Ameisen wandern gerne vom Garten in Innenräume, weil sie dort Nahrung und eine Behausung vorfinden. Über Ritzen dringen sie ein und können in Mauern Nester anlegen, wodurch sie geschädigt wird.

Mögliche Schäden

Die Experten in der Zerstörung von Häusern sind Termiten, die mit den Ameisen verwandt sind. Unsere heimischen Ameisen richten weitaus geringere Schäden an, dennoch ist ein Befall nicht zu unterschätzen. Wird nichts gegen Ameisen getan und nisten sich diese dauerhaft im Mauerwerk ein, kann das sogar die Statik negativ beeinflussen.

Mögliche Schäden durch Ameisen sind:

  • Zersetzung von Wandmaterial
  • Zerstörung von Holzbauteilen
  • Zerreibung von Dämmmaterialien
  • Minderung der Tragfähigkeit von Holzbalken
  • Feuchtigkeit und Schimmel

Werden Ameisen im Mauerwerk entdeckt, sind die Schäden meist schon sehr groß. Der Grund dafür ist, dass die Insekten aufgrund

ihrer Größe lange unbemerkt bleiben. Oft allen im Bereich von Mauern nur kleine Staubhäufchen auf. Dies ist ein erstes Alarmzeichen, dass möglicherweise die Insekten in der Wand leben.

Ursachen für einen Befall

Die Ursachen für Ameisen im Mauerwerk sind sehr einfach, denn sie suchen dort eine sichere Unterkunft und finden im Haus mehr als genug Nahrung vor. Vor allem in Jahren, in denen es beispielsweise sehr regnerisch ist oder es in der Natur wenig Nahrung für sie gibt, dringen sie bevorzugt in Häuser ein.

Tipp: Wenn Sie feststellen, dass Ameisen bereits anfangen im Garten in der Nähe des Hauses Nester zu bauen, siedeln Sie diese um. Je größer die Entfernung zwischen einem Nest und dem Haus ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ameisen das Mauerwerk besetzen.

Sofortmaßnahmen

Haben Sie einen Befall im Mauerwerk festgestellt, sollten Sie umgehend Maßnahmen gegen die Insekten

ergreifen. Oft ist es nicht notwendig mit Insektenschutzmitteln gegen Ameisen, die eigentlich nützlich sind vorzugehen. Einfache Maßnahmen und bewährte Hausmittel können ebenfalls helfen.

So gehen Sie gegen Ameisen vor:

  • Öffnungen im Mauerwerk verschließen
  • Undichte Dichtungen ersetzen
  • Wände auf Feuchtigkeit prüfen und Gegenmaßnahmen ergreifen
  • Bestehende Ameisenstraßen unterbrechen
  • Nahrungsquellen im Haus entfernen

Selbst wenn Sie Nahrungsquellen, und dazu gehören auch Müllentsorgungsbereiche oder die Futterschüsseln von Haustieren, entfernt haben, hält das die Insekten nicht davon ab, im Haus nach neuen Quellen zu suchen. Daher ist es zudem wichtig sie mit geeigneten Mitteln zu verjagen. Der Vorteil ist, dass Ameisen auf einige Gerüche sehr stark reagieren. Damit lassen sich sehr gut Straßen unterbrechen und Sie können damit Insekten aus der Wand vertreiben.

Folgende Mittel mögen Ameisen nicht:

  • Zimt
  • Essigwasser
  • Ätherische Öle (Zitrone, Lavendel, Pfefferminze)
  • Gurkenschalen
  • Schwefel

Hinweis: Auf Mittel wie Backpulver oder Natron sollen Sie verzichten, da dies den qualvollen Tod der Insekten zur Folge haben kann. Ist der Befall derartig stark, dass sie sich nicht vergrämen lassen, sollten Sie einen Fachmann kontaktieren.

Neben Düften, die

Ameisen nicht leiden können, reagieren sie auch auf Kreide oder Babypuder. Beides enthält Talkum, was die Insekten meiden, denn es würde die Fühler bzw. Atemwege verkleben. Daher überschreiten Sie eine gezogene Linie mit diesen Mitteln meist nicht. Haben Sie die Ameisen vertrieben, prüfen Sie das Mauerwerk auf Schäden. Gegebenenfalls können nach einem Ameisenbefall Sanierungsmaßnahmen notwendig sein, um Schimmel zu entfernen oder zerstörte Elemente zu ersetzen.

Zukünftigem Befall vorbeugen

Damit Sie vor den Insekten im Haus verschont bleiben, sollten Sie in erster Linie dafür sorgen, dass das Mauerwerk dicht ist. Es lohnt sich generell in regelmäßigen Abständen Fugen und Dichtungen zu prüfen, denn sie bieten Insekten nicht nur ein offenes Tor, sondern darüber geht Energie verloren, die Ihre Heizkosten erhöhen. Eine einzelne Ameise macht zwar noch kein ganzes Nest im Haus aus, allerdings senden die Insekten Kundschafter aus, die sich auf die Suche nach Nahrung machen. Sehen Sie eine einzelne Ameise im Haus, befördern Sie diese umgehend ins Freie.

Ameisen bei der Brutpflege

Ameisen bleiben in Hausnähe immer ein Risiko. Schaffen Sie im Garten Rückzugsräume für die Insekten, werden sie sich dort ansiedeln und erst gar nicht in die Nähe der Mauern gelangen. Nester an ungünstigen Stellen sollten Sie rasch umsiedeln.