Duftend und attraktiv präsentiert sich der Schokowein über den Frühling im Garten oder auf der Terrasse. Die Pflege der Kletterpflanze ist nicht schwer.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae)
  • Gattung: Akebie (Akebia)
  • Synonyme: Fünfblättrige Akebie, Fingerblättrige Akebie, Klettergurke, Blaugurkenwein
  • Herkunft: Japan, Korea, China
  • Wuchsform: aufrecht, Kletterpflanze, verholzend, laubabwerfend oder immergrün
  • Wuchshöhe: bis 1.200 cm
  • Blätter: 2 cm bis 7 cm lang, kahl, eiförmig, Oberseite grün, Unterseite blaugrün
  • Blüte: weiß, rosa, purpur, violett, 1 cm groß (männlich), 2,5 cm groß (weiblich), stehen in Blütentrauben zusammen
  • Blütezeit: April bis Ende Mai
  • Blüten duften würzig nach Schokolade und Vanille

Standort

Der Schokowein ist in Bezug auf die Pflege nicht kompliziert, solange Sie den richtigen Standort für die Pflanze auswählen. Das ist entscheidend, denn dadurch kann sie sich entspannt ausbreiten und wachsen. Sie bevorzugt die folgenden Standorteigenschaften:

  • Lichtbedarf: sonnig bis halbschattig
  • warm
  • windgeschützt
  • idealerweise vor Steinmauern

Schokoladenwein - Klettergurke - Akebie - Akebia

Boden

Die Fingerblättrige Akebie benötigt neben dem richtigen Standort einen guten Boden, vor allem wenn Sie sich für eine Pflanzung ins Freiland entscheiden. Die folgenden Eigenschaften sollten hierbei beachtet werden:

  • normale Gartenerde
  • lehmig-sandig
  • humos
  • durchlässig
  • locker
  • verträgt Kalk
  • pH-Wert: 5.0 bis 8.0

Pflanzen

Die Pflanzung ins Freiland ist ebenso problemlos umsetzbar wie die restlichen Pflegemaßnahmen der Akebia quinata. Der wichtigste Punkt

ist der Zeitraum, in welchem der Schokoladenwein angepflanzt wird, damit er sich bis zum Winter an seinem neuen Standort etablieren kann. Die folgende Anleitung wird Sie dabei unterstützen:
  • Zeitraum: April bis Mai
  • Pflanzabstand: 100 cm bis 150 cm
  • gleichen Abstand zu Mauern oder anderen Strukturen
  • Pflanzloch ausheben
  • Pflanzloch etwas größer wie Wurzelballe5n
  • Erdaushub mit Quarzsand anreichern, falls verdichtet
  • Drainage am Boden anlegen
  • Drainagematerial: Kies, Splitt
  • Pflanze aus Kübel lösen
  • Wurzeln überprüfen
  • beschädigte oder abgestorbene Wurzeln entfernen
  • in Pflanzgrube setzen
  • ausrichten
  • Pflanzloch mit Erdaushub füllen
  • leicht andrücken
  • Pflanze mit Kletterhilfe versehen
  • gut angießen

Substrat

Falls Sie die Fingerblättrige Akebie im Topf kultivieren wollen, benötigen Sie das richtige Substrat. Glücklicherweise stellt der Schokoladenwein ebenfalls keine großen Ansprüche an das Substrat und lässt sich aus diesem Grund problemlos kultivieren. Idealerweise verwenden Sie Garten- oder Kübelpflanzenerde mit den gleichen Eigenschaften wie für die Freilandpflanzung.

Schokoladenwein - Klettergurke - Akebie - Akebia

Umtopfen

Umgetopft wird der Schokoladenwein im Rhythmus von zwei bis drei Jahren, damit die Wurzeln ein frisches Substrat zur Verfügung haben. Zur gleichen Zeit breitet sie sich innerhalb dieser Zeit recht weit im Kübel aus und ein größerer muss her. Wählen Sie diesen also vor dem Umtopfen bereits aus, damit die Pflanze genügend Platz im neuen Kübel hat. Zusätzlich sollte er über Abzugslöcher verfügen. Umgetopft wird im Frühling wie folgt:

  • Pflanze aus altem Kübel lösen
  • Wurzeln von Erde befreien
  • Wurzeln überprüfen
  • beschädigte,
    verfaulte, vertrocknete oder gebrochene Wurzeln entfernen
  • Drainage am Boden anlegen
  • Drainagematerial: Kies, Tonscherben
  • mit Gartenvlies abdecken
  • etwas Substrat einfüllen
  • Schokowein einsetzen
  • ausrichten
  • mit Substrat auffüllen
  • Substrat leicht andrücken
  • Kletterhilfe hinzufügen

Gießen

Ein Schokoladenwein wird immer nach Bedarf gewässert. Pflanzen im Freiland benötigen kein zusätzliches Wasser, außer es war über einen längeren Zeitraum sehr trocken. Überprüfen Sie in diesem Fall den Boden über die Fingerprobe, ob die Fingerblättrige Akebie Wasser benötigt. Kübelexemplare müssen ebenfalls nur nach Bedarf gegossen werden. Überprüfen Sie das Substrat der Gewächse jedoch in regelmäßigen Abständen, damit sie nicht austrocknet. Ein leicht feuchtes Substrat ist nie verkehrt. Sie können kalkhaltiges oder kalkarmes Wasser verwenden.

Düngen

Nährstoffe sind wichtig für die Akebia quinata, damit sie kräftig blüht. Gedüngt wird ausschließlich von Frühling bis Herbst, denn im Winter benötigt sie keine weiteren Nährstoffe. Die folgenden Düngemittel werden verwendet:

  • Freilandexemplare: Kompost im Frühjahr einarbeiten
  • Kübelpflanzen: Gemüsepflanzenflüssigdünger (Kurz- oder Langzeit)
  • Häufigkeit des Flüssigdüngers nach Herstellerangaben
  • ausschließlich übers Gießwasser verabreichen

Schneiden

Der Auslichtungsschnitt ist wichtig, damit die Akebia quinata nicht verkahlt. Bei Vernachlässigung neigt sie stark dazu. Notwendig ist das Auslichten im zweijährigen Rhythmus im Frühjahr noch vor dem Austrieb. Ist das Gewächs dagegen verkahlt, können Sie einige der Haupttriebe im Inneren kräftig zurückschneiden und anschließend alles vorsichtig einkürzen. Da der Schokowein sehr schnittverträglich ist, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die folgenden Schritte helfen Ihnen bei der Umsetzung:

  • Gartenschere desinfizieren und schärfen
  • vertrocknete, kahle oder gebrochene Triebe entfernen
  • speziell im Inneren der Pflanze
  • zu hoch gewachsene Triebe auf Gesamthöhe stutzen
  • Schnittgut entsorgen

Ernten

Die Früchte der Akebie quinata sind nicht giftig und können ohne Probleme verzehrt werden. Damit Ihre Fingerblättrige Akebie Früchte trägt, benötigen Sie mindestens zwei Exemplare, damit sich diese gegenseitig befruchten können. Früchte können sich bilden, nachdem das Gewächs zum ersten Mal geblüht hat, also etwa nach fünf Jahren. Geerntet wird von Anfang September bis Mitte Oktober und nicht früher. Zwar sind die Schokoweinfrüchte nicht giftig, dennoch sollten Sie darauf achten, ausschließlich reife Früchte zu ernten. Unreife Früchte sind ebenfalls nicht giftig, aber unbekömmlich und schwer verdaubar. Warten Sie also bis zum Herbst mit der Ernte.

Schokoladenwein - Klettergurke - Akebie - Akebia

Hinweis: In Mitteleuropa bilden sich Schokoweinfrüchte ausschließlich in wintermilden Regionen, zum Beispiel Weinbaugebieten.

Überwintern

Um den Schokoladenwein zu überwintern, müssen Sie nicht viel unternehmen. Die Freilandexemplare halten Temperaturen von bis zu -10°C aus, wobei raue Lagen oder Wind gefährlich werden können. Damit es ihnen über die kalte Jahreszeit nicht zu frostig wird, packen Sie die ausgepflanzten Exemplare in ein Gartenvlies ein und bedecken den Standort mit Reisig oder trockenem Laub. Falls Sie eine Kübelpflanze besitzen, gehen Sie auf die folgende Weise vor:

  • Kübel windgeschützt platzieren
  • auf Styropor stellen
  • Kübel und Pflanze in Noppenfolie oder Gartenvlies einpacken
  • an Tagen ohne Frost vorsichtig gießen

Hinweis: Sie erkennen, ob es dem Schokoladenwein zu kalt ist, wenn die Blätter über den Winter abfallen. Rüsten Sie das Gewächs in diesem Fall nachträglich mit einem Winterschutz aus.

Vermehrung

Idealerweise wird der Schokoladenwein über die Aussaat vermehrt. Besonders einfach gelingt das, wenn sich an Ihren Exemplaren Früchte ausgebildet haben, deren Samen Sie verwenden können. Alternativ können Sie das Saatgut im Handel erwerben. Eine Tüte mit zehn Samen kostet im Durchschnitt zwischen fünf und zehn Euro. Werden selbst geerntete Früchte als Quelle für die Samen genutzt, müssen Sie diese komplett vom Fruchtfleisch befreien, da sie sonst im Substrat verfaulen. Danach werden sie über den Winter trocken und warm gelagert. Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat nämlich erst im Frühling von April bis Mai. Folgen Sie dabei dieser Anleitung:

  • Substrat: Anzuchterde
  • vorher sterilisieren
  • Anzuchttöpfe mit Erde füllen
  • pro Topf 1 Samen pflanzen
  • ins Freie stellen
  • Standort: hell, geschützt
  • feucht halten
  • nicht durchnässen
  • Jungpflanzen nach dem Keimen pikieren und umtopfen
  • bis nächstes Jahr im Topf belassen
  • gut überwintern
  • im nächsten Frühling auspflanzen oder erneut umtopfen
  • optional: mit Kletterhilfe ausstatten

Hinweis: Alternativ können Sie den Schokowein auf natürliche Weise über Absenker vermehren, wenn Triebe den Boden berühren. Diese werden dann beschwert, nach der Bewurzelung abgetrennt und umgepflanzt.

Mehltau

Der Schokowein ist eine robuste Pflanze, die kein wirkliches Problem mit Krankheiten oder Schädlingen hat. Das einzige Problem kann ein Befall durch Mehltau sein, der aber nicht gefährlich für die Akebia quinata ist. Dennoch sollten Sie den Mehltau nicht komplett außer Acht lassen, da die Pilzerkrankung aufgrund von Pflegefehlern größere Bereiche befallen könnte. Falls sich die Krankheit ausbreitet, sollten Sie auf Fungizide setzen, da bei der Akebie Hausmittel wie Milch nicht funktionieren.