Maden in der Biotonne mag niemand gerne. Trotzdem treten Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer wieder zu Tage. Mit Biotonnenpulver können Sie die Besucher jedoch wirkungsvoll vermeiden.

Biotonnenpulver - was ist das?

Hochwertige Pulver für die Biotonne kommen gänzlich ohne Chemie, etwa in Form von abtötenden Pestiziden, aus. Stattdessen ist die Basis aller Substrate eine individuelle Mischung folgender Komponenten:

  • Gesteinsmehl
  • Kieselgur
  • Löschkalk
  • Mikroorganismen

Wie wirkt das Pulver?

Um die Wirkung von Biotonnenpulver zu verstehen, schauen wir uns einmal die Funktion der einzelnen Komponenten an:

Gesteinsmehl

Fein zermahlenes Gestein weist eine extrem hohe Oberfläche auf, an der es Feuchtigkeit bindet. Seine wesentliche Aufgabe besteht

daher in der Aufnahme und dem Binden von aus den Bioabfällen austretender Feuchtigkeit.

Kieselgur

Diese Substanz wird aus den fossilen Überresten kalkhaltiger Muschelschalen, dem "Gur" im Rahmen eines Brennverfahren hergestellt. Neben der Bindung von Feuchtigkeit durch eine extrem hohe Oberfläche der mikrokristallinen Substanz ist in der Biotonne vor allem ihre biozide Wirkung geschätzt. Kieselgur wird auf Grund seiner intensiven austrocknenden Wirkung gegen Bakterien und andere Keime. Zudem vermag es durch seine scharfkantigen Partikel, die Larven selbst nach dem Verzehr der Substanz durch intensive Verletzungen des Verdauungstrakts zu töten.

Löschkalk

Calciumhydroxid entsteht durch das "Ablöschen" von gebranntem Kalk mit Wasser. Der entstehende Löschkalk ist in der Lage, hohe Mengen an Feuchtigkeit zu binden. Bei dieser

Reaktion entwickelt er durch seine hohe Alkalität eine stark ätzende Wirkung. Ihm kommt die Aufgabe eines Desinfektionsmittels gegen Fäulnisbakterien und anderer Mikroorganismen im Biomüll zu.

Mikroorganismen

Einerseits werden die Mikroorganismen des Biomülls abgetötet, andererseits werden erneut winzige Lebewesen hinzugegeben.

Wie passt das zusammen?

Die hinzugefügten Mikroorganismen ernähren sich nicht von der Biomasse der Küchenabfälle, sondern sie nutzen deren unerwünschte, weil Fliegen anziehenden Zersetzungsprodukte. Die Aufgabe der Mikroorganismen ist somit in erster Linie der Reduzierung des stechenden Geruchs. Dieser dient als Hauptlockstoff für all die Fliegenarten, die über ihre Eiablage zum unterwünschten Madenbefall führen.

All diese Funktionen zielen darauf ab, ein für Fliegen möglichst unattraktives Umfeld zu schaffen, so dass andere Orte für die Eiablage bevorzugt werden.

Maden in der Mülltonne

Alternativen abseits tödlicher Pestizide

Neben fertigen Biotonnenpulvern haben Sie natürlich auch die Möglichkeit, einige ebenso wirksame Hausmittel gegen Maden einzusetzen.
An erster Stelle stehen hier die

einzelnen Komponenten des Pulvers in Reinform. Gesteinsmehl, Kieselgut und Löschkalk sind als Reinsubstanz frei erhältlich und lassen sich natürlich ebenfalls über den Biomüll verteilen.

ACHTUNG: Reiner Löschkalk kann durch seine stark ätzende Wirkung Verletzungen von Haut und Augen hervorrufen. Tragen Sie bei seinem Einsatz unbedingt Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille!

Darüber hinaus lassen sich aber auch andere in jedem Haushalt verfügbare Stoffe wunderbar einsetzen, um die Maden fern zu halten:

Essigwasser

Auf alle inneren Oberflächen der Biotonne aufsprühen und trocknen lassen - vertreibt über stark sauren Geruch Fliegen und Raupen

Ätherische Öle (Lavendelöl / Teebaumöl)

Getränkte Lappen um Tonnenrand legen und mit Deckel festklemmen - hält über Duftstoffe Fliegen fern

Pfeffer

Über jede Lage Biomüll streuen - vertreibt Maden aus der Biomasse

TIPP: Hausmittel zeigen sich in der Regel weniger Wirksam als echte Biotonnenpulver. Setzen Sie Hausmittel daher vor allem bei kleineren Tonnengrößen ein. Je mehr Bioabfälle Sie haben, umso eher empfiehlt sich von Beginn an der Einsatz der professionell gemischten Pulver.