Verwilderter bzw. wilder Garten - was tun?

Verwilderter bzw. wilder Garten - was tun?

Man hat ein Gartengrundstück oder auch ein Haus neu erworben oder bezogen, und nun ist alles, was zum Garten gehört, völlig verwildert. Das stellt natürlich für jeden Hobbygärtner eine absolute Herausforderung dar. Wie bekomme ich einen verwilderten Garten wieder in den Griff? Wo soll man am besten anfangen? 

Was tun mit einem verwilderten Garten?

gartenpflege1_flEins ist klar: das bedeutet Arbeit, Arbeit und noch mal Arbeit. Je nach Größe des Grundstücks und nach Grad der Verwilderung

muss man schon ziemlich viel Manpower mit einbringen oder aber im Zweifelsfall alles gleich dem Fachmann überlassen. Oftmals sind stark verwilderte Grundstücke ja noch nicht einmal auf normalem Wege begehbar. Da heißt es dann wirklich, geduldig zu sein. Ein Sprichwort lautet: wilder Garten braucht 7 Jahre und viel Mühe. 7 Jahre vor allem deswegen, weil viele Unkräuter und wild wachsende Pflanzen so lange immer wieder nachwachsen – vor allem, wenn man sie nicht penibel entfernt hat. 

Wer die „Aufräumarbeiten“ dennoch selber in Angriff nehmen will, sollte am besten der Reihe nach vorgehen: Falls sich Müll am Platz befindet, ist dieser am besten zuallererst zu entfernen und zu entsorgen. Ist dieser allerdings bereits überwuchert, muss man natürlich zuerst mal die Pflanzen drum herum abschneiden und sich Zugang verschaffen. Wenn der Müll beiseite geschafft ist, geht es ans Holz: Kleine Bäume und Sträucher absägen und zerkleinern, schließlich soll die darunter liegende Fläche ja irgendwann einmal gemäht werden. Auch eventuell herumliegende Hölzer und Bretter müssen zerkleinert werden. Große Bäume kann man natürlich auch je nach
Bedarf stehen lasen. Wenn der Garten erst mal hergerichtet ist, sind Bäume ja durchaus wünschenswert. Absolut sinnvoll ist hier der Einsatz eines Häckslers. Das gehäckselte Grüngut kann später prima als Kompost verwendet werden. 

Dann müssen diverse Unkräuter, Brennnesseln etc. entfernt werden. Dies geht natürlich am besten nach einem ausgiebigen Regenguss, wenn die Erde lockerer ist. Je mehr vom Wurzelwerk mit herausgerissen wird, umso besser! Sonst kommen die lästigen Pflanzen ja ganz schnell wieder nach. Am Schluss kann man dann die nun freigelegte Fläche entweder mit der Sense oder der Motorsense bearbeiten oder aber mit dem Rasenmäher in eine begehbare Fläche verwandeln. Je nach Beschaffenheit des Bodens sind vielleicht auch Fräsarbeiten sinnvoll. Zumindest sollte man ihn 2 Spaten breit tief umgraben, auflockern und möglichst düngen. 

Wichtig sind in jedem Fall die richtigen Geräte, die man - auch wenn sie nicht zum eigenen Fundus gehören - selbstverständlich im Baumarkt ausleihen kann. Je größer das Gelände, desto größere Gerätschaften kann man auch einsetzen und desto eher wird man wohl auch Hilfe für  das Vorhaben brauchen. Und dann, wenn die Fläche wieder problemlos begehbar ist, ist das Schlimmste bereits geschafft!

Neuanlegen des Gartens

garten14_flVielleicht hat man sich ja schon vor dem Aufräumen ein wenig Gedanken gemacht, wie der Garten später aussehen sollte: denn nun, wenn die Fläche freigelegt ist, sieht alles gleich ein bisschen anders aus und jetzt geht’s ran an das Anlegen des neuen Gärtchens: Blumenwiese, Rasen, Blumenbeete Steingarten, Stauden- oder Gemüsebeet? All das will gut überlegt sein und sollte

passend zum Grundstück und zu den Lichtverhältnissen ausgesucht werden.

Man fängt hier natürlich bei Null an  - der Rasen wird möglicherweise nicht mehr zu gebrauchen sein und auch alles andere muss vermutlich neu angelegt und geplant werden. Wer Bäume auf dem Grundstück stehen gelassen hat, kann den Rest des Gartens ja passend zu gestalten. Es gibt etliche Möglichkeiten. Aber das macht natürlich mindestens genauso viel Spaß wie das Aufräumen!