Duschen ist nur mit viel Wasserdruck angenehm. Wenn allerdings ein kleines Rinnsal aus dem Duschkopf fließt, ist eine Erhöhung des Drucks erforderlich. Bei bestimmten Ursachen lässt sich das Problem selber lösen.

Duschkopf & Schlauch

Zu den häufig vorkommenden Ursachen für einen niedrigen Wasserdruck in der Dusche gehören verkalkte sowie verstopfte Duschköpfe und Schläuche. Am Duschkopf zeigen sich Kalkablagerung meistens schon von außen. Um das Innere zu überprüfen, ist die Brause vom Schlauch zu trennen. Dann den Wasserhahn aufdrehen. Wenn das Wasser wieder mit mehr Druck fließt, ist der Duschkopf der Verursacher. Ob der Schlauch verstopft oder verkalkt ist, lässt sich durch das Abdrehen mit Hilfe einer Rohrzange feststellen. Wenn das Wasser anschließend ohne den Schlauch mit einem ausreichenden Druck fließt, ist er der Auslöser. Manchmal ist ein Durchlaufbegrenzer für den niedrigen Wasserdruck

verantwortlich, der in den Handbrausen eingebaut ist. Das spart zwar einiges an Wasser, aber der Genuss beim Duschen verringert sich dadurch erheblich.
  • Duschkopf und Schlauch regelmäßig entkalken
  • Mehrere Stunden in Lösung mit hochkonzentriertem Essig einlegen
  • Wirkung von Essig erhöht sich durch Natronpulver (Backsoda)
  • Achtung: Schäumt beim ersten Kontakt stark auf!
  • Alternativ chemischen Kalkentferner verwenden
  • Extrem stark verstopfte Duschköpfe und Schläuche austauschen
  • Eventuell eingebauten Durchlaufbegrenzer entfernen

Hinweis: Beim Abdrehen des Schlauchs mit der Rohrzange darauf achten, die Schraube nicht zu verkratzen oder sogar zu beschädigen.

Boiler & Durchlauferhitzer

Wenn der niedrige Druck nur bei warmem Wasser auftritt, kann

dies womöglich an einem Defekt beim Warmwassersystem liegen. Bei diesem Problem kommt es darauf an, ob das warme Wasser auf lokaler Ebene mit Hilfe eines Boilers oder Durchlauferhitzers erzeugt wird. Wenn es sich um fortgeschrittene Verkalkungen bei den Geräten handelt, lassen sich diese in den meisten Fällen selber beseitigen. Mögliche Verursacher für den niedrigen Wasserdruck können auch brüchige und undichte Leitungen sein. In größeren Wohnanlagen wird das Warmwasser häufig zentral über die Heizungsanlage generiert. Diese Systeme überprüft in der Regel der zuständige Hausmeister, Vermieter oder Verwalter, welcher auch für die anschließende Reparatur zuständig sind.

Duschkopf mit guten Wasserdruck

  • Gehäuse der Geräte öffnen und bezüglich Kalkes kontrollieren
  • Warmwassersysteme regelmäßig entkalken
  • Leitungen mit Vorsicht überprüfen, dabei keine Gefahr eingehen
  • Austretendes Wasser darf nie mit der Elektrik in Kontakt kommen
  • Gerät vor dem Reparieren vom Strom nehmen
  • Möglich sind auch gravierende Schäden am Gerät oder Hauswasserleitung
  • Solche Defekte kann nur der Fachmann reparieren

Absperrventil

In vielen Wohnungen sind Absperrventile eingebaut, welche den Zustand des Wasserdrucks bestimmen. Diese

Ventile sind normalerweise zentral zugänglich und oft nicht voll aufgedreht. In der Regel befinden sich diese Vorrichtungen direkt im Badezimmer oder in der Küche, eher selten sind sie im Keller untergebracht. Wenn das Ventil nicht gefunden oder erreicht werden kann, beim Vermieter um Aufklärung bitten.
  • Ventil kontrollieren, ob es korrekt aufgedreht ist
  • Aufdrehen, wenn das nicht der Fall ist
  • Im Anschluss Wasserdruck erneut kontrollieren
  • Besser vorsichtig sowie nach und nach aufdrehen

Tipp: Beim Aufdrehen darauf achten, das Absperrventil nicht zu überdrehen, um fatale Schäden zu vermeiden.

Anlage zur Druckerhöhung

Wenn das Wasser bereits mit einem geringen Druck im Haushalt ankommt, kann eine Anlage zur Druckerhöhung die gesuchte Abhilfe schaffen. Bei dieser Anlage handelt es sich um eine spezielle Pumpe, mit der sich der Wasserdruck nachhaltig erhöhen lässt. Der Einbau der Vorrichtung kann sich abhängig von dem Aufbau der Wasserleitungen bisweilen etwas kompliziert gestalten.

  • Anschaffungspreis der Anlage ist recht hoch
  • Einbau nicht immer möglich, vor dem Kauf überprüfen
  • Höherer Druck entsteht durch mehr Wasser pro Zeiteinheit
  • Wasser wird im zusätzlichen Behälter zwischengelagert
  • Bei Mietwohnung Einbau vorher mit Vermieter abklären