Bangkirai verlegen - eine Anleitung

Bangkirai verlegen - eine Anleitung Terrassen aus HolzBangkirai ist ein Hart- bzw. Edelholz, welches sich für den Fußboden auf der Terrasse oder dem Balkon hervorragend eignet. Seine kompakte Holzstruktur verschafft ihm eine lange Lebensdauer und bei Beachtung bestimmter Ansprüche an die Sauberhaltung haben Besitzer eines solchen Fußbodens viele Jahre Freude an ihrer Investition.

Dennoch ist auch Bangkirai ein natürliches Holz und kein künstlich erzeugtes Material. Deshalb unterliegt es natürlichen Veränderungen und Nachteilen, die seine Besitzer akzeptieren müssen.

Die Verlegung von Bangkirai-Brettern

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Die wichtigste Regel bei der Verlegung besteht darin, dass die Unterkonstruktion mindestens aus der gleichen Holzsorte oder höherwertiger bestehen muss. Bei Bangkirai müssen die Kanthölzer deshalb ebenfalls aus diesem Holz bestehen. Bei den Maßen für die Unterkonstruktion kommen 45x70 oder 95 Millimeter infrage. Kanthölzer mit Kantenmaßen 70x70 oder 90x90 Millimeter kommen zur Anwendung, wenn der Fußbodenaufbau höher sein soll. Um eine Durchbiegung des Deckbelages auszuschließen, dürfen die Abstände der Unterkonstruktionen 60 Zentimeter nicht übersteigen.

Fundament bauenDie Unterkonstruktion muss fest mit dem Boden verankert sein. Wenn die Dielen auf einem Beton- oder Fliesenfußboden verlegt werden sollen, werden die Balken der Unterkonstruktion unter Beachtung des Gefälles mit Dübeln und Schrauben befestigt. Dabei darf keinesfalls die Feuchtigkeitssperre im Fußboden durchbohrt werden. Es ist empfehlenswert, eine Lage Bitumenpappe unterzulegen, damit der bisherige Untergrund später nicht durch die Fugen der Dielenbretter durchscheinen kann. Bei einer ebenerdigen Verlegung auf einer Kiesschicht wird die Unterkonstruktion auf Betonplatten aufgeschraubt und gründlich ausnivelliert.

Bangkirai-Bretter sind fast ausschließlich an ihrer Oberfläche geriffelt. Bei Querverlegung zur Gefällerichtung verbleibt immer ein geringer Anteil des Regenwassers in diesen Rillen. Dies führt zur raschen Verschmutzung des Holzes bis hin zur vorzeitigen Beschädigung. Deshalb sollten die Bretter immer mit diesen Rillen in Gefällerichtung verlegt werden.

Die Befestigung erfolgt mit Edelstahlschrauben aus V2A. Messing- oder Eisenschrauben würden zu hässlichen schwarzen Verfärbungen an den Schraubenlöchern führen und weil Bangkirai arbeitet. Die Schraubenköpfe würden bald abreißen. Pro Brett werden an jeder Befestigungsstelle zwei Schrauben benötigt, die zuerst mit einem 90-Grad-Versenker in der Höhe des Schraubenkopfes versenkt werden. Erst dann wird das eigentliche Schraubenloch mit einem Spiralbohrer gebohrt. Diese Reihenfolge erspart
das Ausfransen an den Versenklöchern.

Beim Einsatz einer Abschlussleiste aus Aluminium muss der Abstand des ersten Brettes zur Hausmauer genau 1cm betragen. Der Abstand aller anderen Bretter untereinander beträgt jeweils 3mm. Er wird während der Verlegearbeiten mit entsprechenden Distanzklötzchen einheitlich sichergestellt. Zur Erleichterung der gleichmäßigen Montage werden die Bretter an diesen Stellen mit Spannbändern zusammengezogen.

BangkiraiDie Verlegung kann mit durchgängigen Dielenbrettern über die gesamte Länge der Terrasse erfolgen. Um eventuelle Verschnitte nutzen zu können, lässt sich aber auch ein dekorativer Fugenversatz von einer Reihe zur nächsten erzielen. Dazu muss jedoch die Unterkonstruktion erweitert werden, denn Sichtfugen innerhalb der Fläche dürfen die Unterkonstruktion nicht mehr als 8cm überragen.

Wenn alle Bretter fertig verlegt worden sind, werden sie an allen Schnittkanten von Hand oder mit einem Elektrohobel angefast. Ihre Stirnseiten werden mit Wachs oder einem wasserfesten Leim versiegelt.

Die wichtigsten

Verlegehinweise auf einen Blick:

  • Unterkonstruktion aus gleichem oder höherwertigem Holz
  • Verlegung längs in Gefällerichtung
  • Löcher mit Randversenker vorfräsen, erst dann das Schraubenloch bohren
  • Edelstahlschrauben V2A verwenden
  • gleichmäßige Abstände von 3mm einhalten
  • Montage mit Spannbändern erleichtern
Die Vor- und Nachteile von Bangkirai

Bangkirai besitzt die größte Farbenvielfalt aller Edelhölzer. Die Bäume wachsen in Indonesien und Madagaskar und das hochwertigste Holz wächst auf Kalimantan. Bangkirai lässt sich nicht auf Plantagen anbauen. Deshalb sollten Käufer darauf achten, dass ihr Holz mit dem FSC-Siegel gekennzeichnet ist. Dann stammt es aus kontrolliertem Holzeinschlag und wurde damit umweltverträglich und nachhaltig erzeugt.

Bankirai streichenBei genauer Betrachtung zeigen sich im Holz kleine Löcher, die oftmals zu Irritationen führen. Was wie Holzwurmlöcher aussieht, waren die Einfluglöcher kleinster Insekten, als die Bäume noch lebten. Gleich nach dem Einschlag sterben diese Insekten ab und deshalb sind diese Löcher ungefährlich.

Vorteile
  • Langlebigkeit
  • Dekoratives Farbenspiel des Holzes
Nachteile
  • Oft sichtbare kleine Löcher, die jedoch ungefährlich sind
  • Ausbluten muss durch Ölen des Holzes verhindert werden
Die Erst- und Wiederholungspflege von Bangkirai sowie Schutzmaßnahmen

Ein fertig verlegter Bangkiraiboden muss unverzüglich mit einem dreifachen Öl-Auftrag vor dem Vergrauen und als UV-Schutz versehen werden. Dieser Auftrag wird entsprechend der Witterungssituation jährlich wiederholt.
Bangkirai darf nicht mit Metallspänen (nachträgliche Arbeiten am Balkongeländer, rostiges Werkzeug etc.) in Berührung kommen. Dies führt zu fast nicht mehr entfernbaren Verfärbungen.
Bangkirai darf nicht mit eisenhaltigen Moosvernichtungsmitteln in Berührung kommen.

Wissenswertes

Bangkirai, das indonesische Holz zeichnet sich vor allem durch seine extreme Härte und Widerstandsfähigkeit aus. Die Lebensdauer beträgt gut 20 bis 30 Jahre und auch gegen Feuchtigkeit, wie Regenwasser ist Bangkirai äußerst unempfindlich. Deshalb eignet sich das Holz besonders gut für den Außeneinsatz, bei Zäunen, Terrassen, Balkonen usw.

Pflege

Wer die Verfärbung verhindern will, kann das Holz deshalb mit einer Lasur oder Paraffinöl behandeln. Um die Beständigkeit gegen Regen muss man sich bei Bangkirai auch keine Sorgen machen. Es ist sogar ohne eine zusätzliche Imprägnierung einsetzbar. Auch beim Altern des Holzes wird dieses nicht spröde. Somit ist es besonders sicher und bildet keine Splitter aus.