Hainbuchenhecke - Pflege und Schneiden

HeckeDer Boden für eine Hainbuchhecke sollte Kalk- und humoshaltig sein und darf nicht zu Staunässe neigen. Um eine dichte Hecke zu bilden, sollte man die Pflanzen in einem Abstand von 60 bis 80 cm pflanzen. Die richtige Pflanzzeit ist von Mitte Oktober bis Mitte November. Nach dem Pflanzen muss die Hainbuchenhecke gut gewässert werden.

Gedüngt werden sollte die Hainbuchenhecke vor allem in den ersten Jahren mit organischem Dünger, da die häufigen Schnitte die Pflanzen entkräften. Bei älteren Pflanzen muss man nicht zusätzlich düngen, außer,

der Boden ist sehr sandig. Gegossen werden muss regelmäßig bei Trockenheit, auch im Winter.

Um eine dichte Hainbuchenhecke zu erzielen, muss sie regelmäßig zurück geschnitten werden, damit die Verzweigung gefördert wird. Siehe: Hecke schneiden.

Nach dem Pflanzen der Hainbuchenhecke sollte man die längeren unverzweigten Spitzen wenigstens um die Hälfte zurückschneiden. In den ersten zwei bis drei Jahren muss die Hecke regelmäßig beschnitten werden. Um die Hecke dichter zu machen, wird jeder nach außen und oben wachsende Trieb mehrfach im Jahr eingekürzt. Ältere Hainbuchenhecken schneidet man letztmalig im August und lässt sie dann bis zum Frühjahr in Ruhe. Kurz vor dem Austrieb bringt man die Hecke dann mit einem Schnitt in die gewünschte Form. Oben sollte die Hecke etwa 10 cm schmaler geschnitten werden als unten, damit genug Licht an alle Teile der Pflanze kommt.

Der Jahreszuwachs einer Hainbuche beträgt ca. 30 bis 40 cm. Die Pflanzen können ohne weiteres einen Zaun ersetzen. Sie sind undurchdringlich. Besonders Amseln brüten gern in Hainbuchenhecken. Deshalb sollte man während der Brutzeit nicht Hecke schneiden.
Die Hainbuche ist frosthart und pflegeleicht. Sie kommt gut mit einem hohen Grundwasserspiegel zurecht, verträgt aber keine Staunässe.

Beim Pflanzen sollte man einen Pflanzabstand von etwa 50 cm einhalten. Bei Jungpflanzen ohne Ballen reicht oft ein Abstand von 40 cm. Will man die Hecke auf über zwei Meter wachsen lassen, wählt man besser einen größeren Pflanzabstand, so etwa 80 cm. Die Hainbuche mag einen sonnigen bis halbschattigen Standort, kommt aber meist auch mit Schatten ganz gut klar. Der Boden sollte sandig oder lehmig sein und einen Humusanteil enthalten. Hainbuchen mögen auch ganz gern mäßig sauren Boden, aber eigentlich wachsen sie auf jedem Boden.

Die beste Pflanzzeit ist von Mitte Oktober bis Mitte November. Nach dem Pflanzen muss gut gewässert werden. Direkt nach dem Pflanzen schneidet man die Pflanzen etwa um die Hälfte zurück. Das tut man, damit die Hecke im Frühjahr viele neue Triebe bekommt und schön dicht wird.

Wichtig ist, dass man die Hecke bei lang anhaltender Trockenheit gießt. Das muss man auch im Winter tun,
natürlich nur an frostfreien Tagen. Ist die Hainbuchhecke richtig angewachsne, hat man kaum noch Arbeit mit ihr. Man schneidet sie zweimal im Jahr und im Herbst muss man das Laub beseitigen, welches sie verliert. 
Hainbuchenhecken werden, wie die meisten Gehölze, am besten im zeitigen Frühjahr geschnitten. Schnitt, wann? Kurz vor Austriebsbeginn, im Februar oder März, ist die richtige Zeit. Man erkennt den Austrieb an den schwellenden Knospen.

Wegen dem Vogelschutz schneidet man nicht von Ende März bis September. Maximal herausragender Neutrieb wird entfernt und das bitte nicht mit der

Motorsäge! Ende August sind eigentlich auch die letzten Vögel mit ihrem Brutgeschäft fertig. Man schneidet dann aber keine Hecke mehr, da der anschließend erscheinende Neutrieb nicht mehr genügend Zeit zum Ausreifen hat und im Winter sehr frostempfindlich ist. 
Wenn es sein muss, kann eine Hainbuchenhecke auch mal radikal zurück geschnitten werden. Mangelhafte Vitalität und/oder extreme Kulturbedingungen könnend dabei im Ausnahmefall auch zum Absterben der Pflanzen führen. Im Zweifelsfall sollte man den Schnitt weniger Tief ansetzen und über mehrere Jahre hinziehen.

Das ist bei der Hainbuchenhecke besonders zu beachten
  • Auch wenn die Hainbuche nur wenig Ansprüche hat, sollten Sie Ihr im Winter eine Mulchdecke als Dünger gönnen, die dann zugleich die Bodenqualität aufrecht hält und eine Bodenverdichtung verhindert (auf die die Hainbuche empfindlich reagieren könnte).
  • Wenn Sie beim regelmäßigen Schnitt nicht eifrig genug waren, lässt sich das korrigieren: Die Hainbuche gehört zu den ausgesprochen schnittverträglichen Heckenpflanzen, die sich sogar auf den Stock setzen lassen, also zur Formkorrektur bis auf den Boden zurückschneiden lassen.
  • Da die Hainbuchenhecke besonders häufig von den Vögeln der Umgebung als Nistplatz genutzt wird, sollten Sie vor dem Schnitt entsprechend sorgfältig beobachten, ob sich wirklich keine Nester mehr in der Hecke befinden.
  • Hainbuchen lassen sich nur recht schwer selbst vermehren, Stecklinge entwickeln sogar im Frühsommer nur sehr zögerlich Wurzeln, Samen ließen sich zwar leicht aussäen, erfordern aber als Kaltkeimer einen ziemlichen Aufwand, bis sie dann nach etwa 18 Monaten endlich keimen.
  • Da die Hainbuchen in Baumschulen recht günstig angeboten werden, ist die Heranzucht der eigenen Hecke durch Vermehrung einer Mutterpflanze hier ausnahmsweise einmal keine so gute Idee.
Die Vorteile einer Hainbuchenhecke

Die Blätter einer Hainbuchenhecke verfärben sich im Herbst, erst werden sie satt gelb, dann einheitlich braun und trocken. Der Vorteil ist aber, dass ein großer Teil im Winter an der Hecke bleibt, Sie genießen durch eine Hainbuchenhecke also das ganze Jahr über einen meist ausreichenden Sichtschutz.

Die Hainbuche ist ein Tiefwurzler, die im Gegensatz zu vielen anderen Heckenpflanzen in der Regel keine Schäden an benachbarten Bodenbelägen verschuldet, indem sie diese wie ein Flachwurzler anhebt.

Als einheimische Heckenpflanze zählt die Hainbuche zu den geeigneten Gewächsen zur Anlage einer Vogelschutzhecke: Je freier und ausladender sie wachsen darf, desto mehr Vögel werden sich in dem Gehölz heimatlich niederlassen, die zahlreich vorhandenen Insekten und deren Larven fressen, nisten und ihren Nachwuchs heranziehen.

Wenn Ihnen übrigens wieder einmal eine so hanebüchene Story unterkommt, dass Sie auf Holz klopfen müssen, um sich der Realität zu vergewissern, könnten Sie dafür das Holz Ihrer Hainbuche nehmen - welches so hart und schwer zu bearbeiten ist, dass es die Vorlage für diesen Begriff lieferte.