Ein Gartenteich kann ganz schnell zum Alptraum werden - dann nämlich, wenn ein Kind in den Teich stürzt, sich verletzt oder gar ertrinkt. Sicherungsmaßnahmen sind deshalb unerlässlich. Diese können unter Umständen zwar die Optik stören, ersparen einem im Zweifelsfall aber auch jede Menge Ärger. Und sie schützen Leben. Eine Kindersicherung für Gartenteiche lässt sich zum Glück meist schnell und kostengünstig anbringen.

Problem

Wasser zieht Kinder magisch an. Sie lieben es damit zu spielen und darin zu plantschen. Das gilt natürlich für die eigenen Kinder ebenso wie für die aus der Nachbarschaft. Ein Gartenteich stellt folglich auch ein Risiko dar, wenn man selbst gar keine Kinder hat.
Zwar ist grundsätzlich niemand verpflichtet, seinen Teich so abzusichern, dass niemand hineinstürzen kann. Es ist allerdings eine Frage des Verantwortungsbewusstseins, es dennoch zu tun. Ganz abgesehen davon, dass ein ertrunkenes oder verletztes Kind im Garten auch ohne strafrechtliche Relevanz jede Menge Ungemach und Leid verursacht. Wieso aber kann ein kleiner, nicht besonders tiefer Gartenteich überhaupt zur tödlichen Falle für Kinder werden? Die Antwort: Weil vor allem kleinere Kinder sehr leicht hineinstürzen, dabei das Bewusstsein verlieren und dann trotz der geringen Tiefe ertrinken können.

Sicherungsmaßnahmen

Ein Teich lässt sich auf vielerlei Arten kindersicher machen. Ziel ist es dabei, entweder den Zugang zu erschweren bzw. unmöglich zu machen oder die Gefahr des Stolperns zu minimieren. Wir wollen uns hier fünf unterschiedliche Möglichkeiten etwas näher ansehen. Für welche Maßnahmen man sich letztlich entscheidet, hängt von den konkreten Bedingungen vor Ort und den eigenen Ansprüchen ab. Dabei sollte einem stets klar sein, dass eine Teichsicherung zumeist auch eine optische Beeinträchtigung mit sich bringt. Es kommt folglich auch darauf an, diese Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten

1. Flaches Ufer

Am einfachsten ist es, wenn man die Absicherung seines Gartenteichs schon bei der Planung berücksichtigt. Grundsätzlich lässt sich ein Teich im Garten ja auf zwei Arten realisieren. Entweder man gräbt ein Loch und legt dieses mit einer Teichfolie aus oder man platziert darin eine vorgefertigte Wanne aus Kunststoff. Die Variante Teichfolie ist dabei die häufigere und meist auch sinnvollere Lösung. Sie bietet vor allem auch die Möglichkeit, von Anfang an eine relativ einfache, aber effektive Schutzmaßnahme einzubauen. Wie bereits erwähnt, ist die größte Gefahr für Kinder, dass sie am Teichrand stolpern und dann ins Wasser fallen. Diese Gefahr lässt sich nun erheblich minimieren, indem darauf geachtet wird, dass das Ufer sehr flach angelegt ist. Ein Steilufer muss unbedingt vermieden werden. Das Ufer sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:
  • sehr
    langsam zur Teichmitte hin abfallend
  • keine abrupten Vertiefungen
  • frei von Stolperfallen wie Steinen oder Dekogegenständen
  • Platzierung kleinerer, rauer Natursteine am Rand
Ein flaches Ufer verringert nicht nur die Stolpergefahr, sondern erleichtert es dem Kind im Zweifelsfall auch, mit eigener Kraft wieder aus dem Teich zu kommen. Unterstützt wird das noch durch raue Steine am Uferrand, an dem sich das Kind herausziehen kann. Man sollte sich allerdings klar darüber sein, dass ein flaches Ufer immer auch mehr Platz als ein Steilufer benötigt. Der Teich muss folglich insgesamt größer ausfallen. Wie langsam das Ufer zur Teichmitte hin abfallen kann, hängt letztlich auch immer mit der Gesamtfläche des Teiches zusammen. Dennoch ist ein flaches Ufer die Sicherungsmaßnahme, die optisch am wenigsten Beeinträchtigungen mit sich bringt.

Tipp: Zur Begrenzung des Ufers am Teichrand nie glatte Steine oder Holz verwenden. Durch Nässe werden diese Elemente sehr leicht rutschig, ein Festhalten wird dadurch erheblich erschwert.

2. Zaun

Der Klassiker zur Absicherung von Teichen aller Art ist sicherlich ein Zaun. Er kann zuverlässig dafür sorgen, dass Kindern der Zugang zum Teich unmöglich gemacht wird. Damit dies allerdings auch wirklich gelingt, sollte er mindestens eine Höhe von rund einem Meter haben. Er sollte zudem um den ganzen Teich herum angelegt werden. Sinnvoll ist eine kleine Türe, die sich abschließen lässt und die auch abgeschossen sein sollte. Für die Zaunkonstruktion empfehlen sich Steckzäune aus Metall, Holz oder Kunststoff. Wichtig ist die Stabilität. Ein einfacher Maschendrahtzaun eignet sich da nicht. Sinnvoll kann es auch sein, den Zaun in einem Winkel von 45 Grad zum Teich hin abfallen zu lassen. In der Regel entsteht dadurch eine Entfernung, die es kleinen Kindern faktisch unmöglich macht, sie zu überwinden.

3. Bepflanzung

Gartenteich kindersicher machenEin Zaun um den Gartenteich ist für viele Menschen sicherlich keine verlockende Vorstellung, konterkariert er doch genau jene Idylle, die man mit dem kleinen Gewässer schaffen wollte. Eine Alternative kann da eine möglichst dichte Bepflanzung mit Hecken und Sträuchern sein. Auch Buchsbäume und Rosen eignen sich perfekt dafür. Es geht einfach darum, eine Barriere um den Teich herum zu schaffen, die Kinder nur sehr schwer oder überhaupt nicht überwinden können. Eine Bepflanzung bringt zudem den großen Vorteil mit sich, dass der Teich hinter hier weitgehend im Verborgenen bleibt. Wichtig ist allerdings, dass sie frühzeitig angelegt wird. Um einen dichten Wuchs und eine gewisse Höhe zu erreichen, brauchen Pflanzen einfach eine gewisse Zeit.

4. Netz oder
Gitter

Um zu verhindern, dass Kinder in den Teich stürzen, kann auch ein reißfestes Netz über ihm bzw. in Höhe des Wassers angebracht werden. Dabei gilt, umso näher es am Wasser ist, desto weniger fällt es auf. Die Befestigung erfolgt dabei am Uferrand zum Beispiel mittels Zeltheringen, die in das Erdreich geschlagen werden. Ähnlich wie ein Netz funktioniert auch eine Teichabdeckung durch ein Metallgitter. Es ist allerdings deutlich auffälliger, aufwändiger und damit meist auch deutlich teurer. Meist muss es individuell angefertigt werden. Ein schmiedeeisernes Gitter kann allerdings auch einen ganz besonderen Reiz haben und sich zum Blickfang im Garten entwickeln.

5. Warnmelder

Im Fachhandel sind mittlerweile sogenannt Warnmelder erhältlich, die wie kleine Inseln auf der Wasseroberfläche des Teichs schwimmen. Sobald sie eine größer Wellenbewegung ausmachen, wie sie etwa durch das Stürzen eines Kindes ausgelöst werden kann, geben sie einen lauten, schrillen Alarmton von sich. Dabei sind verschiedene Toleranzen einstellbar, um beispielsweise zu verhindern, dass jeder Frosch, der ins Wasser springt, gleich einen Alarm auslöst. Wichtig auch, dass diese Warnmelder sehr flach auf der Oberfläche zum Liegen kommen, um optimal funktionieren zu können. Und natürlich macht so ein Warnmelder nur dann Sinn, wenn Erwachsene auch darauf reagieren und im Zweifelsfall das Kind aus dem Teich ziehen können.