Qualitätskriterien beim Werkzeugkauf beachten
(Bild: pixelio.de) Manchmal können Schraubenzieher, Hammer und Co., die zum Schnäppchen-Preis angeboten werden, sich im Nachhinein doch als teuer erweisen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Verarbeitung nicht stimmt, der Artikel aus minderwertigen Rohstoffen gefertigt wurde und deshalb das Werkzeug bei den ersten Einsätzen bereits den Geist aufgibt oder kaputt geht. Außerdem wird durch die Herstellung den Transport sowie die Nutzung solcher Produkte unnötig Energie verschwendet. Deshalb sollte man im Hinblick auf die Kosten und die Umweltfreundlichkeit Qualitätswerkzeuge mit hoher Lebensdauer vorziehen.
Beim Einkauf sollte man daher einen Blick auf die Materialangaben werfen sowie auf Qualitätssiegel achten. Auf der Produktverpackung finden sich sowohl Angaben aus welchem Material der Artikel gefertigt wurde, als auch ob er über ein neutrales Prüfsiegel verfügt. Das bekannte GS-Zeichen steht für “geprüfte Sicherheit”. Damit ein Werkzeug das GS-Zeichen tragen darf, wird dessen Qualität von einer unabhängigen Institution wie beispielsweise der Versuchs- und Prüfanstalt für Werkzeuge (VPA) überprüft. Das jeweilige Prüfunternehmen muss im oder direkt neben dem GS-Prüfsiegel angegeben sein. Das GS-Zeichen ist ein freiwilliges Prüfzeichen es wird an Produkte vergeben, welche die Vorschriften bezüglich Sicherheit und Gesundheit erfüllen. Die CE-Kennzeichnung hingegen ist obligatorisch. Sie zeigt, dass das Produkt den EG-Sicherheitsrichtlinien entspricht. Weiterhin können auch noch private Prüfzeichen wie VDE- oder TÜV-Siegel vergeben worden sein. Dass zumindest die gesetzlichen Minimalanforderungen in Puncto Sicherheit, Funktion und Lebensdauer eingehalten wurden, signalisiert eine auf der Verpackung aufgedruckte DIN-Norm. Empfehlenswert ist es sich bereits vor dem Einkauf bei einer unabhängigen Verbraucherorganisation über Material, Sicherheits- und Qualitätskriterien des gewünschten Produktes zu informieren.
Prüf- und Qualitätszeichen für weiteren Heimwerkerbedarf
Ähnliches gilt auch bei weiterem Heimwerkerbedarf wie etwa Leuchtmittel, Farben und Holzprodukten. Die Angaben auf dem EU-Energie-Etikett von A++ für sehr geringen Energieverbrauch bis hin zu G für einen sehr hohen Energieverbrauch kennen inzwischen viele Verbraucher, weil man sich doch mal hin und wieder Leuchtmittel beziehungsweise ein Elektrogerät kauft. Weniger bekannt dagegen die Klassifizierung des Deckkraftvermögens von Farben. Meist reicht ein Anstrich mit einer Farbe aus der Klasse I und II aus um einen deckenden Anstrich zu erhalten. Generell kann man Qualitätsfarben an den ausführlichen Informationen auf dem Farbeimer erkennen. Darüber hinaus bieten auch das Umweltzeichen “Blauer Engel” und die EN Norm 13 300 Orientierungshilfen. Forest Stewardship Council, kurz FSC gibt bei Holzprodukten an, dass sie aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.