Im Frühjahr zeigt sich die Felsenbirne mit einer Unmenge an weißen Blüten aus denen reife Früchte heranreifen. Die Früchte haben die Größe von Blaubeeren, sind in der Farbe aber noch dunkler, fast purpur-schwarz. Anfang August können sie süß und mit köstlichem Aroma vom Strauch gepflückt werden. Im Herbst zeigt sich die Felsenbirne noch in einem dekorativen Kleid, die Blätter färben sich orange-rot bis gelb.
Pflege
Vorweg gesagt: Die Felsenbirne ist anspruchslos und genügsam. Eine Pflanze, die jeden Gärtner begeistert, da ihre Ansprüche recht bescheiden sind.
Felsenbirnen gedeihen in einem locker und wasserdurchlässigen Boden, sei es im Hausgarten oder auf einem Felsenuntergrund.
- Sie mag die Sonne, wächst aber auch im Halbschatten, nur lässt die Blütenfülle dann nach.
- Weder zusätzliches Wässern noch Dünger sind bei einer Felsenbirne, die gut eingewurzelt ist, erforderlich.
- Die jungen Pflanzen jedoch möchten eine gleichmäßige Bewässerung in den ersten Wochen an ihrem angestammten Platz.
- Staunässe und Überwässerung sollte man die Jungpflanzen nicht aussetzen.
- Hat die Felsenbirne ihren Stammplatz und ist eingewurzelt, braucht sie nur in Hitzeperioden zusätzliche Wassergaben.
- Die Überwinterung der ausgewachsenen Felsenbirne als auch die Jungpflanzen gestaltet sich problemlos.
- Jungpflanzen pflanzt man am besten im Frühjahr oder im Herbst. Dabei sollte der Boden aufgelockert sein und bewässertwerden.
- Sollte eine ältere Pflanze in ihrer Wuchskraft nachlassen, kann mit Kompost und Kalk eine mäßige Düngung vorgenommen werden.
Bei der Pflege der Felsenbirne ist auch der Kauf wichtig und wie nachhaltig sie aufgezogen wurden. Es sollte auf die Aufzuchtbedingungen und eine schädlingsfreie Auslieferung geachtet werden.
Rückschnitt
Auch beim Schnitt zeigt sich die Pflanze anspruchslos, denn nur im Zweifelsfall muss sie geschnitten werden. Sie fühlt sich sogar sehr wohl, wenn sie nicht beschnitten wird, da sie ihre Blüte so voll ausbilden kann. Der Strauch zählt zu den wenigen Gehölzen die sich alleinstehend, im Hausgarten beispielsweise, gut machen. Die Entwicklung einer natürlichen und kompakten Form braucht nicht einmal in den Wachstumsjahren in Grundform geschnitten zu werden. Hat die Felsenbirne einige Jahre hinter sich, kann sie leicht unförmig werden.
Durch einen Rückschnitt kann sie wieder in Form gebracht werden. Auch schadet es nicht, wenn man schon vorab einmal regelmäßig die älteren Triebe abschneidet. Man kann die Felsenbirne aber auch ungeschnitten altern lassen und ihr dann einmal einen verjüngenden Schnitt gönnen. Dabei werden die halben Zweigmassen bis auf die Hälfte gekürzt und im darauffolgenden Jahr der Rest. Man kann die Felsenbirne beschneiden oder nicht, wie der Gärtner es möchte. Auch kommt es darauf an, welche Funktion die Pflanze im Garten hat. Normalerweise reicht also ein Auslichten der Pflanze.
Felsenbirnen als Hecken oder Vogelschutzhecken
Für die Heckengestaltung im Garten ist die Gewöhnliche Felsenbirne oder die Kupferfelsenbirne gut geeignet. Entscheidet man sich, sein

Wählt man eine Sorte der Felsenbirne aus, die nicht größer als zwei Meter wird, erhält man eine schöne Vogelschutzhecke. Der Pflanzer stellt so einheimischen Vögeln und Insekten Blüten und Blätter zur Verfügung. Auch als Brutstätte werden diese Hecken genutzt. Möchte man die Früchte den Vögeln überlassen, so sollte die Gewöhnliche Felsenbirne gepflanzt werden. Diese Art wird von den einheimischen Vögeln am besten angenommen. Man hat 21 Vogelarten gezählt, die ihre Nahrung in der Felsenbirne finden.
Nutzen
Die Früchte der Pflanze ähneln der Blaubeere oder der Heidelbeere und sind essbar. Die Früchte können im Frühsommer reif geerntet werden. Damit die Vögel nicht die ersten Pflücker sind, kann man ein Netz über die Pflanze spannen. Wenn die Früchte reif sind, haben sie eine dunkle Farbe und einen geringen Druckwiderstand. Die Früchte können auch getrocknet werden. Die Früchte enthalten viele Vitamine und ähneln im Geschmack den Heidelbeeren.
Krankheiten
Das Gehölz wird selten von Krankheiten befallen. Allerdings kann die Pflanze mit Mehltau befallen, der mit den normalen Mitteln beseitigt werden kann. Zu erkennen ist er an fleckigen Verfärbungen der Blätter, der echte Mehltau präsentiert sich mit weißlichen Belägen auf Gehölzen. Dabei kann man zweimal wöchentlich ein Gemisch aus Milch und Wasser, im Verhältnis 1:9, auf die befallenen Teile aufbringen. Um Mehltau vorzubeugen, sollten Pflanzen genügend belüftet werden. Auch der Platz zwischen den Pflanzen sollte ausreichend sein, damit die Luft gut zirkulieren kann.
Wissenswertes in Kürze
Die Felsenbirne mag
- Die Felsenbirne ist anspruchslos, solange sie in einem lockeren Boden stehen kann in sonniger bis halbschattiger Lage.
- Verdichteter Boden wird allgemein nicht sehr gut vertragen.
- Amelanchier müssen auch nicht zwangsläufig geschnitten werden. Ab und zu bekommen sie wilde Triebe. Wenn man diese abschneidet, wäre die Schnitt-Pflege erledigt.
- Die Blütezeit ist das Frühjahr. Die kleinen, weißen Blüten schmücken die Pflanze im April.
- Die winzigen, knapp 1 cm großen Früchte sind nicht nur für Vögel eine Delikatesse. Auch die Menschen naschen sie gerne.
- Felsenbirne wird häufig in eine Wildhecke gepflanzt. Oft sieht man sie auch in den Städten, wo sie meist als Lärm- und Windschutz dienen.
- Die Felsenbirne wird kaum von Schädlingen, oder Krankheiten befallen, einzig der echte Mehltau und der Feuerbrand sind ab und zu als Schadbilder zu erkennen.
Natürlich gibt es auch von der Felsenbirne, wie auch von zahlreichen anderen Gewächsen viele Arten, die bei uns heimisch sind und die man auch in Baumschulen oder Gärtnereien erwerben kann. Hierzu gehört unter anderen auch die hängende Felsenbirne (Amelanchier laevis), oder die Kupferfelsenbirne, deren Herbstfärbung der Blätter ein einmaliges Farbspiel mit sich bringt. Sie lässt sich auch wunderbar in Form schneiden und eignet sich besonders gut für die Einzelstellung im eigenen Garten, aber auch in öffentlichen Gärten, sowie Parkanlagen. Diese beiden amerikanischen Arten sind wirklich beeindruckende, sehr schöne Arten der Felsenbirne. Die einheimische Art, Gemeine Felsenbirne ist in unseren Breiten wohl die bekannteste Art, doch diese geht mit ihrer Schönheit neben den beiden zuvor genannten beinahe verloren.