Hostas erwecken die Sammelleidenschaft. Um dieser Passion nachzugehen, müssen Sie sich nicht kontinuierlich neue Pflanzen aus dem Gartencenter kaufen. Die wuchsfreudigen Gewächse können leicht vermehrt werden, da sie mit der Zeit zahlreiche neue Triebe bilden. Durch Teilung lassen sich sowohl Kübelpflanzen als auch Freilandstauden vervielfältigen. Je nach Alter der Pflanze empfehlen sich unterschiedliche Methoden.

Idealer Zeitpunkt

Die Herbstmonate eignen sich perfekt zum Teilen der beliebten Zierpflanze, da

Funkien nach dem Verblühen ihr Wachstum einstellen und den Stress durch das Vermehren besser vertragen. Im noch warmen Boden wachsen die frisch gepflanzten Stauden schnell an. Führen Sie die Maßnahme im September oder spätestens im Frühjahr durch. Im März und April befindet sich die Zierpflanze noch in der Ruhephase. Prinzipiell können Sie das Gewächs während der gesamten Wachstumszeit im Sommer umpflanzen. Dann benötigt die Hosta mehr Aufmerksamkeit, damit die Teilpflanzen optimal mit Wasser versorgt sind. So machen Sie es richtig:
  • Hosta direkt nach dem Kauf teilen und umpflanzen
  • Vermehrung möglich, wenn der Topfballen vollständig durchwurzelt ist
  • ältere Pflanzen in Freiland und Topf spätestens nach drei bis vier Jahren durch Teilung verjüngen

Jüngere Pflanzen vereinzeln

Wenn Sie sich den Wurzelstock genauer anschauen, werden Sie schnell die dicht aneinander stehenden Triebe mit jeweils zwei bis fünf Blättchen entdecken. Diese sind miteinander verbunden und ihre Wurzeln bilden ein verwobenes Geflecht, weswegen die schonende Teilung Fingerspitzengefühl erfordert. Greifen Sie mit jeweils einem Daumen und Zeigefinger zwei nebeneinander liegende Wurzelhälse und ziehen Sie diese vorsichtig auseinander. Es hilft, wenn Sie den Wurzelballen dabei sanft rütteln. Auf diese Weise arbeiten Sie sich durch den Wurzelballen, bis Sie die Triebe vollständig vereinzelt haben. Innerhalb eines Jahres gedeihen sie zu prächtigen Hostas, da die Pflanzen sehr schnell wachsen.

Tipp: Diese Maßnahme gelingt besser, je sandiger der

Boden ist. Mit etwas Geduld und Feingefühl werden Sie aber auch Funkien im lehmigen Böden gut vereinzeln können.

Kräftige Pflanzen zerschneiden

Überprüfen Sie, ob die Staude bereits aus den Abzugslöchern des Pflanzgefäßes herauswachsen. Wenn das der Fall ist, sollten diese mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. So verhindern Sie Schäden beim Herausnehmen des Topfballens. Nachdem das üppige Wurzelgeflecht vom Gefäß befreit wurde, schneiden Sie den Ballen mittig durch. Ein langes Küchenmesser mit scharfer Klinge ist ausreichend. Ist der Wurzelballen ausreichend groß, können Sie diesen in weitere Teilstücke zerkleinern. Kürzen Sie verletzte Wurzeln etwas ein und entfernen Sie kranke oder abgestorbene Wurzelteile.

Hinweis: Sorten mit einem langsamen Wachstum sollten so geteilt werden, dass die Teilpflanzen jeweils zwei bis vier Triebknospen besitzen. Das fördert ein erfolgreiches Anwachsen.

Freilandstauden teilen

Funkien teilen - Hosta umpflanzenUm Hostas im Garten durch Teilung zu verjüngen, nehmen Sie zwei Grabegabeln zur Hilfe. Diese werden direkt in den Pflanzenbestand gesteckt, sodass ihre Hinterseiten aneinanderstoßen. Hebeln Sie die Werkzeuge anschließend vorsichtig auseinander und graben Sie die Teilpflanzen aus. Diese Maßnahme eignet sich für jüngere Hostas, deren Wurzelstöcke noch nicht verholzt sind. Ältere Stauden werden auf diese Weise geteilt:

  • gesamten Wurzelstock mit der Grabegabel aus dem Boden heben
  • Wurzelballen mit einem scharfen Spaten zerteilen
  • darauf achten, dass jede Teilpflanze ausreichend Wurzeln und mindestens eine Triebknospe besitzt
  • alte und faulige Wurzeln abschneiden

Umpflanzen

Wenn Sie die Pflanzen im Herbst teilen, werden sie in einen Topf gepflanzt. Im Frühjahr können Sie die Teilpflanzen direkt ins Beet setzen. Die meisten Sorten bevorzugen einen schattigen bis halbschattigen Platz, an dem kühle und feuchte Bedingungen herrschen. Ein humusreiches

Substrat, das mit organischen Bestandteilen wie Kompost oder Laubhumus angereichert wurde, gewährleistet einen optimalen Start in die Wachstumsphase. Hornspäne wirken als Langzeitdünger und verbessern die Wuchskraft der Stauden auf lange Sicht. Nachdem die Funkien in frisches Substrat gepflanzt wurden, gießen Sie den Wurzelballen gut an. Dadurch werden Luftporen geschlossen, sodass die Wurzeln einen besseren Bodenkontakt bekommen. Die Wassermenge ist Abhängig von Jahreszeit und Pflanzengröße. Je größer die Blattfläche, desto höher ist der Wasserbedarf. Im Sommer geteilte Pflanzen benötigen ebenfalls mehr Wasser. Beachten Sie beim Umpflanzen folgende Hinweise:
  • Beet vor dem Einpflanzen tiefgründig von Unkraut befreien
  • bei Mini-Hostas auf einen Pflanzabstand von 20 bis 30 Zentimeter achten
  • großwüchsige Exemplare benötigen einen Quadratmeter für sich
  • Pflanzgefäße mit einer Drainage aus Tonscherben oder Steinen ausstatten
  • Substrat für Kübelpflanzen aus zwei Teilen Kompost und einem Teil Blumenerde mischen