Sterben Streuobstwiesen bald aus?
(Bild: pixelio.de / bobby metzger) Was wären manche Landschaften ohne ihre idyllischen Streuobstwiesen? Egal zu welcher Jahreszeit man durch eine heimische Streuobstwiese wandert, man kann jedes Mal wieder neue Entdeckungen darin machen. Kürzlich meldete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), genauer der Landesverband Baden- Württemberg, dass die diesjährige Apfelernte überdurchschnittlich hoch ausgefallen ist. Eigentlich eine gute Nachricht, weniger gut hingegen ist der rapide Preisabfall für Mostobst zu bewerten. Zum Teil liegen die Preise dafür pro hundert Kilogramm bei weniger als drei Euro. Grund genug für den BUND Baden-Württemberg die Landesregierung aufzufordern, dass der Streuobstbau wirksam gefördert werden soll.
Denn der Umweltschutzverband möchte vermeiden, dass nach der diesjährigen schlecht bezahlten Ernte viele Streuobstwiesen aussterben. Schließlich ginge damit sowohl die Artenvielfalt, prägende Landschaftsbilder aber auch ein Erholungsraum von vielen Gemeinden kaputt. Um das zu verhindern macht sich der BUND stark zum einen für verpflichtende Herkunftsangabe der Äpfel auf Saftflaschen und zum anderen auch für eine Erleichterung der Bio-Zertifizierung für Kleinbesitzer, außerdem soll auch die Kennzeichnung “Streuobst” geschützt werden.
Zu den regionalen Streuobstsorten des Jahres 2009 wurde von der Landesgruppe Hessen des Pomologen-Verein e.V. der “Dorheimer Streifling” gewählt.