Heckenpflanzen - Lebensbaum, Eibe und Scheinzypresse

Scheinzypresse Eibe und Lebensbaum Scheinzypresse - beliebte HeckenpflanzeHier erhalten Sie Informationen zu den drei Heckenpflanzen Lebensbaum, Eibe und Scheinzypresse. Welche Heckenpflanzen gibt es?

Neben den hier vorgestellten Heckenpflanzen gibt es zudem die Hainbuche und Rotbuche, Kirschlorbeer und Liguster.

Steckbrief Scheinzypressen

Zur Heckenpflanzung werden verschiedene Sorten von C. lawsoniana in gelb, grün oder blaugrün angeboten. Sie gedeihen bei sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standorten alle gleich gut. Der Jahreszuwachs ist mit um die 30 cm

mittelstark einzustufen. Ein jährlicher Rückschnitt ab Ende Juni genügt, um die Pflanzen in Form zu halten.

Steckbrief Eibe

Die Eibe ist sicherlich die beste Nadelgehölz-Heckenpflanze überhaupt. Sie ist ausgesprochen pflegeleicht, auf sonnigen bis schattigen Standorten zu pflanzen und kennt keinen Schädlingsbefall. Optisch sind die kräftig dunkelgrünen Eibenhecken immer eine Augenweide - sie bieten auch einen idealen Hintergrund für davor angelegte Staudenrabatten. Eiben wachsen langsam  (15-25 cm/Jahr) und kommen daher mit einem Rückschnitt pro, ab Ende Juni, aus. Ein Rückschnitt ins alte Holz wird problemlos vertragen!

Steckbrief Lebensbaum

Der Lebensbaum wirkt als schmale Säule im Garten oft sehr massiv und etwas eintönig. Trotzdem handelt es sich um eine wertvolle, sehr frostharte Heckenpflanze, die auf schmalen Pflanzstreifen perfekten Sichtschutz bietet. Der Jahreszuwachs ist mit 30-40 cm mittelstark einzustufen. In der Regel reicht ein jährlicher Schnitt im Juli aus, um die Hecke in Form zu halten.

Nadelholzhecken - kritische Gewächse für den
Hausgarten?


Eibe mit FrüchtenDie drei hier behandelten Heckenpflanzen haben die Gemeinsamkeit, dass sie zu den Nadelhölzern gehören. Durchaus eine beliebte Grundstückseinfassung in Deutschland, da die Nadelholzhecken nun einmal in hohem Maße dem deutschen Ordnungssinn entsprechen.

Wenn Sie sich umfassend über die Wahl der passenden Heckengehölze informieren, werden Sie jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch viel Negatives über die Nadelholzhecken lesen. Das hat ebenfalls seinen Grund und seine Berechtigung, denn Hecken, die ausschließlich aus fremdländischen Nadelgehölzen bestehen, haben nun einmal nur einen sehr eingeschränkten ökologischen Wert.

Außerdem haben die Nadelgehölze im Garten noch andere Nachteile:
  • Scheinzypressen sind in allen Pflanzenteilen giftig, die Eiben und Lebensbaum sehr giftig, insgesamt nichts für den Kinder-Garten
  • Allergiker sollten mit der Ansiedlung von Nadelhölzern vorsichtig sein, von den Inhaltsstoffen vieler dieser Gewächse ist allergisches Potenzial bekannt
  • Pflanzenreste dieser Gewächse verrotten sehr schwer und können Ihrem Kompost sehr zu schaffen machen
  • Nadelholzhecken stehen momentan eher für altmodisches Gartendesign und können den Verkaufswert exklusiver Immobilien-Objekte mindern
  • Aus all diesen Gründen widmen sich viele Baumschulen nur noch in eingeschränktem Maße der Anzucht dieser Gewächse

Die Vorteile der Nadelgehölz-Hecken

Alle drei Nadelholzpflanzen haben den Vorteil, dass sie zu sehr ordentlichen Hecken heranwachsen, die im Schnitt eher wenig Arbeit machen. Als immergrüne Gewächse bieten sie nicht nur das ganze Jahr ein nahezu identisches Aussehen, sondern auch gleichmäßig zuverlässigen Sichtschutz.

Die Nadelholzhecke im wild-romantischen Naturgarten muss sicher nicht sein, aber im Vorgarten eines Verwaltungsbüros ist gegen eine solche Hecke wohl nichts einzuwenden. Sie sollten jedoch auch in einem solchen Bereich andernorts eine kleine wilde Ecke für die Tiere unserer Lebenswelt einrichten, mit einheimischen Laubgewächsen, die genug Blüten und Früchte hervorbringen, um die

Insekten und Vögel im Umfeld zu ernähren und zu schützen.

Deshalb brauchen Sie kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie sich nun einmal in Lebensbaum, Eibe oder Scheinzypresse verliebt haben und auch eine ganz eigene Idee haben, wie ein solches Gewächs designerisch hochwertig in Ihren Garten zu integrieren ist. Denn ein Garten ist ein Stück von Menschen gestaltete Lebenswelt, seit es Gärten gibt, und fremde Pflanzen gehören durchaus dazu - die Kritiker werden es somit sicher nicht schaffen, jede Konifere aus dem Garten zu verdammen, zumindest nicht, solange es bei uns eine freiheitlich-demokratische Grundordnung gibt. Wie immer ist hier das Maß wichtig, und das Wissen, in diesem Fall das Wissen darum, dass Gehölze aus fremden Ländern nur ohne Schaden in unsere Umwelt integriert werden können, wenn auch einheimischen Gehölzen an diesem Ort eine Chance gegeben wird.