Algenbefall im Gartenteich ist eine lästige Plage. Ehe man sich versieht, verfärbt sich das Teichwasser grün. Aber nicht nur den Teichbesitzern macht die "grüne Brühe" zu schaffen, auch Pflanzen und Tiere leiden unter der Algenblüte. Um den Teichbewohnern das Leben wieder lebenswert zu machen, müssen die Algen entfernt werden. Kupfersulfathaltige Produkte helfen gegen die Plage, sind jedoch mit Vorsicht anzuwenden,

CUSo4

Kupfersulfat (CuSO4) ist ein Algizid, also ein Mittel das Algen tötet. Es wird vorbeugend oder zur Behandlung eines Algenbefalls eingesetzt. Deshalb wird zum Beispiel in Teichen, Seen oder Biotopen zum Kampf gegen die Algenblüte verwendet. Allerdings ist bei der Anwendung Vorsicht geboten, denn CuSO4 hilft nicht nur gegen die Algenplage, sondern kann auch Wirbellose, wie zum Beispiel Schnecken, vernichten. Da es die Sauerstoffkonzentration im Wasser senken kann, kann es auch zum Tod der Teichfische führen.

In Kupfersulfatprodukten können Kupfersulfat-Pentahydrat, ein blaues kristallines Pulver, oder

wasserfreies CuSo4, ein weißes kristallines Pulver, enthalten sein. Reines CuSO4 ist in Apotheken oder Drogerien erhältlich.

Produkte

Kupfersulfatprodukte kommen nicht nur im Gartenteich, sondern auch in Pools zum Einsatz. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf genau darüber informieren, ob das gewählte Produkt in Teichen mit Fischbesatz oder für das Aquarium geeignet ist. Die entsprechenden Angaben finden unter den Produktinformationen des Herstellers. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass auch bei richtiger Anwendung nach Angaben des Herstellers Produkte, die als fisch- und pflanzenschonend beschrieben werden, keine Schäden in der Tier- und Pflanzenwelt anrichten.

Anwendung

Mittel gegen einen Algenbefall sollten so früh wie möglich zum Einsatz kommen. Befindet sich der Befall bereits im fortgeschrittenen Stadium, besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch CuSO4-Produkte nicht mehr helfen, außer, Sie wollen alles Leben im Teich abtöten. Dies ist in der Regel der Fall, wenn der Befall bei über 30 Prozent liegt. Denn

für das Töten der Algenblüte wir eine derartig hohe Konzentration gebraucht, dass Lebewesen die Behandlung nicht mehr überleben. Daher sollten Sie die Plage vorbeugend bekämpfen. So können Sie die Plage auch durch Einschleppung, wie etwa durch den Kauf von Zierfischen oder Wasserpflanzen, verhindern.

Sommerschutz

AlgenbekämpfungUm den Teich im Garten im Sommer vor einem Algenbefall zu schützen, gibt es spezielle Produkte, die auf die Algenblüte im Sommer ausgerichtet sind.

Dosierung

Bei der Dosierung von CuSO4 gegen Algen sollten Sie sich unbedingt an die Angaben des Herstellers halten, damit Pflanzen und Tieren im Gartenteich kein Schaden zugefügt wird. Dabei wird in der Regel zwischen einer Kur und einer Neubesiedlung für Teiche im Garten unterschieden.

Ausbringen

Damit die Mittel ihre Wirkung optimal verbreiten können, müssen sie gleichmäßig im Teichwasser verteilt werden. Deshalb empfehlen viele Hersteller:

  • Produkt gemäß Anteil verdünnen
  • verdünnte Lösung mit einer Gießkanne im Gartenteich verteilen
  • bei unverdünnten Produkten: Kontakt mit Wasserpflanzen vermeiden

Kupfergehalt im Wasser

Um der Neubesiedlung von Algenarten im Aquarium entgegenzuwirken, wird von manchen Herstellern empfohlen, das Produkt dauerhaft einzusetzen. Dabei sollten Sie jedoch den Kupfergehalt im Wasser nicht außer Acht lassen, um Pflanzen und Fischen nicht zu schaden. So sollten Sie bei

Dauereinwirkung im Wasser mit folgenden Schädigungen rechnen:
  • Bakterien: 0,03 Milligramm pro Liter
  • Höhere Wasserpflanzen: 0,08 Milligramm pro Liter
  • Fische: 0,10 Milligramm pro Liter

Hinweis: Bei einer Dauereinwirkung ab 0,2 Milligramm pro Liter Kupfer müssen Sie mit Todesfällen bei Fischen rechnen.

AlgenBesonders gefährlich für Pflanzen ist Fische ist die Kombination von weichem Wasser und Kupfer. Hier reicht bereist ein Kupfergehalt von 0,03 Milligramm pro Liter aus, um Schäden anzurichten. Im Gartenteich setzt sich Kupfer im Sediment des Teichbodens ab. Mit einer Schädigung bei Fischen ist ab einer Konzentration von 0,1 Milligramm pro Liter zu rechnen. Die Verbindung von niedrigem pH-Wert und weichen Wasser stellt auch im Teich eine besondere Gefahr für Fische dar. Der kritische Grenzwert liegt bei 0,03 Milligramm pro Liter.

Verbote

In Österreich ist CuSO4 für die Schwimmbadwasserbehandlung seit 2017 verboten. In Deutschland existiert dieses Verbot nicht. Allerdings muss Poolwasser, das mit einer Kupfersulfatlösung behandelt worden ist, nach speziellen Vorschriften entsorgt werden.

Hinweis: CuSO4 ist für alle Lebewesen giftig. Da es außerdem als Schadstoff für Gewässer gilt, wurde es nach der Klassifizierung der Stoffe, von denen eine Gefährdung für Gewässer ausgeht, in die Gefahrenklasse 2 eingeordnet.