Erdwall anlegen und bepflanzen

Erdwall anlegen und bepflanzen

Ein Erdwall im Garten kann viele Gründe haben. An der Grundstücksgrenze schützt er vor Einblicken, generell schützt er vor Lärm, wenn er hoch genug ist.

gartenarbeit3_flManch einer legt einen Erdwall an, weil er Erdreich vertun muss, dass beispielsweise nach einem Teichbau übrig ist. So erspart man sich die Mühe, alles zu entsorgen. Beachten dabei muss man natürlich, dass so ein Erdwall mehr Raum benötigt, als ein entsprechend berankter Zaun oder eine begrünte Mauer und er macht auch einige Arbeit. 


/>Wichtig zu beachten!

Wichtig beim Bau eines Erdwalls ist, alles richtig zu befestigen, damit die ganze Erde nicht ins Rutschen kommt. Außerdem sollte eine Böschung niemals steiler als 45 Grad sein. Je flacher der Hang, umso besser hält die Sache. Allerdings heißt je flacher auch, dass man mehr Platz benötigt. Je steiler ein Erdwall ist, um so dichter muss er bepflanzt werden.  Ideal ist eine Mischung aus Tief- und Flachwurzlern. Bodendecker zwischen den Pflanzen sorgen für Halt und Festigkeit. 

Baugenehmigung für Erdwall

Aufschüttungen und als solche sind Erdwälle anzusehen, sind häufig genehmigungspflichtig. Sie können eine Wirkung wie Gebäude verursachen, je nachdem, wie hoch und breit sie sind. Auf alle Fälle müssen Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken eingehalten werden. Die Aufschüttung ist als selbstständige und einheitliche bauliche Anlage zu werten. Dazu kommt, dass bei einer Erhöhung die erhöhte Fläche abzusichern ist. Dazu kann eine Mauer errichtet werden oder ähnliches. Zur Sicherheit sollte man, bevor man mit dem
Aufschütten beginnt, die Landesbauordnung und das Nachbarrechtsgesetzt studieren und sich schlau machen.

Böschungsgewebe

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Erdwall zu befestigen. Eine davon ist mit Böschungsgewebe, eine andere Böschungsmatten. Befestigt werden diese mit Holzstiften aus Hartholz. Die Matten und das Gewebe sind aus Kokos. Das verrottet langsamer als Jute. Böschungsgewebe gibt es in verschiedenen Maschenweiten. Je enger die Maschen, um so schwerer das Material. 

Erwall anlegen

immergruen3_flEin Erdwall wird in der Regel aufgeschüttet. Wenn man kein eigenes Material aus dem Garten verwenden kann, muss man sich etwas anliefern lassen. Oft wird auch Bauschutt entsorgt, der beim Bauen eines Hauses nun mal anfällt. Der Schutt bildet die Grundlage. Darauf kommt dann Erde. Zu beachten ist der Winkel, der wie schon geschrieben, 45 Grad nicht überschreiten darf. Befestigt werden kann der Wall auf einer Seite mit einer Trockenmauer. Ebenso geeignet sind Betonelemente, z.B. Pflanzensteine, Palisaden oder L-Steine. Bei einem recht hohen Erdwall kann man Pfähle einschlagen, senkrecht, damit der Hang gestützt wird. 

Erdwall bepflanzen

Ein Erdwall sollte recht dicht bepflanzt werden. Gras ist natürlich geeignet, das Rasenmähen gestaltet sich aber schwierig und die Lösung ist nicht ideal. Besser sind Bodendecker geeignet. Praktisch ist, wenn diese immergrün sind. Gut geeignet sind Immergrün, Fingerstrauch, Zwergelfenbein-Ginster, Teppichmispel, Efeu und Kriechwacholder. Wunderschön sehen auch Bodendeckerrosen aus, allerdings sind diese nicht immergrün. Man kann einen Erdwall aber auch mit höheren Gewächsen bepflanzen. Im Prinzip sind alle Pflanzen möglich. Man sollte sich über die Standortwünsche informieren. Erdwälle liegen häufig in der Sonne und sollten dann auch nur von sonneliebenden Pflanzen besetzt werden.

Oben pflanzt man Tiefwurzler, die befestigen den Wall noch gut. Für den unteren Teil wählt man besser Flachwurzler. Wenn man Bauschutt verbaut hat, sind Tiefwurzler natürlich nicht ideal. Sie kommen oft nicht bis zum Grundwasser durch. Man sollte daran denken, so zu pflanzen, dass immer etwas blüht. Am besten sind einheimische Gewächse. Da fühlen sich auch Vögel und Insekten wohl.  Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Zu dicht sollte man allerdings nicht pflanzen, damit alle Pflanzwurzeln genug Platz haben und auch Luft herankommt.