Foto: pixelio.de / Dietmar Meinert
Auch wenn man sie eigentlich nicht mag, weil sie durch ihren Heißhunger auf süße und eiweißreiche Leckereien einem so manche Mahlzeit auf dem Balkon oder der Terrasse verderben, sollte man daran denken, Wespen gehören zu den Nützlingen. Und eigentlich werden auch nur zwei von den hier heimischen Wespenarten wirklich lästig, nämlich die Deutsche und die Gemeine Wespe.
Beide Arten bauen ihre großen Staaten in der Erde oder im Dachgebälk. Und zwar meist so gut versteckt, dass sie erst dann entdeckt werden, wenn man aktiv danach sucht, weil die surrenden Insekten im Garten lästig werden. Manchmal findet man bei dieser Suche in Büschen, Hecken oder unter dem Dachstuhl auch die kugelförmigen Nester von anderen, friedfertigen Wespenarten. Und so kommt es dazu, dass diese irrtümlicher Weise entfernt oder gar vernichtet werden. Deshalb sind vor allem die friedfertigen und geschützten Arten in ihrem Bestand gefährdet. Auf dem Speiseplan von Wespen stehen eigentlich die Larven von Käfern, Schmetterlingen, Fliegen und sogar Aas. Letzteres vertilgen insbesondere die Deutsche und die Gemeine Wespe. Deshalb gehören sie zur Gesundheitspolizei unter den Insekten.
Möchte man im Freien essen, dann sollte man Speisen und Getränke stets abdecken. Weiterhin sollte man auch schnelle Bewegungen vermeiden, damit die Wespen nicht angriffslustig werden. Oftmals werden durch aufgestellte Wespenfangflaschen nur weitere Wespen aus der Umgebung angelockt. Deshalb kann man durch das Anlocken das Problem mit den Plagegeistern im eigenen Garten eher noch verstärken, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Ich danke dir, als Wespenfreundin, für diesen informativen Beitrag! Konnte ich doch selbst beobachten, wie sich eine Wespe auf die Raupe eines Kohlweißlings setzte und diese genüsslich verspeiste.
Wespen sind geniale “Polizisten” im Garten. Da, wo sie nicht sind, nimmt “Ungeziefer” überhand.
Ich lasse die Wespen in Ruhe. Kommen sie mir zu nahe, hauche ich sie an, denn Wespen sollen das CO2 aus unserem Atem nicht mögen. Und oft fliegen die Tierchen dann direkt weiter…
Geschrieben von Martina | 4. August 2009, 20:09