in die oberste Bodenschicht einarbeiten
  • positive Wirkung auch auf dem Kompost
  • etwas Urgesteinsmehl kann säurebildende Wirkung abmildern

Tipp: Organische Düngemittel sollten

möglichst regelmäßig gewechselt und immer auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen geachtet werden.

Teewasser

Tee

  • schwarzer, grüner und Kamillentee als Düngemittel bewährt
  • ähnliche Inhaltsstoffe und Wirkung wie Kaffeesatz
  • wirkt aber weniger intensiv
  • schwarzer Tee senkt pH-Wert des Bodens, hält Schädlinge fern
  • somit gut für säureliebende Pflanzen
  • Kamillentee hilfreich bei Pflanzenanzucht
  • grüner Tee trägt zur Bodenverbesserung bei
  • gebrauchte Teebeutel in Gießkanne mit Wasser hängen
  • einige Stunden ziehen lassen und dann gießen
  • alle Tees enthalten den Stoff Tein
  • der hält Schädlinge fern

Tipp: Auch die getrockneten Reste aus Teebeuteln können zum Düngen verwendet werden.

Dünger aus Getränkeresten

Bier

Bier als Dünger

  • Hopfen und Malz enthalten natürliche Nährstoffe
  • Kalium, Phosphor, Magnesium und viele Spurenelemente
  • geeignet für Zimmer- und Gartenpflanzen
  • Bier sollte ein bis zwei Tage abgestanden sein
  • vor dem Düngen 1:2 mit Wasser verdünnen
  • Pflanzen ein- bis zweimal im Monat düngen
  • unverdünntes, abgestandenes Bier auch gut zur Blattpflege geeignet
  • einfach auf Wattebausch geben und Blätter betupfen

Milch

  • Aminosäuren in der Milch guter Nährstofflieferant im Gemüsegarten
  • nur fettarme oder Magermilch verwenden
  • ein Teil Magermilch mit acht Teilen Wasser mischen
  • besonders gut für Rosen, Tomaten und Farne
  • im richtigen Mischungsverhältnis gießen
  • Aminosäuren fördern das Pflanzenwachstum

Tipp: Milch ist auch ein gutes Pflanzenschutzmittel und soll sowohl gegen Mehltau als auch die Kräuselkrankheit bei Pfirsich und Nektarine helfen.

Mineralwasser

Mineralwasser als Dünger

  • Mineraldünger vor allem für Zimmerpflanzen
  • Mineralwasser sollte abgestanden sein
  • sollte nur noch wenig oder keine Kohlensäure mehr enthalten
  • enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente aber keine Nährstoffe
  • als alleiniges Düngemittel nicht ausreichend

Sonstige außergewöhnliche Düngemittel

Algen

  • im Gartenteich zahlreich vorhanden
  • ein nährstoffreiches Seegras
  • hoher Anteil
    an Kalium, Phosphor und Stickstoff
  • diese Nährstoffe essenziell für Pflanzenwachstum
  • enthalten zudem Magnesium, Kalk und wichtige Spurenelemente

Aquariumwasser

  • gutes Düngemittel für Tomatenpflanzen
  • altes Aquariumwasser ist sehr nährstoffreich
  • enthält Kalium, Phosphor, Stickstoff und wertvolle Spurenelemente
  • dennoch mit Vorsicht anwenden
  • etwa einen Liter alle zwei Wochen verabreichen
  • je nach Nährstoffgehalt des Bodens verdünnt oder unverdünnt
  • vor allem bei Nährstoffmangel düngen

Aquariumswasser als Dünger

Tipp: Aquariumwasser wird teilweise chemisch behandelt, beispielsweise um den pH-Wert anzupassen oder kranke Fische zu behandeln. Dieses Wasser ist als Dünger natürlich nicht geeignet.

Fischabfälle

  • unappetitlicher aber effektiver organischer Dünger
  • Fisch enthält sehr viele Spurenelemente
  • sowohl Süßwasser als auch Meeresfische
  • Konzentration bei Meeresfischen am höchsten
  • besonders gut für Tomaten
  • beim Pflanzen mit ins Pflanzloch geben
  • etwa ein toter Fisch pro Tomate
  • Fischabfälle auch kompostierbar
  • einfach mit normalen Pflanzenabfällen mischen
  • ähnlich wie herkömmliche Komposthaufen

Haare

  • Dünger aus Barthaaren echter Geheimtipp
  • insbesondere unter Orchideenliebhabern
  • auch für langsam wachsende Zimmer- und Gewächshauspflanzen geeignet
  • Haare enthalten sehr viel Stickstoff
  • setzen beim Zersetzungsprozess wichtige Mineralstoffe frei
  • die begünstigen das Pflanzenwachstum
  • mit Kompost gemischt, ein guter Langzeitdünger

Holzasche

Holzasche als Dünger

  • hervorragender Kalium-Lieferant
  • enthält auch Kalk, Eisen und Phosphat
  • stark basischer pH-Wert von 11-13
  • neutralisiert sauren Boden
  • folglich nicht für säureliebende Pflanzen geeignet
  • gut dagegen für alle kalktoleranten Pflanzen
  • wie Rosen, Geranien oder Fuchsien
  • vorwiegend für Zierpflanzen empfehlenswert
  • Holzasche wirkt fäulnis- und pilzhemmend
  • nicht zusammen mit ammoniumhaltigem Dünger anwenden

Tipp: Die Holzasche sollte ausschließlich von unbehandeltem Holz stammen. Lasuren, Farbreste oder furniere enthalten in der Regel Giftstoffe, die sich beim Verbrennen in toxische Substanzen umgewandelt werden.